Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Berichte an den XVI. Zionistenkongress
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 58 (sequence 2)
- Language
- German
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Kfar Jecheskel. Milch Wirtschaft 1924 1925 1926 1927 1928 51 — __. — — Reinrassige und gemischt- 38 85 122 139 165 — 20 25 53 77 Kälber............ 34 20 33 57 85 Gesamtstückzahl 123 125 180 249 327 Milchproduktion (Liter) . . 12.952 74.244 147.000 195.000 240.000 Verkaufte Kühe und Kälber — -- ~ — £ 1.500 Die Tabelle auf Seite 59 zeigt Einnahmen, Ausgaben und Gewinn oder Verlust bei 19 Kwuzoth in den letzten drei Jahren. Neue Siedlungspläne. Eine Kommission aus den Herren Wilkanski, Zemach und Stern wurde für die Revision des zukünftig geltenden Schlüsselbudgets ernannt. Diese Revision sollte auf Grund der seitens des Departements und der Siedler während der letzten acht Jahre erworbenen Erfahrungen erfolgen. Nach Anhörung vieler Sachverständigen und Siedler übermittelte die Kommission dem Departement seinen Bericht, dessen wichtigste Ergebnisse sind: a) Einnahmen und Ausgaben der Durchschnittsfarm auf schwerem Boden. Auf Grund genauer Berechnungen werden die Ausgaben jeder Familie für ihre häuslichen Bedürfnisse auf durchschnittlich £ 80 in bar geschätzt; auf £ 40 für allgemeine Ausgaben (einschließlich Steuern, Krankenkasse, Unterricht, Versicherung, Drusch usw.), insgesamt also £ 120 außer dem Verbrauch der Familie, der durch die Wirtschaft gedeckt wird und aus 1000 bis 2000 kg Weizen, 800 bis 1201 Milch, 10 bis 15 Eiern täglich, Gemüse, Früchten usw. bestehen. Als Einkommen ist lediglich der Ertrag solcher Produkte in Rechnung gestellt worden, welche technisch das Versuchsstadium überwunden haben und für welche es einen gnügenden Markt gibt. Die Siedlungen auf schwerem Boden sollten in erster Linie Futtermittel für ihr Vieh anpflanzen, da ihr hauptsächliches Bareinkommen von der Milch stammt. In zweiter Linie erst stammt ihr Einkommen aus dem Verkauf von Geflügel und Gemüse. Vielleicht haben auch die Farmen auf dem schweren Boden des Emek und Galiläas Aussichten auf Erfolg von Obstanpflanzungen, wie Grapes und verwandte Früchte; aber bevor endgültige Empfehlungen gegeben werden können, muß noch viel Versuchsarbeit geleistet werden. Daher ist kein Ertrag aus Früchten in Rechnung gesetzt. In den modernen deutschen Wirtschaften stammen etwa 70% des gesamten Einkommens aus dem Verkauf von Milch; die Senkung des Milchpreises ist durch eine Vermehrung der Milchproduktion pro Einheit und die Produktionskostensenkung wettgemacht. In den Wirtschaften unserer sich selbst erhaltenden Siedlungen ist jedoch der Übergang von der Körnerzur Milchwirtschaft noch nicht abgeschlossen. Genaue Untersuchungen von 15 typischen Wirtschaften ergaben ein durchschnittliches Bareinkommen von £ 170; hiervon stammen etwa £ 104 aus der Molkerei.