Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1929)
- Article
- Das Budget der Stadt [Nachricht]
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 49 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Haifa. Das Budget der Stadt. In einer der letzten Sitzungen der Stadtverwaltung von Haifa wurde der definitive Budgetvoranschlag bestätigt. Die Einnahmen wurden auf pal. £ 40.795, die Ausgaben auf pal. £ 40.378 festgesetzt. Die Haupteinnahmequellen der Stadt bilden: Die Haussteuer (pal. £ 15.000), Regierungssubventionen (pal. £ 8000), Lizenzen verschiedener Art (pal. £ 5000). Zu den wichtigsten Ausgabeposten gehört das Budget des Technischen Departements (Wegebauten, Kanalisation usw. mit pal. £ 24.000), munizipale Administration (pal. £ 2500), Sanitätsdienst (pal. £ 8137), öffentliche Sicherheit (pal. £ 2350). Die Zahl der Juden. Auf Grund der Ergebnisse der Eintragung in die Listen der Knesseth Israel in Haifa kann die jüdische Bevölkerung der Stadt Haifa auf 16.000 Seelen geschätzt werden. Die Eintragungen in die Knesseth Israel ergaben 10.381. Dazu sind Personen unter 18 Jahren und die aus der Knesseth Israel Ausgetretenen zu rechnen, so daß man auf eine Gesamtzahl von 16.000 kommt. Der Hafenbau. Vorläufig sind nur Steinbrucharbeiten aufgenommen worden. Tiberias. Verleihung der Bäderkonzession. Die „ITA" berichtet: Oberkommissär Chancellor hat soeben die Konzession betreffend die Tiberias-Thermen unterzeichnet. Die Konzession lautet auf die Namen Suprasky, Gesundheit und Richter Rosenblatt, die über 90% der Aktien der neugegründeten Bädergesellschaft verfügen, während 10% den Arabern Soleimann Nassif und Amin Rizek, früheren Eigentümern der Bäder, gehören. Die Konzession wurde für 40 Jahre erteilt. INDUSTRIE. Statistik. Im Bericht des Handelsdepartements für 1928 heißt es unter anderem: Die Industrie kann im Jahre 1928 über weitere erhebliche Fortschritte berichten. Zahlreiche Fabriken wurden vergrößert und erhöhten ihre Produktion. Die einheimische Industrie hat sich den palästinensischen Markt erobert und ist im Begriff, die syrischen und ägyptischen Märkte zu gewinnen. Eine Zählung, die das Zoll- und Handelsdepartement im Mai vorgenommen hat und die sich auf 3800 Fabriken und Werkstätten erstreckte, ergab folgende Resultate: 2429 Produktionsstätten arbeiten mit Handbetrieb, 583 mit motorischer Kraft und 2270 Arbeitsmaschinen mit motorischer Kraft. Die Zahl der beschäftigten Personen betrug mehr als 18.000, darunter 16.000 männlichen Geschlechts. 1086 Arbeiter beiderlei Geschlechts waren unter 16 Jahren. Die monatliche Gesamtsumme der an Taglöhner ausgezahlten Löhne betrug im Durchschnitt £ 37.545, während vertraglich angestellte Personen (Beamte, Techniker, Vorarbeiter) im Monatsdurchschnitt £ 16.361 bezogen. Der durchschnittliche Monatsbezug von Rohmaterialien betrug während der Einkaufssaison mehr als £ 300.000, die Nettoproduktion im Jahre 1927 zirka £ 3,890.000. Das in industrielle Unternehmungen investierte Kapital (Böden, Bauten, Maschinen und laufendes Kapital) kann auf mehr als £ 3,700.000 geschätzt werden. Der Bericht erwähnt ferner eine Reihe von Daten über einzelne Fabrikunternehmungen in Palästina. So hat die Zementfabrik „Nescher" im Jahre 1928 11.459 t Zement (überwiegend nach Syrien) exportiert, während im Jahre 1927 9015 t exportiert wurden. Der lokale Markt wird von der Fabrik „Nescher" fast vollständig ver-