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Palästina · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 60

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Article
Die öffentlichen Arbeiten [Nachricht]
Date
1930-01-01
Page
Seite 60 (sequence 2)
Language
German
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der Arbeiten werden an Unternehmer übergeben, welche durch schmählichste Ausbeutung der Arbeiter und schlechte Arbeit imstande sind, die vom Departement veranschlagten Kosten bis zu 25% zu unterbieten. Der jüdische unqualifizierte Arbeiter macht aber durch höhere Leistung seine höhere Bezahlung (200 bis 300 Müs gegenüber 120 bis 170 Müs bei arabischen) wett. Bei qualifizierten Arbeitern ist kein Unterschied. Der Verfasser legt dar, daß bei diesen Arbeiten die Löhne nur ein Drittel der Kosten ausmachen und die Gesamtkosten bei Verwendung jüdischer Arbeit sich nur um 5 bis 10% erhöhen können. Dies wird dadurch wettgemacht, daß durch die verbesserte Lebenshaltung die Regierung indirekt erhöhte Einnahmen haben wird. Stellvertretung des Mr. Luke. Während des Urlaubes des Zivilsekretärs Mr. Luke wird er von Mr. E. Mills vertreten, dessen Geschäfte Mr. S. Moody übernimmt. Mr. Samuel (Sohn von Sir Herbert Samuel) wurde zum Sekretär der zentralen Stadtbaukommission ernannt. Die Städleverordnung. Wir haben wiederholt über den Entwurf einer neuen Städteordnung berichtet, wobei die Selbstverwaltungsrechte der Munizipien beschränkt werden sollten. (Siehe Nr. 4/5 und 7/9 von 1929 unter „Öffentliche Verwaltung", sowie Nr. 7/9 unter „Rundschau: Politik".) Inzwischen ist der endgültige Text publiziert worden, der dem Oberkommissär das Recht gibt, Mitglieder der Stadtverwaltung abzuberufen und durch von ihm zu ernennende andere Personen zu ersetzen. Die Verordnung trat sofort in Kraft. Die Gemeindeverfassung von Petach Tikwah. Diese wurde neu geregelt und eine Seßhaftigkeit von einem Jahr und eine Mindeststeuer von 500 Müs für das passive Wahlrecht sämtlicher männlicher Einwohner über 20 Jahre vorgesehen, das aktive ist an ein Mindestalter von 25 Jahren, zweijährige Seßhaftigkeit und Steuerleistung von 1 £ geknüpft. Strafverfolgung bei Verletzung religiöser Gefühle. Die „Official Gazette" veröffentlicht eine Verordnung, nach der Personen, die auf einem öffentlichen Platz Worte oder Töne äußern, die berechnet sind, die religiösen Gefühle oder den Glauben anwesender anderer Personen zu verletzen, mit Gefängnisstrafe von einem Jahr bestraft werden sollen. Die Verordnung ist sofort in Kraft getreten. JEWISH AGENCY. Die Angelegenheit der Klagemauer vor dem Völkerbund. In der am 14. Jänner stattgefundenen Sitzung des Völkerbundrates wurde auch die Angelegenheit der Klagemauer in Jerusalem erledigt. Die Mandatskommission war durch ihren Vizepräsidenten van Rees vertreten. Es wurde der vom Berichterstatter Procope eingebrachte neue Antrag mit allen gegen die Stimme des persischen Delegierten angenommen. Nach diesem Antrag sollen die drei Mitglieder der einzusetzenden Kommission nicht englische Staatsangehörige sein. Der persische Delegierte hatte die Erklärung abgegeben, daß er sich diesem Antrag wohl nicht widersetze, ihm aber auch weder persönlich noch im Namen seiner Regierung, des einzigen im Völkerbunde vertretenen mohammedanischen Staates, zustimmen könne. Henderson dankte für die Annahme des Antrages und erklärte, daß sich die englische Regierung der Verantwortung gegenüber allen beteiligten Staaten voll bewußt sei. — Hierzu ist folgendes zu bemerken: Die Mandatskommission hatte den Vorschlag Englands, die Klagemauer-Angelegenheit durch eine ad hoc einzusetzende Kommission zu prüfen, weil man nicht warten könne, bis die laut § 14 des Mandats vorgesehene Kommission, welche „die auf die heutigen Stätten bezüglichen Rechte und Ansprüche prüfen und regeln soll", zustande

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