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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 70

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Berichte an den XVI. Zionistenkongress
Date
1929-07-01
Page
Seite 70 (sequence 14)
Language
German
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Bericht der Anglo Palestine Cy Ltd. Im Einklang mit der Entwicklung sämtlicher Wirtschaftskreise Palästinas zeigten auch die Geschäfte der Bank im Jahre 1928 eine Tendenz der Konsolidierung und des Aufstiegs. Die Kontokorrente und Depositen, die sich beim Anfang des Jahres auf £ 1,540.000 beliefen, waren bei Jahresschluß auf £ 1,659.000 gestiegen. Während im Jahre 1927 70.968 Wechsel zur Diskontierung oder Bevorschussung angenommen wurden, stieg diese Zahl im Berichtsjahre auf 80.157. Dabei ist hervorzuheben, daß diese recht wesentliche Zunahme des Geschäftsumsatzes viel mehr auf eine Ausdehnung des Arbeitsumfanges mit der bestehenden Kundschaft als auf eine Vergrößerung der Kundschaft zurückzuführen ist. Besondere Aufmerksamkeit wandte die Bank im Berichtsjahre der aufstrebenden Industrie zu. Die Form sowohl wie der Umfang und die Zeitdauer der Kreditgewährung werden immer mehr den Bedürfnissen der Industrie angepaßt. Für die gesamte mittlere und Kleinindustrie wurde der Zinssatz bis auf 1% herabgesetzt. Eine beratende Kommission, in der leitende Industrielle sich beteiligen, begutachtet die Kreditgesuche, die seitens der mittleren und Kleinindustrie an die Bank gerichtet werden. Mit dem Industriellenverbande wird enge Fühlung unterhalten. Dem Exportkredit wurde besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Mit denjenigen Institutionen, die sich mit besonderen Branchen des Industriekredits befassen, und die zur Zusammenarbeit bereit sind, wird in freundschaftlicher Weise im Interesse aller Beteiligten kooperiert. In dieser Weise ist das Problem des Industriellenkredits einer Lösung so nahegekommen, daß es keine Sorgen mehr bereitet. Die übrige Kreditgewährung an Pflanzer und Landwirte breitet sich mit der Ausdehnung des Orangenbaues dem Umfange nach aus, ohne neue Formen anzunehmen. Vorstehend die Bilanz pro 1928. Rundschau Politik. Von Dr. Ernst Simon, Jerusalem. Araberfrage. Es ist merkwürdig zu beobachten, wie die zionistische Bewegung und der jüdische Nationalismus nicht nur den Widerstand der Araber wecken, sondern auch ihren Nachahmungstrieb. Wir mußten schon das letzte Mal auf die Bewegung der arabischen Jugend gegen die Makler hinweisen, die arabischen Boden an Juden verkaufen. Am arabischen Neujahrstag, dem ersten des Monats „Mucharram44, der vom Obersten moslemischen Rat in etwas unorganischer Weise plötzlich zum religiösen Feiertag erklärt wurde, sollten in den arabischen Städten, insbesondere in Jaffa, große Protestkundgebungen und Straßendemonstrationen gegen die Makler erfolgen: diese wurden von der englischen Polizei unmöglich gemacht. Die Regierungsbehörden empfingen aber mehrere Deputationen, die in dieser Frage Vorstellungen erhoben und insbesondere die gesetzmäßige Festlegung einer Bestimmung forderten, die, analog jener von Lord Cromer vor Jahrzehnten in Ägypten eingeführten Vorschrift, den Fellachen verbieten solle, ihr Land gänzlich zu verkaufen, damit stets ein Bodenminimum im Besitze der Kleinbauern bleibe. Neben diesem Schritte geht die private Initiative einher: man spricht von großen Bodenkäufen des moslemitischen

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