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Palästina · 1929-12-01 · Heft 12 (Dezember 1929) · p. Seite 53

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 12 (Dezember 1929)
Article
[Rezension] / ad. bm.
Date
1929-12-01
Page
Seite 53 (sequence 2)
Language
German
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und Erbbaurecht in diesen auch juristisch möglich ist. Diese beiden stellen gegenüber dem gebundenen Eigentum keine mindere Rechtsform dar (S. 98). In einem Aufsalz über „Boden- und Siedlungspolitik" (aus unserer Zeitschrift 1927) entwickelt G. seine bekannten Ansichten über dieses Thema und verlangt, daß der KKL. Bodenreserven schaffe, was unter dem Gesichtspunkt der Ansiedlungspolitik geschehen müsse (S. 66). Im Hinblick auf diese seien die Reserven nötig in der Nähe von Städten mit jüdischer und gemischter Bevölkerung, von rein arabischen Städten, von judischen Kolonien und von neuentstehenden jüdischen Zentren. Die nationale Siedlungspolitik erfordert auch eine nationale Finanzpolitik (siehe den von uns 1927 abgedruckten Artikel „Boden- und Finanzpolitik"). G. weist auf die diesbezüglichen Thesen der Londoner Konferenz von 1920 hin, verlangt in ihrem Sinne eine Zusammenarbeit der Banken mit den kolonisatorischen Institutionen und eine im Interesse der nationalen Siedlungspolitik geführte Politik der Finanzinstitute (S. 76). Eine Reihe weiterer Artikel befaßt sich mit der jüngsten Entwicklung in Palästina. G. sieht eine Periode erneuter lebhafter Tätigkeit auf dem Bodenmarkt voraus und will den KKL. sowie die zionistischen Institutionen dafür gerüstet sehen. Sein Artikel über „Die bodenpolitische Bedeutung der Haifa-Bay" ist aus unserer letzten Sondernummer „Haifat4-Zeitschrift noch in frischer Erinnerimg. Gleichfalls in das Gebiet städtischer Bodenpolitik gehören seine Vorschläge zur Einführung einer Bodenwertzuwachssteuer und zur Schaffung eines Grundstückfonds in Tel-Aviv aus dem Ertrag der Bodensteuern, damit die Stadt ein« Bodenreserve erwerben könne. Weitere Aufsätze behandeln die Reformbedürftigkeit der veralteten Bodengesetzgebung des Landes, sowie die Werksteuerreform. Granovskys Kritik an dem diesbezüglichen Gesetzesvorschlag ist inzwischen von der Regierimg in vielen Punkten berücksichtigt worden*). Ein Schlußartikel beleuchtet kurz den „Weg des Keren Kajemeth". Heute sei der KKL. der wichtigste Faktor auf dem Bodenmarkt geworden. Aber G. betont, daß seine bisherigen Leistungen im Vergleich zu den bevorstehenden Aufgaben verschwindend klein sind, da er nur 1.1% des Bodens von Palästina besitzt (S. 193). Ein ausführliches Register erleichtert den Gebrauch des Buches sehr. ad. bm. :) Die betreffenden Aufsätze waren in unserer Zeitschrift, Jahrgang 1928, enthalten.

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