Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1929)
- Article
- Bilanz einer Kwuzah
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
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den Lebensbedürfnissen der Wirtschaft leicht anpassen, dazu kommt noch die Kraft, die aus der Selbständigkeit und der Freude an der Schaffung des Werkes resultieren, diese sichert der Kwuzah eine große Entwicklungsmöglichkeit. Es ist die Zeit gekommen, daß wir uns den Zahlen zuwenden, wenn wir an die Kritik der Kwuzah im Lande schreiten, diese Zahlen sprechen für sich selbst und entkräften alle Kritik, die nicht gerichtet ist auf das zentrale Hauptziel: Ob die Kwuzah sich selbst erhalten kann oder nicht. Die oben mitgeteilten Zahlen beweisen, daß die Kwuzah das Jahr mit einem Reingewinn von £ 520 abgeschlossen und dabei alle Ausgaben gedeckt hat. Vorstehend die Tabellen VII a und b, welche die Ausgaben nach Wirtschaftszweigen gruppiert enthalten, ferner Tabelle VIII mit den Einnahmen und dem — nach Abzug der Ausgaben laut Tabellen VII a und b sich ergebenden Gewinnen und Verlusten. Per Saldo ergab sich ein Gewinn von ägypt. £ 517.683. Die Erwerbung des Emek Jesreel. Von Dr. A. Ruppin, Jerusalem. Dieser Artikel konnte wegen verspäteten Eintreffens nicht mehr in der Haifa-Nummer, für die er bestimmt war, Platz finden. Die Red. Die Bemühungen, den Emek Jesreel für die jüdische Kolonisation zu erwerben, haben eine lange Vorgeschichte. Es war klar, daß dieses Gebiet, das die größte fruchtbare Ebene Palästinas darstellt, den jüdischen Kolonisationsgesellschaften von Anfang an in die Augen fallen mußte. Als im Jahre 1890 infolge der Verfolgungen in Rußland die Juden in Massen sich zur Auswanderung aus Rußland anschickten, nahm ein Teil von ihnen sich auch Palästina zum Ziel. Es bildeten sich in den größeren russischen Städten jüdische Gesellschaften mit dem Zwecke, Boden für Kolonisation in Palästina zu erwerben. Diese Gesellschaften standen in Verbindung mit dem Odessaer Komitee der Chowewe Zion, das seinerseits sein Büro in Jaffa beauftragte, für diese Gesellschaften passenden Boden in Palästina zu kaufen. Zur Ausführung des Auftrages setzte sich das Büro mit Herrn Jehoschua Hankin in Verbindung. Dieser, damals ein junger Mann von etwa 25 Jahren, hatte bereits vorher den Boden für die Kolonien Rechoboth und Chederah erworben und dabei seine Kenntnisse und seine Geschicklichkeit in solchen Verhandlungen erwiesen. Er hatte alle Kaufmöglichkeiten studiert und hatte einen Plan ausgearbeitet, um 160.000 Dunam Boden in Emek Jesreel und etwa