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Palästina · 1929-06-01 · Heft 6 (Juni 1929) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 6 (Juni 1929)
Article
Bilanz einer Kwuzah
Date
1929-06-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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treidewirtschaft hatte, die Einkünfte aus den Gemüsen sehr gering waren, das Molkereiwesen damals eine sehr kleine Viehanzahl aufwies und der Milchertrag bloß 2000 bis 2230 Liter im Laufe einer Saison erreichte. Heute betragen die Einkünfte aus den Gemüsen £ 1508, der Molkerei, bloß für Milch, £ 1611 und der Ertrag der Kühe erreichte 2878 Liter wahrend einer Saison. 3. Es wird interessant sein, hier zu bemerken, daß von den £ 1624.513, welche die Kwuzah für die Selbsterhaltung aufgegeben hat, die Wirtschaft £ 875.500 aus eigenen Produkten zur Verfügung gestellt hat, was also mehr als 50% ausmacht. Die Erhaltung der Arbeitstiere im Werte von £ 252 stammte vollständig aus den Produkten der Wirtschaft und von der Ernährung der Milchtiere im Betrage von £ 1390 stammten £ 900 aus den Erträgnissen der Wirtschaft. Diese Zahlen sind beinahe Maximalzahlen. Das Streben der Wirtschaft nach Selbsternährung hat eine bedeutende ökonomische Seite und ist auch wichtig für die Frage des Ausbaues einer selbständigen nationalen Wirtschaft. 4. Die Wirtschaft ernährte 92 Seelen. Sie hat ausgegeben: Für Amortisationen zirka........ £ 500 Medizinische Hilfe........... £ 225 Hilfe für die Verwandten der Chawerim . - . £ 108 Regierungssteuern: Oscher 78.285, Werkosteuer 26.815.............. £ 105 Für Versicherung des Viehs und Veterinärhilfe £ 125 zusammen ... £ 1063 Abgesehen von den Ausgaben für Transport mit der Bahn und Provision, welche zusammen £ 250 ausmachen. 5. Eine Wirtschaft dieses Typus benötigt für jede Familie 1 Dunam für Pflanzungen, 1 Dunam Bananen und 4 Dunam Weintrauben, in der hier besprochenen Wirtschaft gibt es insgesamt 3V2 Dunam Bananen, Weintrauben überhaupt nicht, wenig Orangen und Zitronen sowie Oliven, die seinerzeit bloß versuchsweise angebaut wurden und noch heute nicht als Einkommenszweig gelten. Die Anpflanzung ist zwar bereits erfolgt, aber Einkünfte werden erst in einigen Jahren zu verzeichnen sein. 6. Aus dem Obengesagten ist ersichtlich, daß die Kritik, die von allen Seiten, hauptsächlich in der letzten Zeit, wegen mangelnder Rentabilität der Kwuzah-Wirtschaft gehört wurde, der Grundlage entbehrt. Die Kwuzah-Wirtschaft hat all jene guten Eigenschaften, die die Großbetriebe in der ganzen Welt besitzen, weil sie elastisch sind und sich

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