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Palästina · 1929-06-01 · Heft 6 (Juni 1929) · p. 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 6 (Juni 1929)
Date
1929-06-01
Page
1 (sequence 3)
Language
German
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PALÄSTINA MONATSSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XII. JAHRG. (Neue Folge, III. Jahrg.) JUNI 1929 / NR. 6 Bilanz einer Kwuzah. Von Jehoschua Manoach, Daganiah A. Ich beabsichtige, die Bilanz einer Kwuzah in Palästina für das Jahr 1927 darzustellen, wie sie sich in Zahlen ergibt. Über die Kwuzah wurde bereits sehr viel gesprochen, jedoch immer aus einer Empfindung heraus. Diesmal will ich vielleicht als erster das Leben eines Jahres in Zahlen schildern, einleitend jedoch einiges zum Verständnis der Organisation und des Aufbaues einer Kwuzah sagen. Der Name Kwuzah war ohne jeden Inhalt, bis sie durch eine Schar von Menschen begründet wurde, die es übernommen hatte, den Boden im Jordantale, der heute Daganiah heißt, zu bearbeiten. In Daganiah ist noch der ursprüngliche Vertrag zwischen dieser ersten Gruppe und Dr. Ruppin namens des Palästinaamtes vorhanden, der folgendermaßen beginnt: „Personen, die weiter unten Kwuzah genannt werden" . . . Dieser Name, der also im Vertrag bloß aus juristischen Gründen aufgenommen worden war, wurde im Laufe der Zeit mit einem lebendigen und reich gegliederten Inhalt gefüllt. Die Kwuzah umfaßt die Lehre einer ganzen Lebensform, die man selbst in einigen Artikeln nicht gründlich erschöpfen kann. Und je mehr die Kwuzah durch lebendige Experimente bereichert wird und ihre Form vervollkommnet, bereichert sich dadurch auch ihr Begriff. Dieser Begriff „Kwuzah" besteht bereits seit 20 Jahren, aber bis zum Weltkrieg und während desselben war sein Inhalt nebelhaft. Er war ein Ausdruck für eine Menschengruppe, die zu gewissen Jahreszeiten landwirtschaftliche Arbeit verrichtete. Im Winter arbeitete eine kleine Zahl und im Sommer — zur Zeit der Erbsenpflücke und der Getreideernte — eine größere. Es handelte sich also um eine Gruppe, die Arbeiter beschäftigte und durch eine Anzahl aktiver Menschen geführt wurde, die sich ständig, Sommer und Winter, dort befanden. Die Wirt-

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