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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 109

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
[Rezension]
Date
1929-07-01
Page
Seite 109 (sequence 2)
Language
German
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751.000 Dunam Waldreservate geschaffen, weitere 718.000 Dunam werden binnen einem Jahr geschützt sein. Die Regierung unterhält 16 Baumschulen und 24 Baumpflanzungen; über 4s1!2 Millionen Bäume und Sträucher sind in den letzten Jahren abgegeben worden. Durch Aufforstung wird auch die Grasfläche für Weide von Milchziegen, Schafen und Kühen verbessert werden. Die Regierung ermutigt in der Aufforstung die private Initiative, doch ist kein Grund vorhanden, die Aufforstung nicht als ein rentables Geschäft anzusehen, schon wegen des Wertes des Holzes. Das Problem Palästinas ist einfach: Mangel an Boden auf den Hügeln und von Wasser in den Ebenen. Beidem kann durch die Aufforstung gleichzeitig abgeholfen werden. Sericulture (Seidenzucht), Nr. 1 (Über den Maulbeerbaum), Schriftenreihe des Ackerbaudepartements, Serie IX, von Ahr. de Leon, Jerusalem 1929, 20 Seiten. — Der Verfasser weist darauf hin, daß in Palästina die Seidenraupenzucht eine große Zukunft hat, daß aber bisher nur sehr wenige Maulbeerbäume (von deren Laub sich die Seidenraupe nährt) und auch diese nicht fachmännisch angebaut worden sind. Die Regierungsbaumschulen haben daher an vielen Orten Bäume zur Demonstration gepflanzt. — Der Autor gibt dann eine eingehende, mit zahlreichen Abbildungen versehene Anweisung über die richtige Kultur des Maulbeerbaumes. Die jüdische Arbeiterinnenbewegung in Palästina (1904 bis 1929). Von Ada Fischmann. Herausgegeben vom Zentralkomitee des Hapoel Hazair, Tel-Aviv 1929, S. 284 (hebräisch). — Das kleine Büchlein von Ada Fischmann über die Arbeiterinnenbewegung in Palästina, das hier besprochen werden soll, nimmt zweifellos einen der ersten Plätze ein in der Reihe der Versuche, das beispiellose Werk der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina den späteren Generationen in einer entsprechenden Form zu übermitteln. Einen der ersten Plätze nicht nur deswegen, weil es durch eine Frau geschrieben ist, die all das, was sie in ihrem Werk schildert, selbst durchgelebt, durchgekämpft und durchgelitten hat und die bis zum heutigen Tage an der Spitze der Bewegung der jüdischen Arbeiterinnen in Palästina steht und sie in hohem Grade in ihrem eigenen Leben personifiziert. Viel bedeutsamer ist der Inhalt des Büchleins. Wenn bei der Darstellung der jüdischen Arbeiterkolonisation in Palästina von einer Graduierung des Heldentums gesprochen werden kann, so hat es in der Bewegung der jüdischen Arbeiterinnen in Palästina einen dreifachen Ausdruck gefunden. Die jüdische Frau, die in den Reihen der palästinensischen Arbeiterschaft um die Verwirklichung der Ideale der jüdischen Arbeiterbewegung kämpft, hat nicht nur diejenigen materiellen und moralischen Schwierigkeiten zu überwinden, auf die fast jeder jüdische Arbeiter im Lande auf Schritt und Tritt zu stoßen hat, sie muß darüber hinaus noch die Hölle des Kampfes der arbeitenden Frau um ihre faktische Gleichberechtigung auf allen Gebieten des menschlichen Zusammenlebens und die tausendfach gesteigerte Hölle der jüdischen Frau durchmachen, auf der das traurige Erbe langer Jahrhunderte von wirtschaftlicher und geistiger, durch Tradition, teilweise auch durch religiöse Vorschriften sanktionierter Unproduktivität lastet. Jüdische Frau! Wieviel Demütigung war und ist auch teilweise bis zum heutigen Tage mit diesem Begriff eines parasitären, zweitrangigen Dinges verbunden und zur welchen Höhe hat es die jüdische Pionierin in Palästina im Laufe von kaum zwei Jahrzehnten emporzuheben vermocht. Doch dornenvoll war der Weg, der zu diesem Ziel geführt hat. Über Geringschätzung und jedweden Mangel von Verständnis, nicht nur seitens derjenigen Gesellschaft, der die jüdische arbeitende Frau in Palästina

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