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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 68

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Berichte an den XVI. Zionistenkongress
Date
1929-07-01
Page
Seite 68 (sequence 12)
Language
German
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Im Jahre landwirtsch. Bodeu £P 95.149 60.940 59.631 städtisch. o m" Boden Insgesamt im Betrage 1926 1927 1928 Dunam 22.044 14.970 13.679 141.933 47.490 46.042 £P £P 37.156 132.305 12.665 73.605 22.186 81.817 In den Jahren 1927/28 folgte die Gesellschaft ihren Kunden Kuschane (Eigentumstitel) aus auf 716 städtische Parzellen mit einer Fläche von 539.556 m2 und 28.732 Dunam landwirtschaftlichen Boden für einen Gesamtwert von £P 224.000. Über die Gesamtlage am Bodenmarkt sagt der Bericht: Jetzt ist es mehr als je zuvor klar, daß die Gelände, welche für Pflanzungen und dichte Ansiedlung geeignet sind, für Kleinansiedlung reserviert bleiben und nicht in der Hand einiger Kapitalisten konzentriert werden sollen. Neben Käufern, die für diese Böden ein rein kolonisatorisches gemeinnütziges Interesse haben, gibt es auch solche, die nur von spekulativem Interesse geleitet werden und vor keiner Preistreiberei zurückschrecken. Es besteht die Gefahr, daß sich das Schauspiel der Jahre 1924/25 in Tel-Aviv wiederholt, da hunderttausende Pfunde jüdischen Geldes verschwendet wurden. Es ist auch möglich, daß das internationale Kapital in den Pflanzungsgürtel gelockt wird und die nationale Kolonisationsarbeit unterbindet. Die Gefahren, die uns auf dem Gebiete des Bodenkaufes entgegenstehen, müssen ernst ins Auge gefaßt werden. Die Herstellung des Bodenkatasters, an dem die Regierung mit viel Eifer arbeitet, wird die Eigentumsverhältnisse an palästinensischem Boden grundsätzlich verändern. Das in Palästina zumeist noch bestehende Gemeineigentum der Dorfgemeinden an Boden wird aufgehoben und jeder Mann bekommt eine genau abgegrenzte Parzelle mit einwandfreiem Rechtstitel von der Land Settlement Commission zugewiesen. An Stelle der bis jetzt durch das unaufgeteilte Eigentum bedingten extensiven Bewirtschaftung wird nun eine intensive Bebauung des Bodens beginnen und die Zahl der verkaufslustigen Bodeneigentümer stark abnehmen. Anderseits wird der Handel in kleinen Parzellen, der bis jetzt kaum möglich war, einsetzen und einzelnen Personen, die auf das Gesamtinteresse keine Rücksicht nehmen, den Erwerb kleiner Grundstücke ermöglichen, und dadurch den Ankauf von zusammenhängenden Flächen zur Verwirklichung systematischer Kolonisationspläne erschweren und verteuern. Die Zionistische Organisation muß sich daher rechtzeitig geeignete Bodenflächen in der Pflanzungszone für eine systematische Massenansiedlung sichern. Der Erwerb und Verkauf der Böden muß sich in der Hand einer Institution befinden, die unter Öffentlicher Kontrolle steht, und in engster Verbindung mit der Kolonisationstätigkeit bleiben, damit über die Böden im besten Kolonisationsinteresse verfügt und jede Spekulation hintertrieben werden kann. Die Dringlichkeit dieser Tätigkeit wurde bereits auf früheren Zionistenkongressen Äuseinandergesetzt. Der XIV. Kongreß erkannte die Notwendigkeit, das Hauptinstrument der Zionistischen Organisation zur Erwerbung von Böden für Kolonisations- «wecke zu stärken und beschloß deshalb, das Aktienkapital der PLDC. zu verdoppeln. Infolge der schwierigen finanziellen Lage der Zionistischen Organisation ist dieser Beschluß leider nicht verwirklicht worden. Jetzt aber, da die erweiterte Jewish Agency gebildet wird und eine Ausdehnung der Kolonisationsarbeit in Palästina beginnen soll, muß die Frage der Vorbereitung von Boden für Massenansiedlung in erster Linie behandelt werden und eine positive Lösung finden.

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