Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1929)
- Article
- Die Arbeitslage [Nachricht]
- Date
- 1929-10-01
- Page
- Seite 69 (sequence 2)
- Language
- German
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gelange, 2500 neue Arbeitskräfte erforderlich seien. Weitere 4500 Arbeiter konnten und würden in den bestehenden Pflanzungen, insbesondere auch in den Arbeiten der Pica untergebracht werden. Bei Regierungsarbeiten sei ebenfalls Platz für 2500 jüdische Arbeiter, wenn die Zurücksetzung der jüdischen Arbeit überwunden sein werde. 1000 Arbeiter könnten in den landwirtschaftlichen Arbeiten der beiden nationalen Fonds beschäftigt werden. Rechnet man dazu die Arbeit am Toten Meer, die Möglichkeiten in der Industrie und im Handwerk und die Verwandteneinwanderung, so komme man zu einer Zahl von 10.000 Zertifikaten. Gewiß sei richtig, daß die Unterbringung von 10.000 neuen Arbeitskräften nur unter gewissen Bedingungen möglich sei, wie Erfolg unserer Bemühungen bei der Regierung und stärkeres Verantwortungsgefühl der Bauern. Aber unsere ganze Arbeit im Lande hänge von derartigen Bedingungen ab. KULTURELLES LEBEN. Universität. Judaistisches Institut. Die Verwaltungsratsitzung, die im August in Zürich sattfand, beschloß unter anderm das talraudische Fach als Hauptfach zu führen. Für das kommende Jahr wurde ein Budget von 10.000 Pfund angenommen. Bibliothek. Medizinische Abteilung in Tel-Aviv. Diese hat einen Teil ihrer medizinischen Bestände (Doubletten) als besondere Bibliothek im „Haus der Gesundheit" in Tel-Aviv eröffnet. Zu den Unterhaltskosten wird die dortige Ärzteorganisation beitragen. Technikum. Die Frage des Charakters der Schule. Wie wiederholt berichtet, besteht unter den Sachverständigen eine Meinungsverschiedenheit darüber, ob das Technikum als eine höhere technische Mittelschule oder eine Hochschule ausgebaut werden soll. In Nr. 4/5 unserer Zeitschrift hat sich Dr. Bärwald in letzterem Sinne ausgesprochen. Gegen seine Ansichten polemisieren in der „Jüdischen Rundschau" vom 19. Juli Ing. Paul Grünberger, Jerusalem, und Prof. Rosenfeld, Nürnberg. Ersterer weist auf die Kleinheit des Jischuw hin sowie den sehr geringen Bedarf von Ingenieuren usw. im Lande, dagegen ist jener an Monteuren, Elektrikern usw. viel größer. Auch in den Nachbarländern bringen die auswärtigen Unternehmer die Ingenieure mit. An diesen ist ein Überfluß in Palästina. Not tut eine technische Mittelschule. Auch Prof. Rosenfeld argumentiert so und sagt, daß man in der europäischen Praxis auf zehn bis zwanzig Techniker einen akademischen Ingenieur braucht. Wie wir im Jahrgang 1928, S. 195, mitgeteilt haben, ist obige Ansicht, daß das Technikum eine Mittelschule sein soll, auch jene des Vereines der Ingenieure und Architekten Palästinas sowie des Organisators und langjährigen Direktors der Schule, Ing. M. Hecker, der demissionierte, weil seine Ansicht nicht durchdrang. Die Schulen des Agtidos Isroel. Im Berichte au die diesjährige Hauptversammlung ist auch ein Verzeichnis der Schulen enthalten. Es ist dasselbe, das wir im Jahrgang 1928, S. 547, gebracht haben. Auf die Bemerkungen unseres Mitarbeiters Dr. Menasche ben Ephraim (1929), Nr. 2/3, S. 80) wegen der Haltung der Leitung bezüglich Hebräisch als Unterrichtssprache geht der Bericht nicht ein. Das Budget der Schulen wird mit 600 Pfund pro Monat angegeben. Für das Schulwerk gingen ein in 51/* Jahren (1924 bis Juni 1929) 366.800 Mk. (das sind 18.340 Pfund). Da davon im ersten Halbjahr 1929 rund 40.000 Mk. (das sind 2000 Pfund), 1928 rund