Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1929)
- Article
- Das neue Sanatorium [Nachricht]
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 75 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379874-2379877--08694-2388842- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Das neue Sanatorium. Am 1. Februar wurde vom High Gommissioner das neue Sanatorium „Elisabeth" eröffnet. Die Besitzer sind Miß Margaret Palmer und Mr. S. Feingold. Letzterer erklärte, daß der Gewinn der Unternehmung wohltätigen Zwecken gewidmet sein werde. —- Das Hotel hat auch die heißen Quellen eingeleitet. Die Regierung hat dagegen protestiert, weil sie allein das Verfügungsrecht über die Quellen habe. Gegen diesen Standpunkt wehrt sich der Stadtrat, da er schon seit jeher Wasser aus den Quellen verkauft hätte. Nazareth. Elektrische Beleuchtung. Für diese hat die Stadt mit der Ruthenberggesellschaft einen Vertrag geschlossen, wonach sie bis Ende 1929 durchgeführt werden sollte. INDUSTRIE. INDUSTRIEN IN DEN KOLONIEN. Über dieses Thema schreibt J. Rebelsky in „New Judea" V/2. Wir entnehmen dem interessanten Artikel die folgenden Angaben: 1. Weinindustrie. Investiertes Kapital zirka £ 225.000. Die Keller in Rischon und Sichron wurden 1885 von Baron Rothschild gebaut. Die Genossenschaft der Winzer von Rischon, Rechoboth, Ness Zionah, Gederah, die „Societe Cooperative Vigneronne" betreibt die Keller, wo 40.000 bis 50.000 hl pro Jahr produziert werden, das sind ein Fünftel der Gesamtweinproduktion Palästinas, von der 60% exportiert werden. Die Verluste der Märkte von Amerika und Rußland brachten allerdings eine Abnahme dieses Exportes mit sich, woran auch Mängel in der Absaizorganisation schuld sind. Der Export war im Jahre 1924: f 49.000, 1925: £ 41.000, 1926: £ 27.000, 1927 £ 22.000. Die jährliche Rosinenerzeugung kann mit 500 bis 600 t veranschlagt werden, die meist nach Ägypten exportiert werden. Export 1926: £ 2500, 1927: £ 10.000. Infolge der Abnahme der Weinindustrie wurde die Kultur von Tafeltrauben erweitert. Von den 64.000 Dunam Weinstöcken sind 80% diesen und nur 20% der Weinbereitung gewidmet. (Siehe über diese Materie den Artikel von Henry Viteies in dieser Nummer.) 2. Spiritus. Es sind fünf Fabriken vorhanden, in denen zirka £ 50.000 investiert sind, davon zwei in den Kolonien. Von reinem Alkohol konsumiert Palästina 250 bis 3001 zur Arakerzeugung, von Industriealkohol 5001, dieser wird noch eingeführt. Die Regierung setzte eine Steuer von £ 74*— für Alkohol aus Melasse, Durrah, Mais usw. fest und von nur £ 50*— für aus Früchten erzeugten, um die Pflanzungen zu ermutigen, wogegen die Industriellen Stellung nahmen. Sie versuchen jetzt, satt aus eingeführter Melasse Sprit aus heimischer Durrah oder Mais zu erzeugen, was die Fabrik in Petach Tikwah bereits erfolgreich ausführt. Sie erzeugt auch Hefe. Die Kapazität der ganzen Industrie ist 750 bis 800 t. 3. Parfümerie. Parfüm wird aus Jasmin, Thymian, Veilchen, Geranium, Rosen usw. erzeugt. Die größeren Unternehmungen sind in den Kolonien, z. B. Benjaminah (gegründet von der Pica, Kapital £ 15.000), Artuf (gegründet 1900, Kapital £ 5000). Der Nettoertrag von */* Dunam Jasmin in der Kolonie Benjaminah war £ 25.—. Die Kapazität der Fabrik ist 1500 bis 2000 kg Blumen im Tag, doch verarbeitet sie heute erst 100 kg. Export hauptsächlich nach Frankreich. 4. Salz. (Über die Salzfabrik von Atlit haben wir wiederholt berichtet.) Kapital £ 60.000, zwei große, 38 kleine Bassins, Fläche der Gesamtanlage 3370 Dunam, Kapazität 12.000 t, gegenwärtige Erzeugung 6000 t. Der Import von Salz, 1922: 5143 t,