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Palästina · 1929-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1929) · p. Seite 72

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1929)
Article
[Nachricht]
Date
1929-10-01
Page
Seite 72 (sequence 2)
Language
German
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Haderech. Nr. 8/9, Timisiora (ungarisch). Europäische Gespräche. Nr. 7 (enthält einen Aufsatz „Palästina als Siebentes Dominion" von Dr. Kurt Grünwald, Tel-Aviv), Verlag Dr. W. Rothschild, Berlin. Zeitschrift des Deutschen Paläst inavereins. Band 52, Heft 3, J. C. Hinrichsche Buchhandlung, Leipzig. BESPRECHUNGEN. Transjordanien als Wirtschaftsgebiet von Dr. Kurt Grunwald. (Separatabzug aus dem „Weltwirtschaftlichen Archiv4, Kiel, Band 30), Heft 1, Gustav Fischer, Jena (S. 157 bis 165). — Wir haben in Nr. 6, Seite 61, die Broschüre von Dr. Hans Kohn über die staatsrechtliche Entwicklung Transjordaniens angezeigt. Dr. Grunwalds Arbeit befaßt sich mehr mit den wirtschaftlichen Fragen. An „größeren" Städten nennt er Kerak, Es Salt, Tafile, Aman, Mann mit je einigen tausend Einwohnern (genaue Zahlen gibt es nicht, die Residenz Aman soll 25.000 Einwohner haben). Die Mehrzahl der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. 1927 war die Ernte: 35.000 t Weizen, 12.000 t Gerste, 3500 t Linsen, 2000 t Kersenneh, 3200 t Hirse, 1000 t Bohnen, 1001 Rosinen, 220 t Mais, 20 t Sesam. (Im Jahre 1928 war die Ernte infolge Regenmangel, schlechten klimatischen Bedingungen sowie Heuschreckenschwärmen geringer, doch fehlen darüber noch die näheren Daten.) Ein Fortsschutzgesetz nach Art des palästinensischen wurde erlassen, Baumschulen angelegt. Der Autor erwähnt auch die Phosphatkonzession (siehe Nr. 4/5, S. 77), doch hat die Regierung inzwischen erklärt, daß es sich nur um eine Vorkonzession handelt. Der Import wird auf 450.000 £ geschätzt. Die Einnahmen der Regierung betrugen 1926/27 rund 295.000 £, davon 66.000 £ Subvention Englands für die Grenztruppe. (Nach dem eben erschienenen neuen Bericht waren für 1927/28 281.000 £, davon Subventionen nur 45.000 £.) Die Ausgaben waren 268.000 £ (1927/28 318.000 £). Für die Fläche des Landes werden zwei vollkommen verschiedene Schätzungen ohne Quelle angegeben. (30.000 km2 und 120.000 km2.) Beide sind unrichtig. Eine ungefähre Ausmessung der offiziellen Karte, in der Maau und Akaba schon enthalten sind, ergibt zirka 62.000 km2. Das Straßennetz wird ständig ausgebaut. Über das neueste Projekt der Regierung, 100.000 Dunam kostenlos zur Besiedlung bereitzustellen, urteilt der Verfasser skeptisch und glaubt, daß eine Lösung des Wirtschaftsproblems Transjordaniens nur in direktem und indirektem Zusammenhang mit der jüdischen Kolonisation Palästinas gefunden werden könne. ad. bm. Ochlosseinu baarez. (Unsere Bevölkerung in Palästina.) Von J. Ben Z w i, Schriftenreihe „Sifreiuu jessodoth", Nr. 4—5, Warschau (hebr.), mit 29 Abbildungen, 93 Seiten. — Der bekannte Gelehrte und Arbeiterführer, der auch Mitarbeiter unserer Zeitschrift ist, unternimmt in diesem Büchlein eine dankenswerte Untersuchung der jüdischen Bevölkerung Palästnias nach Herkunft und Habitus. Er gibt nicht nur bisher unbekannte Ziffern (auch in größeren Werken findet man z. B, nicht die Daten über die Kolelim), sondern auch eine historische Übersicht über die Juden der Herkunftsländer, soweit es sich um weniger bekannte Teile der Diaspora, wie Yemen, Persien usw., handelt. (Einzelne Daten aus dem Büchlein werden wir demnächst unter „Bevölkerung" bringen. — Die Red.). Ein eigenes Kapitel ist den Samaritanern und Karäern gewidmet. Erstere zählen 151 Seelen. Ben Zwi geht auch auf Spracheneigentümlichkeiten und Verschiedenheiten der Gebräuche unter den einzelnen Judenheiten ein und gibt zahlreiche Abbildungen markanter Typen. Es wäre zu wünschen, daß dies äußerst instruktive Büchlein ins Deutsche übersetzt werde. ad. bm.

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