Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Article
- Der Zehnte [Nachricht]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Auch die Viehsteuer (Aghnam) geht in ihrem Ertrage zurück wegen der großen Viehverluste infolge von Trockenheit und Seuchen. Die Orangenkultur. Die Nr. 18 von „Palestine and Near East" ist dem Orangenbau gewidmet. Wir haben wiederholt die bezüglichen Ziffern gebracht und geben daher nur einiges aus dem Hefte wieder. Die Gesamtfläche beträgt jetzt zirka 70.000 Dunam, davon 30.000 in jüdischen Händen (gegen 10.000 Ende 1922). Die Araber besaßen Ende 1922 22.000 Dunam, gegenwärtig 40.000 Dunam, nahezu das Doppelte. Es sind noch weitere 200.000 Dunam Orangenboden für den Anbau vorhanden. Was die Verkaufspreise betrifft, so stufen sie sich ab nach der Klassifikation der Früchte. In der Saison 1927/28 waren durchschnittlich 52% als Nr. 1 klassifiziert. Es ist eine wissenschaftliche Aufsicht über die Pflanzungen nötig, um den Prozentsatz der erstklassigen Früchte zu steigern. Hinzuzufügen wäre, daß auch die Sortierung bei Verpackung sorgfältiger werden müßte, damit die Jaffaorange in England höher klassifiziert werde, was eine Voraussetzung für eine starke Ausdehnung des Absatzes und Erzielung höherer Preise wäre. Es besteht, wie bekannt, seit einiger Zeit ein Fruchtinspektionsdienst seitens der Regierung. Die Orangenpflanzungen. Nach Erhebungen der Zionistischen Exekutive werden in der neuen Saison von Juden 13.000 Dunam neu bepflanzt werden, mit einem Kostenaufwand im Jahre 1930 von 300.000 £. Im abgelaufenen Jahre wurden 12.500 Dunam von Juden neu bepflanzt. Neue Bodenkäufe. Aus Jerusalem wird berichtet, daß es der Palestine Land Development Co. Ltd. gelungen ist, die Übertragung einer Fläche von 5300 Dunam, angrenzend an die Kolonie Herzliah, durchzuführen. Der Keren Hajessod hat diesen Boden für die „American Zion Commonwealth" für zirka 17.000 £ erworben. Weitere zirka 3000 Dunam werden für die „Achusa Aleph", New York, voraussichtlich in nächster Zeit übertragen werden können, welche vor zirka sieben Jahren die Kolonie Raananah gegründet hat. An der Durchführung dieser Käufe arbeitete die Palestine Land Development Co. Ltd. seit ungefähr neun Jahren. Diese Transaktionen waren mit ganz ungewöhnlichen Schwierigkeiten verknüpft, die jetzt endlich nach außerordentlichen Anstrengungen behoben werden konnten. — Weitere 760 Dunam bei Herzliah wurden in den allerletzten Tagen erworben. Die Sanierungsarbeit in der Haifabai. Der Direktor der Haifabai, Passmann, teilte vor der Untersuchungskommission folgendes mit: Bisher wurden für die Trockenlegungsarbeiten auf diesem Gebiete 40.000 £ verausgabt, weitere 150.000 £ müssen noch investiert werden, um das ganze Gebiet zu sanieren. Die Arbeit wird aus Mitteln jüdischer Gesellschaften durchgeführt. Nach ihrer Beendigung wird das ganze Küstengebiet der Bucht, einschließlich der Städte Haifa und Acco, vollständig von Malaria frei sein. Die Regierung hat zur Erleichterung der Sanierungsarbeiten den Bau einer Straße zwischen Haifa und Acco begonnen, die durch das Gebiet der Kehiliath Zion geht. Die Gesellschaft hat der Regierung den Boden und Steine für diesen Straßenbau im Betrage von 7000 £ zur Verfügung gestellt. Eine Besiedlung des Gebietes von jüdischer Seite, mit Ausnahme von zwei Punkten, kam bisher wegen der Malariagefahr noch nicht in Frage. Die arabischen Einwohner, die sich früher pachtweise auf dem Boden der Haifa-Acco-Bucht befanden und sehr durch die Malaria litten, wurden sämtlich durch Entschädigungen abgefunden. Die Baumschulen der Mädchenfarmen. Das Regierungsdepartement hat in diesen neuerdings 100.000 junge Bäume gekauft. . Seidenkultur. Wie aus unserer Besprechung der Publikation der Regierung über Seidenkultur (Nr. 7/9, 1929, S. 109) hervorgeht, hat diese einen Fachmann für diese