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Palästina · 1929-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1929) · p. Seite 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1929)
Article
Bevölkerungsstatistik in Palästina
Date
1929-10-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Monat Zahl Moslim 1.205 1.028 1.222 1.493 1.599 1.213 1.238 1.493 1.731 2.236 der Todesfälle unter: Christen Juden 134 136 198 192 194 163 170 149 144 173 März . . April . . Mai . . . Juni . . Juli . . . August September Oktober . November Dezember 105 110 136 169 150 133 128 100 140 142 18.031 1.545 1.987 Die Sterblichkeit der Moslim erreicht ihren höchsten Punkt während der Monate Dezember und Jänner, wo sie zweimal so hoch ist als im April. Dann folgen die Monate November und Februar, die auch zum Winter zu rechnen sind, sowie Juni, Juli, Oktober. In den Monaten März, Mai, August, September ist die Sterbeziffer niedriger. Bei den Juden zeigt die Sterblichkeit kein auffallendes Auf und Nieder wie bei den Moslim und ungleich diesen erreicht sie ihren höchsten Punkt nicht während der Wintermonate, sondern im Sommer. 1927 waren die Monate höchster Sterblichkeit Mai, Juni, Juli, auch die Monate Dezember, Jänner, Februar zeigen eine Zunahme, aber weniger als im Sommer. Dieselbe Erscheinung kann in der Bewegung der Sterblichkeit während der Jahre 1925 bis 1926 konstatiert werden, allerdings mit einigen kleinen Verschiedenheiten. In diesen Jahren erreichte die Sterblichkeit der Juden den höchsten Punkt in den Monaten August, September, Oktober. Die Sterblichkeitslinie der Moslim zeigt im allgemeinen mehr Stetigkeit, da sie nicht von äußeren Faktoren, wie Einwanderung usw., beeinflußt ist. Der Monat April ist sowohl bei den Juden als bei den Molim derjenige der niedrigsten Sterblichkeit. Die Erklärung dieser Unterschiede ist einerseits in der verschiedenen Anpassungsfähigkeit an die klimatischen Bedingungen und die vorherrschenden Krankheiten bei den Mitgliedern beider Gemeinschaften zu suchen, anderseits in den sozialen und hygienischen Bedingungen, unter denen sie leben. Der eingeborene Moslim lebt seit vielen Generationen im Lande, hat sich dem heißen Klima angepaßt und ist viel immuner gegenüber den sommerlichen Krankheiten Malaria, Typhus Dysenterie usw. als der neu Zugewanderte. Die starke Hitze, besonders in den Tagen des „Chamsin" (Wüstenwind) verursacht hohe Sterblichkeit bei den jüdischen Kindern im Alter bis zu zwei Jahren (allgemeine Toxikosis), aber die Juden zeigen mehr Ausdauer als die Moslim gegen die Winterkälte, sie sind ferner vom Standpunkt der Kultur und Hygiene fähiger als diese, sich gegen jene Einwirkungen zu schützen. Infektionskrankheiten der Kinder, wie Masern und die Komplikationen danach, Bronchopneumonie usw., die hauptsächlich in den Wintermonaten auftreten, verursachen eine starke Zunahme der Sterblichkeit unter den Moslim in diesen Monaten, 5. Natürliche Zunahme. Trotz der hohen Sterblichkeit in Palästina ist die natürliche Zunahme durch Geburtenüberschuß sehr hoch, wie nachstehende Ziffern zeigen.

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