Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1929)
- Article
- Jüdische und nichtjüdische Arbeit [Nachricht]
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 78 (sequence 1)
- Language
- German
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ARBEIT. Jüdische und nichtjüdische Arbeit. Der „Kuntres" vom 7. Schewat enthält statistische Angaben über die Verteilung jüdischer und arabischer Arbeit in den PEanzungskolonien auf Grund einer Zählung der statistischen Abteilung der Histadruth, die in den Monaten November-Dezember 1928 (vor Beginn der Pflücksaison) aufgenommen wurde. Hierdurch gab es in den Kolonien Kfar Ganim (265 Dunam), En Ganim (524 Dunam), Herzliah (994 Dunam), Kfar Saba (1694 Dunam), Magdiel (1061 Dunam), Raananiah (424 Dunam) — im ganzen 4962 Dunam — rein jüdische Arbeit; in den Kolonien Ramath Gan und Bne Barak ist die überwiegende Zahl der Arbeiter Juden. Demgegenüber ist die Arbeit in den Kolonien Rischon le Zion, Gederah, Sichron Jacob, Jabneel, Kfar Tabor, Rosch Pinah und anderen rein arabisch, bis auf je 50 Arbeiter in Rischon und Sichroii, die aber nicht in Pflanzungen, sotidern mit anderer landwirtschaftlicher Arbeit beschäftigt sind. Über die fünf Kolonien Petach Tikwah, Rechoboth, Nes Zionah, Chederah und Benjaminali, bei denen jüdische und arabische Arbeit nebeneinander vorkommen, unterrichtet die folgende Tabelle (in Dunam): Rein jüdische Arbeit Größtenteils jüdische Arbeit Halb jüdische Arbeit Größtenteils arabisdie Arbeit Rein arabische Arbeit Unbekannt oder Selbstarbeit Summe Petach Tikwah . 1846 721 501 2445 2829 139 8.481 Rechoboth . 3139 588 65 170 613 385 4.560 Nes Zionah . 284 549 410 1103 1519 717 4.583 Chederah . . 590 1509 1802 5110 4643 53 13.699 Benjaminah . 4008 — 378 286 2184 — 6-858 9867 3367 3156 9114 11.788 1294 38.181 Die Differenzen in Petach Tikwah. Der Waad Leumi hat eine Kommission eingesetzt, welche die Streitfragen mit beiden Teilen beraten soll. (Siehe auch Rundschau: Politik.) Der Arbeitslohn bei den Regierungsarbeiten. Wie „Kapay" ausführt, sind bei Regierungsarbeiten in den letzten Jahren rund 1000 jüdische Arbeiter beschäftigt gewesen, davon 500 im Norddistrikt. In diesem war der Arbeitsverdienst durchschnittlich 30 Groschen (6 Mark) pro Tag (von 22 bis 45). Bei der Eisenbahnarbeit kann der Jude als einzelner nicht konkurrieren, da dort „Schwarzarbeit" zu 17 bis 18 Groschen geleistet wird. Aber bei Akkordübernahme durch jüdische Gruppen ist es möglich, ohne Mehrkosten für die Bahn wegen höherer Leistungsfähigkeit der Juden 30 Groschen pro Kopf zu erzielen. Von den Arbeiterinnen. Das jüngst erschienene Buch von Ada Fischmann über die Arbeiterinnenbewegung enthält eine große Anzahl von Ziffern und Daten, aus welchen wir folgende anführen: Die Zahl der Arbeiterinnen. Nachstehende Aufstellung zeigt die rasche Zunahme des weiblichen Elements in der Arbeiterschaft. DavoninStädten Am Laude Jahr Zahl Haus- Gewerbe Industrie Hauswirt- Privat- Arbeiterwirtschaft kolonien kolonien schaft 1918 680 359 321 1922 5.138 2400 1629 200 378 531 1928 13.992 6830 3535 1117 1010 1500