Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1929)
- Article
- Die Ersparnisse beim Orangentransport nach dem Bau des Haifaer Hafens [Nachricht]
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 68 (sequence 2)
- Language
- German
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- Haifa 3× ep/1047930
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seiner offenen Reede können die Schiffe beidseitig zugleich beladen werden, also (bei ruhiger See) doppelt so schnell wie in Haifa. Die Verkehrsstraßen. In der Motornr. von „Palestine and Near East" schreibt Lag. S. Ettinger über die Verkehrsstraßen. Auf 1 km Bahn entfallen in Palästina Chausseen in der Länge von 0*5 km, in Frankreich 11*5, England 7*8, Deutschland 3*6, Rußland 0*3. Die meisten Chausseen sind in Palästina makadamisiert, weil dies am billigsten komme (2500 £ für 1 km). Die Haltbarkeit ist aber wegen des Klimas eine schlechte. Man ging deshalb von der Steinmakadamisierung zu der bituminösen über (Asphalt), die aber auch infolge des Klimas stark leidet, so daß die Aufwendungen zur Instandhaltung enorm sind (sie sind dreimal so hoch wie z. B. in Amerika). Neuerdings sind in Tel- Aviv vielversprechende Versuche mit zementierten Straßen gemacht worden. Die künstlich hergestellten Chausseen machen aber nur 20% des heute zirka 700 km (1921: 460, 1925: 600) betragenden Landstraßennetzes aus. Der Autor hält zu dessen Ausbau noch folgende Arbeiten für nötig: 1. Vollendung der Straße Jaffa—Tel-Aviv— Haifa durch Verbindung von Petach Tikwah über Ein Chai mit der Straße Tulkeram —Haifa oder besser Benjamina—Haifa. 2. Fortsetzung der Straße Jaffa—Beth Djan —Rischon le Zion Rechoboth nach Gaza und von da nach Khan Junis. 3, Fortsetzung der Straße Haifa—Nazareth von der Kischonbrücke durch Afule nach Beisan und Zemach. 4. Bau einer Straße längs des Jordantals zur Verbindung der Tote-Meer- Gegend mit Haifa über Jericho und Beisan. Diese Bauten würden sich auf zirka 400 bis 450 km erstrecken, die Kosten 1 bis l1/* Millionen Pfund betragen. Zusammen mit sekundären Linien würde die Gesamtlänge der neuen Straßen auf 550 bis 600 km anwachsen, die Kosten auf P/2 Millionen Pfund. Neuer Straßenbau Haifa—Meggiddo. Die „Ziko" meldet: Das Departement für öffentliche Arbeiten des Distrikts Haifa hat von der Regierung den Auftrag erhalten, sofort mit dem Bau einer Straße von Haifa nach Meggiddo zu beginnen. Die neue Straße wird bei der Kischonbrücke von der Straße Haifa—Nazareth abzweigen und eine Länge von 20 km haben. Der Auftrag der Regierung steht mit dem Besuch des jungen Rockefeller in Zusammenhang, der Anfang März nach Palästina kommen will, um die Ausgrabungen der Universität Chikago bei Meggiddo zu besichtigen. Da der Weg dorthin um diese Zeit infolge der Regengüsse gewöhnlich unpassierbar ist, hat die Regierung sich dazu entschlossen, mit größter Beschleunigung eine Fahrstraße anzulegen, die die Benützung bei jedem Wetter erlaubt. An dem Straßenbau sind bereits 200 Arbeiter beschäftigt. Von jüdischen Siedlungspunkten wird allein die Siedlung Mischmar Hamek durch die neue Straße pofitieren, da sie bisher in der Regenzeit von jeder Verbindung abgeschnitten war. Die Straße Jawniel-Kinereth ist vor kurzem fertiggestellt worden. Am Bau waren 50 Arbeiter durch ein Jahr beschäftigt. Durch sie werden die Kolonien in Untergaliläa mit der Straße Tiberias-Zemach verbunden, so daß ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse leicht zu dieser letzteren Eisenbahnstation gebracht werden können. In Jawniel soll auch ein Postamt errichtet werden. Touristenautobusse. Der P. & E. Lloyd hat solche nach allen sehenswürdigen Plätzen Palästinas zu außerordentlich billigen Preisen eingeführt. Die Verbindung mit Irak. Die Post vom Irak nach Palästina und dem Mittelmeer wurde bisher über Damaskus geführt (Syrien), wird aber jetzt über Rutha (Irak) sowie Kasr-el-Azrak, Rabat Amman (Transjordanien) nach Jerusalem und Jaffa gehen, was eine Beschleunigung und Verbilligung bedeutet, über diese Route schreibt unser Mitarbeiter Dr. Hans Kohn in der „Frankfurter Zeitung", daß die Automobilver-