Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1929)
- Article
- Industrien in den Kolonien [Nachricht]
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 76 (sequence 2)
- Language
- German
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hat vollkommen aufgehört. Der Verkauf von Salz ist unter Lizenz frei. Der Preis fiel auf £ 5*— pro Tonne. 5. Holzfurnier. Aus dem Eukalyptusholz von Chedera erzeugt die Fabrik „Sehornron" (1926, Kapital f 7000) Furniere. 1926 war die Erzeugung 1000 m3 und außerdem 500 m3 Bretter, letztere werden in den heimischen Möbelfabriken verarbeitet, ferner zu Kisten für Orangen und Mazzoth. Bedenkt man, daß heute noch für £ 100.000 Holz für Orangenkisten eingeführt wird, so ist für Eukalyptuspflansung noch ein weites Feld. 6. Marmor. Außer in Jerusalem wird in der Nähe der Kolonie Metulah Marmor gebrochen, letzterer ist von hoher Qualität. Mit einer Kleinbahn werden die Steine in die Werkstätten gebracht. Palästina importiert heute noch Marmor im Werte von £ 5000 bis 6000 im Jahr. 7. Textilien. In der Kolonie Ramath Gan bei Tel-Aviv besteht seit 1924« eine Wirkerei, in Bnei Brak bei Tel-Aviv eine Kleiderfabrik (Barkai). In Bnei Brak existieren eine Menge kleinerer Heimindustrien. Die genannten Industrien sind nur die hauptsächlichsten in den Kolonien. In ihnen sind £ 350.000, das sind fast 20% der in der jüdischen Industrie im Lande veranlagten Gelder, investiert. Ruthenbergwerke. Wir haben wiederholt über diese ausführlich berichtet (der Gesamtplan mit Karten wurde im Jahrgang 1927, Seite 108 ff, mitgeteilt). Der größte Teil des Baues, bei dem 600 Arbeiter verwendet werden, ist vollendet. Dr. Löwenstein berichtete in Nr. 73 der „Neuen Welt" über die Fürsorge für die Arbeiter. Trotz des sehr heißen Klimas und der gefährlichen Malariagegend waren die Erkrankungen an Malaria nur 1'4%. Nach wie vor werden die Arbeiter für 12 Piaster reichlich verköstigt. Der Arbeitslohn der ungelernten Arbeiter ist 30 bis 35 Piaster täglich, gelernte erhalten entsprechend mehr. — In einem Interview gab Ruthenberg einige Details seiner Arbeit, die bisher weniger bekannt waren. Das im Bau befindliche Bassin hat 1*2 Millionen Quadratmeter Fläche mit einem Maximalwasserstand von 223. Die Anlage hat eine Kapazität von 1000 m3 in der Sekunde. Der Strom, der in der ersten Station erzeugt wird, wird 6300 Volt Spannung haben und auf 66.000 zur Weiterleitung transformiert werden. Tel-Aviv und Haifa haben sekundäre Leitungen in die Nachbarschaft mit 22.000 Volt. An Ort und Stelle wird auf 220/380 Volt transformiert. Die Investitionen für Bauten in den Städten. „Dawar" enthält eine Zusammenstellung über die Kapitalsinvestitionen im Bauwesen. Nach den Regierungsbericbten wurde investiert in Bauten bloß in Städten 1924 1925 1926 1927 Summe in tausend Pfund . 418 1472 278 50 2218 Jerusalem . . . . 287 233 403 413 1336 Jaffa..... 66 149 165 50 430 Haifa..... 58 114 160 80 412 Andere Städte 68 90 135 177 470 897 2058 1141 770 4866 das sind rund 5i Millionen Pfund. Wie ersichtlich, entfällt davon die Hauptmasse auf Städte mit starker jüdischer Bevölkerung. Wir haben über diese Bauinvestitionen in Nr. 8/10 1928, S. 451, detailliert berichtet und bemerken nur noch, daß 1927 von den auf „andere Städte" entfallenden f 177.000 fast die Hälfte, £ 85.800, auf