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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 63

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Frage des Parlaments [Nachricht]
Date
1929-02-01
Page
Seite 63 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Nachrichten und Daten Abgeschlossen am 15. Feber 1929 POLITIK. Die Frage des Parlaments. In einer Audienz der arabischen Delegation vom 3. Jänner sagte der neue High Commissioner, daß die Frage so bedeutsam sei, daß er sie genauest prüfen müsse. Er werde im Sommer Gelegenheit haben, in London darüber mit dem Staatssekretär für Kolonien zu beraten. (Siehe auch Rundschau: Politik in dieser Nummer.) Die Einbürgerung. Im Laufe des Monates Dezember wurden von dem Immigrations- Departement der Regierung 1005 Naturalisierungszertifikate ausgegeben. — In den Monaten September bis Dezember sind insgesamt 2678 Einbürgerungen vorgenommen worden. Die englischen Streitkräfte in Palästina. Auf Anfrage erklärte der Minister für Luftwesen Sir Samuel Hoare im britischen Unterhaus: Die britischen Streitkräfte in Palästina und Transjordanien bestehen aus einer Schwadron Luftstreitkräften und einer Abteilung Panzerautomobile. Die Auslieferungsverträge. Die „Official Gazette" vom 1. Februar veröffentlichte eine Bekanntmachung des High Commissioners, nach der die Auslieferungsverträge zwischen Großbritannien und 17 anderen Staaten auch auf Palästina Anwendung finden werden. Unter diesen Ländern befinden sich Österreich, Belgien, Chile, Griechenland, Holland, Ungarn, Jugoslawien, Spanien. Verurteilung von Kommunisten. Der in Tel-Aviv stattgefundene Prozeß gegen eine Anzahl wegen kommunistischer Propaganda angeklagter Personen endete mit harten Strafen für die Angeklagten. Drei von diesen wurden zu je zwei Monaten Gefängnis und je zehn Pfund Geldstrafe sowie zur Landesverweisung nach Verbüßung der Strafe verurteilt. Zwei Juden und ein Araber erhielten weiters je 50 Tage Gefängnis; diese Strafe kann in eine Geldbuße von zehn Pfund umgewandelt werden. Transjordanien. Die innerpolitische Lage. Hierüber schrieb Josef Friedfeld in Nummer 3 der „Jüdischen Rundschau". Er bespricht die Protestbewegung gegen den Vertrag mit England und die Verfassung, die sich hauptsächlich gegen den Ministerpräsidenten Hassan Chalid Pascha, nicht gegen den Emir selbst richtete. Die ausgeschriebenen Parlamentswahlen, trotzdem sie auf streng demokratischer Basis hätten stattfinden sollen, wurden boykottiert. Die Städte, vor allem Amman, Kerak und Irbid, haben eine gute nationale Organisation. Im Juli fand auch ein nationaler Kongreß statt. Es wurde die volle Souveränität verlangt, das Mandat, die Balfour-Deklaration und die von „fremder" Seite ausgeschriebene Militärdienstpflicht abgelehnt. Da mangels der Wahl einer Volksvertretung der Vertrag mit Großbritannien, auf dem auch die Verfassung basiert, nicht ratifiziert werden kann, ist diese noch nicht in Kraft getreten. (Den Inhalt des Vertrages haben wir in Nr. 5/7, Seite 298, mitgeteilt.) ÖFFENTLICHE VERWALTUNG. Die Finanzen der Regierung. Die Administration veröffentlicht zum ersten Male den jährlichen Briefwechsel zwischen dem High Commissioner und dem Colonial Office in London. Der Briefwechsel geht besonders ausführlich auf die Entwicklung

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