Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1929)
- Article
- Die Rolle des Keren Kajemeth bei Entwicklung der Haifa-Bay
- Date
- 1929-04-01
- Page
- Seite 55 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379874-2379878-2388964--08903-2389191- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
der Nutzen. Alle Elemente, die bei der Produktion des Artikels verbraucht wurden, werden durch eine Belastung des Artikels mit dem bei seiner Produktion verausgabten Betrag amortisiert — der Betrag des verbrauchten und bezahlten Rohmaterials, der entsprechende Teil der Abnutzung der Maschinen bei der Produktion, die Arbeit usw. Das einzige Element, das weder ganz noch teilweise beim Produktionsprozeß aufgebraucht wird, ist das Kapital. Kapital wird zeitweise gebraucht. Es wird in Form von Rohmaterial, Arbeit usw. für die Zeit, die zur Herstellung und zum Verkauf des Artikels gebraucht wird, in demselben investiert. Kapital wird also gebraucht, aber nicht verbraucht, das heißt nicht konsumiert. Für diesen Gebrauch wird ein entsprechender Betrag für seine Verzinsung dem Preis für den Artikel hinzugerechnet; das Kapital selbst wird auf den Artikel nicht aufgeschlagen. So enthalten die Kosten des Artikels eine gerechtfertigte Berechnung alles dessen, was zu seiner Herstellung gebraucht und verbraucht wurde.. Sie enthalten keine willkürlichen Aufschläge für irgend etwas, das — sei es ganz oder teilweise — nicht gebraucht oder verbraucht wurde, ausgenommen den Nutzen für den Produzenten. Willkürliche Aufschläge würden künstlich in die Höhe getriebene, unverhältnismäßige Preise zur Folge haben. Eine gleiche Überlegung ist bei dem landwirtschaftlichen Prozeß insofern anwendbar, als es sich um die Analysierung der Kosten des produzierten Artikels handelt. Der Boden nimmt aber im landwirtschaftlichen Produktionsprozeß einen von allen anderen Elementen, wie Rohstoffe, Arbeit, Geräte usw., völlig verschiedenen Platz ein. Während die anderen Elemente ganz oder teilweise verbraucht werden, ebenso wie beim industriellen Produktionsprozeß, bleibt der Boden unzerstörbar. Seine Fruchtbarkeit wird allerdings aufgezehrt, aber die Fruchtbarkeit des Bodens ist nicht ein Teil desselben in dem Sinne, daß sie mit ihm gleichbedeutend ist, wie z. B. ein Meter Stoff ein Teil des Stückes Stoff ist, das bei der Herstellung eines Kleides gebraucht wird. Für diesen Verbrauch der Fruchtbarkeit des Bodens (die ihm wieder zurückgegeben werden muß) soll auf das Bodenprodukt ein Aufschlag gemacht und dem Preise hinzugerechnet werden. Aber die Benutzung der Fruchtbarkeit des Bodens ist „zu unterscheiden von dem Verbrauch des Bodens selbst, der nicht eintreten kann. Daher ist ein Aufschlag für Boden unzulässig. So zeigt der Vergleich des Ablaufes des landwirtschaftliche» Prozesses mit irgendeinem anderen Produktionsprozeß, daß die aufgewendeten Materialien und Energien greifbar und abgrenzbar sind. Mit an-