Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1929)
- Article
- Die grosse Pflanzungsgesellschaft Lord Melchetts [Nachricht]
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 44 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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dasselbe Thema wie folgt: Die Gesellschaft hat keine Kolonisationspläne. Sie will die fertig bearbeiteten Plantagen an Private verkaufen, und zwar in kleinen Parzellen von 10 bis 25 Dunain. Sie gibt dem Käufer, wenn es verlangt wird, die Möglichkeit, gesondert Boden für ein Haus zu erwerben. Jedoch sind die Anlagen so geordnet, daß sie nur für einen Großbetrieb in Frage kommen, das heißt, es gibt keine Möglichkeit, innerhalb der großen bepflanzten Flächen Häuser zu erbauen, bezw. Kleinwirtschaften einzurichten. Jeder Käufer kann seine Parzelle durch die Gesellschaft weiterverwalten lassen, auch der Export der Früchte wird — wenn gewünscht — von ihr übernommen. Diese Einbeziehung des Exports in die Plantagenwirtschaft ist ebenfalls in diesem Maßstabe eine Neuerung. Mit Hinblick auf eine Konzentration des Exports hat Lord Melchett als zweiten bedeutenden Kapitalisten „White & Son", eine der bedeutendsten Orangenexportfirmen des Landes, herangezogen. In Tel-Mond sind riesige Häuser für das Packen der Früchte geplant, und es ist auch die Versendung fremder Orangen in Aussicht genommen. Zieht man jedoch das riesige Areal der Gesellschaft in Betracht, das nach voller Bepflanzung allein eine Million Kisten pro Jahr liefern soll, so ist es klar, daß die Produkte der Gesellschaft allein für die Beschäftigung eines großen Exporthandels genügen. Die Amelioration der Haifabai. Über die vom KKL. aufgenommenen Arbeiten berichtet dessen Zeitschrift „Karnenu" (Unser Fonds) wie folgt: Die großen Drainagearbeiten, die der Keren Kajemeth Leisrael auf seinen Ländereien in der Haifabai im September begonnen hat, werden voraussichtlich den ganzen Winter und den nächstjährigen Sommer in Anspruch nehmen. Das Haifabai-Gelände ist eine Ebene mit einer kleinen Senkung gegen den Kischon zu. Die in der Nähe des Meeresufers liegenden Sanddünen versperren dem Regenwasser, welches sich in der Ebene ansammelt, den Zugang zum Meere. Diese topographische Beschaffenheit des Geländes verursacht die Bildung von Sümpfen. Die jetzt in Angriff genommenen Arbeiten sind dazu bestimmt, diesem Übel abzuhelfen. Einer der Ströme dieses Gebietes ist der Wadi Fuarah. Der Wadi entspringt einer Ansammlung von Quellen, welche mit Unkraut und wilder Vegetation bedeckte Sümpfe bilden. Der Lauf des Wadi ist gleichfalls mit diesen Sumpfpflanzen bedeckt und bildet in Wirklichkeit einen einzigen großen Sumpf. Die Trockenlegung des Fuarahsumpfes wird nach zwei Richtungen hin in Angriff genommen. Der alte sumpfige Wadi soll mit Erde aufgefüllt und in einiger Entfernung davon ein Kanal gegraben werden, der das Wasser der Regenzeit auffängt, um es für die trockene Sommerszeit zu sammeln. Dieser große Kanal wird in den Kischon geleitet. Der Boden, der für den Kanal ausgegraben wird, soll für die Auffüllung des alten Wadi benützt werden, so daß keine Dünen oder Treibsand in der Nähe des Kanals verbleiben werden. Die Arbeit wurde in großem Umfang aufgenommen. Mehr als 260 Arbeiter waren dabei beschäftigt. Dieser Teil der Ameliorationsarbeiten wird etwa 18.000 £ kosten und etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Die gesamte Unternehmung wird auf 25.000 £ zu stehen kommen. Außer dem Fuarahsumpf gibt es noch eine ganze Anzahl von Sümpfen in der Nachbarschaft, deren Austrocknung entweder gleichzeitig oder im Anschluß an die Arbeiten des Fuarahkanals unternommen werden soll. Die Staatsländereien. Im „Kuntres" vom 8. November gibt Z. Wolf Informationen über die vorhandenen Staatsländereien der Regierung und über ihre Verwendung. Die Staatsländereien sind in drei Gruppen einzuteilen: Mavet-Land, großenteils aus Bergen oder Wüsten bestehend und zur Besiedlung nicht geeignet, Nahlul-Land, Land, das ins Eigentum der Regierung fiel, weil es von den Eigentümern nicht gebaut wurde, höchstens 100.000 Dunam, und Djiftlik-Land, früheres Eigentum des Sultan, das nach