Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
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PALÄSTINA iro^ INAS XIL JAHRG. (Neue Folge, III. Jahrg.) NR. 7/9 JULI —SEPTEMBER 1929 Die Psychotechnik im Dienste der Aufbauarbeit Palästinas. Von Prof. Dr. J. Sutcr, Direktor des psychotechnischen Instituts Zürich. Am V. internationalen psychotechnischen Kongreß letzten Jahres in Utrecht referierte mein Freund Herr M. M. Wilbushewich, der sich in Haifa (Palästina) unter anderem auch mit Psychotechnik befaßt, über die Verhältnisse in diesem Lande. Er gab als Resultat seiner langjährigen Forschungen bekannt, daß der eingeborene Araber Palästinas dem eingewanderten Juden-Europäer physiologisch überlegen sei, was im Hinblick an die gute Anpassung der Eingeborenen an die klimatischen Verhältnisse des Landes leicht verständlich sei. Auf der anderen Seite sei aber der Jude psychisch unzweifelhaft bei weitem überlegen. Herr Wilbushewich bemühte sich zu erforschen, ob es möglich sei, die vorzüglichen physiologischen Eigenschaften und das Anpassungsvermögen der eingeborenen Araber durch die psychischen Eigenschaften der neu angekommenen Juden zu kompensieren. Am Schlüsse seines Vortrages legte er seinen Kollegen ans Herz, darüber nachzudenken, wie die psychotechnischen Methoden dem Heiligen Lande dienstbar gemacht werden können. In diesem Sinne fanden nachher auch Besprechungen zwischen Herrn Wilbushewich, dem Schreibenden und anderen Kollegen statt, um diese Frage aufzuklären. Die nachfolgenden Ausführungen sind eine Folge dieser Besprechungen. * * * Allgemein gesprochen handelt es sich bei der palästinensischen Kolonisation einerseits um die Fragen der Zuwanderung, der Anpassung und des Wirkens von Juden in den Arbeits- und Lebensverhältnissen Palästinas, anderseits um die Ausgestaltung des Landes nach wirtschaftlichen und kulturell höheren Gesichtspunkten durch die Arbeit der Zugewan-