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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 67

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Verschiebung des Baues von Hafen und Pipeline? [Nachricht]
Date
1929-02-01
Page
Seite 67 (sequence 1)
Language
German
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Verschiebung des Baues von Hafen und Pipeline? Die „Täglichen Berichte aus der Petroleumindustrie''" Nr. 32 vom 7. Februar 1929 bringen folgende Nachricht: „Die Arbeiten am Hafen von Haifa haben eine Unterbrechung erfahren, und zwar auf Grund eines Protestes der französischen Regierung gegen die Festlegung der Linie Mossul—Haifa für die auf Grund des Erdölabkommens von San Remo zu legende Pipeline. Französischerseits wird dieser Protest damit begründet, daß die Verwendung der aus einer Anleihe im Mandatsgebiet bewilligten Mittel nur dem Völkerbund zustehe und daß vor allem die Linie Mossul—Alexandrette wirtschaftlicher sei. Zwischen Frankreich und England schweben bereits Verhandlungen zur Bereinigung dieser Frage." — Auch Tagesblätter, wie die „Vossische Zeitung", brachten ähnliche Nachrichten, hingegen hat der neue Oberkommissär erst vor wenigen Tagen erklärt, daß mit dem Bau des Hafens sofort begonnen werden wird. Für die gelernte Arbeit sollen Juden, für-die ungelernte Araber beschäftigt v/erden. Ebenso äußerte er sich einer Abordnung der jüdischen Handelskammer von Haifa gegenüber, daß nach den telegraphischen Nachrichten aus London die Schwierigkeiten, die dem Beginn des Hafenbaues bisher im Wege gestanden hatten, nunmehr beseitigt seien, und er selbst erwarte jeden Tag eine ausführliche schriftliche Bestätigung, nach deren Erhalt sofort mit dem Bau begonnen werden könne. Die Frage der Röhrenleitung von Mossul und der Eisenbahn von Bagdad nach Haifa seien von den großen Gesellschaften abhängig, die an diesen Verkehrsprojekten interessiert seien. Er glaube bestimmt, daß der Endpunkt dieser Linien in Haifa liegen v/erde. Was getan werden könne, um Haifa Anziehungskraft für diese Gesellschaften zu verschaffen, werde erfolgen, und alles spreche dafür, daß diese Stadt künftig ein Sitz großer Industrien und ein gewerbliches und kommerzielles Zentrum sein werde. Die Ersparnisse beim Orangentransport nach dem Bau des Hafaier Hafens. Der Direktor der „Pardess-Gesellschaft, J. Rockach, hielt über dieses Thema kürzlich einen Vortrag in Tel-Aviv, den er zum Teil auch in der Zeitschrift „Hehadar44 (Dezember 1928) veröffentlichte. In Jaffa fehlt es an lichten und luftigen Magazinen. In Haifa werden solche, mit Kühlanlagen versehen, errichtet wrerden. In Jaffa werden die Kisten vermittels Booten (Leichler) an Bord gebracht, in Haifa wird die Bahn direkt bis an die Schiffe herankommen. In Jaffa kann man den Transport nicht regulär organisieren, da bei starkem Seegang die Schiffe nicht näherkommen können. Man muß mit Verspätungen und sonstigen Verlusten rechnen. Jaffa wird wegen der schlechten Verhältnisse von relativ wenigen Schiffen angelaufen, so daß die Frachtratenkonkurrenz gering, die Frachtsätze daher zu hoch sind. Wenn der Hafen gebaut sein wird, werden von der Saison 1931/32 angefangen 3 Millionen Kisten Orangen zur Verschiffung gelangen. R. schätzt die Ersparnisse durch die Benützung des neuen Hafens wie folgt: 1. Transport zum Schiff 191/., statt 33 Müs pro Kiste, 2. Fracht nach England 6S*U statt 933/* Müs. Diese beiden Ersparnisse zusammen (381/,, Müs pro Kiste) Werden schon allein 115.500 £ pro Jahr ausmachen. 3. Wenn die Kisten nicht mehr so zu leiden haben werden, so werden leichtere Kisten verwendet werden können. Ersparnis 25.000 £. 4. Diese Kisten werden bei Kontrolle in England nicht geöffnet werden müssen wie die jetzigen, stark genagelten. Ersparnis 25.000 £. 5. Der Wert der Transportschäden, die jetzt außerordentlich hoch sind, wird bei drei Millionen Kisten um 89.400 £ ermäßigt werden. Die Summe der Ersparnisse wäre nicht weniger als 254.000 £. Sollte aber der Hafen von Haifa nicht alle nötigen Einrichtungen erhalten, so wird er nur einen Teil der Frucht an sich ziehen. Man wird dann einen Druck auf die Regierung ausüben müssen, damit der Hafen von Jaffa verbessert werde. Dieser hat einen Vorteil vor dem Hafen von Haifa voraus. Auf

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