Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1929-01-01 · Heft 1 (Januar 1929) · p. Seite 57

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 1 (Januar 1929)
Article
Sanitätswesen im Emek Jesreel [Nachricht]
Date
1929-01-01
Page
Seite 57 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379874-2379876--08464-2388457
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Sanitätswesen im Emek Jesreel. Die Gesundheitsverhältnisse an den verschiedenen Siedlungspunkten im Emek Jesreel haben sich im Laufe des letzten Jahres wesentlich gebessert. Selbst an Stellen, an denen die Malaria zuvor epidemisch auftrat, gab es nur vereinzelte Fälle von Neuerkrankungen. Dieser große Fortschritt ist vor allem der Entsumpfungsarbeit des Keren Kayemeth und dem energischen Kampf gegen die Krankheitsüberträger zu verdanken. — In den Monaten Juli/August gab es im Emek eine Anzahl von Typhusfällen. Das schnelle Eingreifen der Kupat Cholim konnte eine Ausdehnung der Erkrankungen verhindern; alle von der Krankheit Ergriffenen gesundeten. Auch die hygienischen Verhältnisse in den Emek-Siedlungen haben im Laufe dieses Jahres verschiedene Verbesserungen erfahren, wodurch der allgemeine Gesundheitszustand günstig beeinflußt wurde. Der Bau des Zentralen Emek-Hospitals. In diesem Jahre wird der erste Teil des Planes für das Emek-Hospital zur Ausführung gelangen. In dem zweistöckigen Gebäude, das zurzeit in Angriff genommen ist, werden vorerst die interne Abteilung und die Kinderabteilung untergebracht werden. In dem Wirtschaftsgebäude, dessen Bau binnen kurzem begonnen wird, werden sich Küche, Eßzimmer, Lagerräume, Kühlraum usw. befinden. Der Bauplan ist von den Haifaer Architekten Bärwald und Neumann entworfen. Die Anlagekosten beider Gebäude belaufen sich auf £ 9000, von denen £ 5000 aus Spenden jüdischer Ärzte in Amerika, £ 3000 durch den Keren Hajessod (aus einem jüdischen Spendenfonds in Schanghai) und £ 1000 aus Beiträgen der Siedlungen im Emek stammen. — Ende des nächsten Sommers wird das Ein-Charoder-Krankenhaus in das neue Zentrale Emek-Hospital überführt werden können. Die Zahl der Ärzte. Wir haben hierüber in Nr. 5/7 1928 ausführlich berichtet. Von den dort genannten 405 jüdischen Ärzten waren 127 Frauen. — 7 Ärzte stehen im Regierungsdienst, 66 arbeiten in der Hadassah, 24 in der Kupath Cholim, während 17 ihren Beruf nicht ausüben. Auf die drei Städte verteilen sich die jüdischen Ärzte folgendermaßen: Jerusalem 98, Jaffa, Tel-Aviv 234, Haifa 56. VERSCHIEDENE NACHRICHTEN. Die jüdisch-philanthropischen Anstalten. Direktor Harry Viteies, der bekannte volkswirtschaftliche Schriftsteller und Statistiker, hat eine Enquete über diese veranstaltet, die sehr interessante Ergebnisse erzielt hat. Vorläufig werden dieselben nicht publiziert, doch ist unserer Redaktion Einblick in die Aufnahmen gegeben worden. Die 160 Anstalten, die Auskunft gegeben haben, gliederten sich wie folgt: Anstalten Jahresdavon davon aus den USA budget £ Jerusalem (für Jerusalem) Erziehung...... 39 89.480 78.810 51.220 Kolelim und lokale religiöse Kommunen..... 35 82.498 80.148 55.853 Sanitätshilfsvereine ... 21 40.150 35.000 19.250 Waisenhilfe...... 8 24.120 21.700 17.192 Philanthrop. Gesellschaften 25 22.890 16.670 11.669 Altersheime...... 3 16.200 14.000 9.800 Kinderfürsorge..... 10 11.550 5.900 1.475 Leihkassen...... 19 *) — -— 160 286.888 252.228 166.459 *) Arbeitendes Kapital: £ 59.884.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.