Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1929)
- Article
- Neues Handelszentrum [Nachricht]
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 46 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 5× ep/1046078
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herigen Räume im Basar von Haifa verlassen haben, ein Block von Geschäftshäusern errichtet werden. Safed. Wiederaufbau. Diesem ist die neueste illustrierte Nummer von „Mischar we Taasiah" gewidmet. Aus dem Inhalt sei erwähnt ein Artikel von Dr. Hillel Joffe über Safed als Kurort, ferner ein solcher über die Frage des Neuaufbaues von H. Hyams. Der Autor teilt mit, daß bei den Unruhen 156 Wohnungen und 48 Läden zerstört und verbrannt wurden. Der Wert dieser Häuser sei im allgemeinen ziemlich klein gewesen, während in den Läden sehr viel wertvolle Waren und viel bares Geld vernichtet worden seien. Die völlige Zerstörung des jüdischen Safed und seiner Werte sei die Folge einer Reihe von Umständen gewesen: Die Polizei habe keinen Versuch gemacht, das brennende Judenviertel zu löschen, sie habe sofort nach dem Erlöschen des Brandes das Viertel räumen lassen und gestattet, daß die Araber es 36 Stunden plünderten. Die Zahl der Juden in Safed sei nach dem Kriege stark zurückgegangen: 1910 gab es zirka 7000 Juden, in der letzten Zeit nur etwa 3300 oder 750 Familien. Über die Zusammensetzung der Safeder jüdischen Gemeinde gibt der Verfasser folgende Aufstellung: 120 Beamtenfamilien (A. P. C., Hadassah, Regierung, Gemeinde), 100 Ladenbesitzerfamilien, 30 Handwerkerfamilien, 100 Hausbesitzerfamilien, 100 verschiedene Familien (Hotels, Pensionen, Agenten usw.), 300 Chalukkahempfängerfamilien; zusammen 750 Familien. Bei einer Untersuchung der wirtschaftlichen Möglichkeiten von Safed stellt der Verfasser fest, daß die Abnahme der jüdischen Bevölkerung dieser Stadt in einer Zeit ständigem Wachstums des Jischuws im allgemeinen die Folge einer besonderen Vernachlässigung des oberen Galil sei, daß die jüdischen Siedlungen im Umkreise von Safed bisher nicht konsolidiert seien, es jetzt aber werden würden, daß die Beziehungen mit den arabischen Käufern der Safeder Textilgeschäfte nicht so sehr erschüttert seien, weil die Käufer größtenteils in den Dörfern seien und die Fellachen an den Unruhen nicht teilgenommen hätten und kommt zu dem Ergebnis, daß Safed in einiger Zeit eine gesunde jüdische landwirtschaftliche Umgebung haben werde, daß die Möglichkeiten der Entwicklung Safeds zu einem Luftkurort sehr große seien und daß auch die Heiligkeit Safeds ein wirtschaftlich bedeutsamer Faktor sei. Der Safeder Handel habe gesunde Grundlagen und könne in verstärktem Umfange wieder aufgenommen werden. Eine Regierungskommission. Die Regierung hat eine Kommission für den Wiederaufbau eingesetzt, der auch ein von der Zionistischen Exekutive zu nominierender Ingenieur angehören wird. INDUSTRIE. Die Tote-Meer-Gesellschaft registriert. Wie die JTA. meldet, wurde die von Ing. Novomejski gegründete Gesellschaft unter dem Titel „Palestine Potash Ltd." in London mit einem Kapital von 400.000 £ registriert (wovon 250.000 £ bereits subskribiert worden sind), u. zw. 230.000 £ 7^2%-Vorzugsaktien zu 1 £, 150.000 Aktien, die sowohl als Vorzugs- und als gewöhnliche Aktien ausgegeben werden können zu 1 £ und 400.000 ordentliche Aktien zu einem Schilling. Die Direktoren der Gesellschaft sind: Lord Lytton, Mr. Israel, B. Brodie, Mr. B. Flexner, Mr. E. Friedmann, Mr. E. W. D. Tennant, Mr. F. M. Warburg, Major Tulloch, Mr. Novomejski und Mr. David Lyell. Es ist nicht beabsichtigt, in nächster Zeit neues Kapital aufzunehmen. Gegenwärtig werden die erforderlichen Maschinen bestellt, so daß die Entwicklung des Unternehmens rasch vorwärtsschreiten kann.