Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Die Frage der jüdischen Arbeit beim Hafenbau [Nachricht]
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 101 (sequence 1)
- Language
- German
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Die Frage der jüdischen Arbeit beim Hafenbau. „Haarez" teilt mit, daß die Palästinaregierung das Zugeständnis machte, bei öffentlichen Arbeiten, insbesondere bei den Arbeiten am Haifaer Hafenbau, jüdische Arbeiter bis zu 35% der Gesamtarbeiterschaft zu beschäftigen, ferner in den Steinbruchwerken, die für den Hafenbau arbeiten, zwei gesonderte Arbeitergruppen, eine jüdische und eine nichtjüdische Gruppe, zu organisieren. — Die Forderung der Zionistischen Organisation ging dahin, daß 50% Juden bei öffentlichen Arbeiten beschäftigt werden sollen. Wie Frumkin kürzlich mitteilte, wird über die Auslegung der „Fair-wages"-Klausel noch mit London verhandelt. Eine Zahl von jüdischen Arbeitern soll auch bei der Reparatur des Jaffaer Hafens verwendet werden. Regierungsarbeiten. Die Regierung hat der Zionistischen Exekutive mitgeteilt, daß sie verschiedene Arbeiten in jüdischen Bezirken (darunter die Straßen Mescha—Afuleh, Har Hakarmel—Hadar Hakarmel, die Drainage der Kischonmündung und anderes mehr) unter Aufwendung von 60.000 Pfund ausschließlich von jüdischen Arbeitern ausführen lassen wird. KULTURELLES LEBEN. Universität. Übernahme des landwirtschaftlichen Museums. Dieses wurde von der Universität übernommen und die Sammlungen den naturwissenschaftlichen Abteilungen eingereiht. Judaistisches Institut. Als Dozent für jüdische Geschichte des Mittelalters wurde Dr. Fritz B a e r verpflichtet. * Die Zahl der Publikationen im Jahre 1928. Während des Jahres 1928 wurden in Palästina, wie aus einer Aufstellung des Regierungsdepartements für Erziehung hervorgeht, 417 Bücher und Broschüren, gegenüber 368 im Jahre 1927, gedruckt. Darunter befinden sich 375 hebräische, 18 arabische, 13 englische, 15 jiddische, 8 deutsche, 8 armenische und je eine französische, italienische und russische Publikation. Ferner erschienen im Jahre 1928 54 Zeitschriften, gegenüber 44 im Jahre 1927 (ohne Tageszeitungen). Das Jerusalemer Gymnasium im eigenen Heim. Die Übersiedlung der Anstalt in das eigene neue Gebäude fand am 5. Juni statt. Ein Schriftstellerklub. Am 25. Juni wurde in Tel-Aviv im Hause „Ohel Schern" ein Schriftstellerklub gegründet. Diese Vereinigung besitzt ein eigenes Organ „Mosnaim". Bei der Eröffnung war auch der chinesische Professor Tsching-Tschang anwesend, der über seine Eindrücke in Palästina berichtete. FONDS UND INSTITUTIONEN. Keren Hajessod. Einnahmen: Mai 1929: 28.304 Pfund, davon 14.343 aus U. S. A. Der Kongreßbericht. In einem stattlichen Band liegt der Kongreßbericht des Keren Hajessod vor. Die Gesamteinnahmen vom 1. April 1928 bis 31. März 1929 waren 417.454 Pfund (Vorjahr 440.624 Pfund), davon aus U. S. A. 42'9% (50*7%). Der Mindereingang aus den Vereinigten Staaten gegen den entsprechenden Vorjahrszeitraum war 44.300 Pfund. Insgesamt sind seit Begründung bis 31. März 1929 3*8 Millionen Pfund eingegan gen, davon 2*1 Millionen aus Amerika.