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Palästina · 1929-04-01 · Heft 4-5 (April 1929) · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 4-5 (April 1929)
Article
Die Tote-Meer-Ausbeute [Nachricht]
Date
1929-04-01
Page
Seite 85 (sequence 1)
Language
German
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INDUSTRIE. Die Tote-Meer-Ausbeute. In Nr. 2 von „Palestine" schreibt Ing. Isr. Melamed über dieses Thema. Nach einem Überblick über die Geschichte der Konzessionswerbungen, des chemischen Gehaltes des Wassers, der Konkurrenzverhältnisse resümiert er wie folgt: Der Erfolg hängt nicht von technischen oder industriellen, sondern von rein wirtschaftlichen Fragen ab. Wenn die Gesellschaft die Mittel haben wird, eine Bahnlinie vom Toten Meer nach Beisan zu bauen (hier folgte der Übergang auf die Bahn nach Haifa), so würde das genügen, um eine Rentabilität zu erzielen. Da die Produktion im Anfang nicht höher sein wird als 30% der Weltproduktion, so wird sie von Palästina und den umliegenden Ländern leicht aufgenommen werden können. Bis sie 1 Million Tonnen, das sind 30% der Weltproduktion, erreichen wird, wird auch wahrscheinlich der Weltbedarf entsprechend gestiegen sein. Auch wird die Ausbeute der Pottasche wesentlich unterstützt werden durch Verkauf der Nebenprodukte, zuerst in rohem Zustand, später in Form gereinigter Salze, wenn elektrochemische Fabriken eingerichtet sein werden. Wenn man sich auch jetzt keine goldenen Berge versprechen kann, so ist doch die Ausbeute der Salze des Toten Meeres ein solides Unternehmen, das ungeheure Zukunftsaussichten hat. (Auch Lord Melchett hat in der letzten Oberhausdebatte erklärt, daß die Pottascheausbeute im Anfang noch kein besonders lukratives Unternehmen sein wird. — Die Red.) Der Stromverbrauch. Nach einer Mitteilung des Keren Hajessod Bulletins war die Stromabgabe der Rutenbergstation in den letzten zwei Jahren die folgende: Tel- Aviv H a i f a Tib e r i a s 1927 1928 1927 1928 1927 1928 Zahl der Verbraucher . 5.324 5.811 1.906 2.170 227 246 Wohnungslampen . . . . 58.323 61.793 20.856 23.074 2.679 2.989 500 605 281 344 96 98 Motoren im Gebrauch 623 723 222 291 7 8 Die Zahl der Handwerker. In einem Artikel über die schlechte Lage der Handwerker (im „Haaretz" vom 8. Februar) gibt Kahanowitz deren Zahl auf 4000 an (davon 2000 in Tel-Aviv). Davon sind 20% Bauhandwerker, 18% Tischler, 15% Schneider, 13% Schuhmacher. HANDEL UND KONSUM. Lebenskostenindex. 1922: Jänner.......... 100 % 1928: November ....... 75.6% Dezember........ 75.3% 1929: Jänner ......... 75.7% Die Jahresdurchschnittszahlen sind in Prozenten (Jänner 1922 — 100): 1922 . . . 88.2 1926 . . . 82.1 1923 . . . 76.6 1927 . . . 77.4 1924 . . . 79.4 1928 ... 74 1925 . . . 83.8

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