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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 55

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Frage der Aufforstung in Palästina
Date
1929-07-01
Page
Seite 55 (sequence 2)
Language
German
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„Baumspende", die vor dem Kriege gegründet worden ist, um den „Herzlwald" zu pflanzen. Der Zweck des KK. bei diesem Arbeitszweig ist es, solche Fiächen zu bewalden, die zur Ansiedlung nicht geeignet sind. Aus den Mitteln der Baumspende wurden auf verschiedenen Siedlungspunkten auf Boden des KK. Wälder und Haine gepflanzt, die den Namen „Herzlwald" tragen, deren Teile auf das Andenken einzelner Personen oder ganzer Gemeinden gestiftet sind (1000 Bäume sind ein „Hain", 100 ein „Garten"). Der Boden, auf dem vom KK. Wälder gepflanzt worden sind, ist zum größten Teil Felsboden und die gepflanzten Bäume sind die dafür geeigneten: hauptsächlich Jerusalemfichte (Pinus helepensis), Steinfichte (Pinus pinea), Akazie (Acacia logifolia) und andere. Fichtenhaine, darunter solche mit Zehntausenden von Bäumen, findet man jetzt in Hulda und Ben Schemen, und sie werden noch gepflanzt auf den Bergen von Gingar und den Abhängen von Kfar Chittin. Bei Gingar wird der Balfourwald angelegt, welcher 100.000 Bäume umfassen soll. Auch Eukalyptus und Kasuarinen findet man in den Wäldern des KKL., welche auf Sumpfböden gepflanzt werden. Der Wald der brasilianischen Juden, der sich bei der Kolonie Kfar Mlal befindet, zählt 60.000 Eukalyptusbäume, welche das Auge des Besuchers erfreuen und ihn im Aussehen an den Wald in Chedera erinnern. Von 5680 bis 5688 hat der KKL. Wälder auf 3325 Dunam gepflanzt, die Zahl der darin befindlichen Bäume ist 517.000, 5689 werden noch 180.000 auf 700 Dunam gepflanzt werden, zusammen zirka 4000 Dunam mit zirka 700.000 Bäumen. Außerdem pflegt der KKL. die Reste alter Wälder, welche er bei dem Kauf von Böden miterworben hat, bei Nahalal, Scheich Abrek und Charoschet Hagojim. Diese Wälder bedecken zirka 15.000 Dunam. Auch die Pica widmet einen Teil ihrer Arbeit der Aufforstung, insbesondere konzentriert sie sich auf die Pflanzung von Eukalyptusbäumen in den Sümpfen von Kabara und die Aufforstung der Dünen der Meeresküste zwischen Caesarea und der Kolonie Benjaminah. Obzwar der Wert der gesamten geleisteten Aufforstung groß ist, um so mehr vor dem Kriege fast jede Vorsorge dafür fehlte, ist diese doch ganz geringfügig gegenüber dem, was noch zu tun ist, um dem Lande seine frühere Waldesherrlichkeit zurückzugeben, die Blößen seiner Felsen zu bedecken und die Öde seiner Wüsten zu bannen. Die Fläche des Waldes — die des alten und des neuen — macht gegenwärtig bloß 4% des Bodens von Mandatspalästina aus, indes die ödflächen, die nicht anders zu verbessern sind als durch Bewaldung, 30% und mehr betragen, wie nachfolgende Ziffern zeigen: Palästina in seinen heutigen Grenzen hat 1,514.038 ha Boden. Von dieser Fläche sind bebaut oder zu bebauen möglich 809.550 ha. Restliche 704.488 ha gelang es bisher nicht zu bebauen und sie bestehen aus Wäldern, Sümpfen, Dünen, Felsen und dergleichen. Diese Fläche verteilt sich auf folgende Distrikte: Judäa und Negew 551.243, Samaria 44.598, Unter-Galiläa 31.500, Ober-Galiläa 77.147, zusammen 704.488 Dunam. Allerdings, wenn diese Flächen bisher nicht kultiviert wurden, so heißt das nicht, daß das immer so bleiben wird. Je mehr der jüdische Jischuw wachsen und die landwirtschaftliche Arbeit zunehmen wird, desto mehr werden alle Hügel und Terrassen zum Obstbau herangezogen v/erden. Um diese Möglichkeiten abschätzen zu können, müssen wir von obiger Zahl jene Fläche abziehen, die, heute mit Waldresten und Meeresdünen bedeckt, nicht kulturfähig gemacht werden konnten.

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