Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Kapay Jedioth [Nachricht]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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her hektographiert verbreitet worden. Ab 1. November erschien sie in hübscher Ausstattung gedruckt und illustriert. (Adresse Kapay, Tel-Aviv, Preis $ 2.50 pro Jahr.) Ein Organ des ägyptischen „WAFD" in Palästina. Die arabische Wochenschrift „El Akdam", die während der letzten zwei Jahre in Haifa erschienen ist, wird nun in Jaffa zweimal wöchentlich als Organ der ägyptischen Oppositionspartei „Wafd" herausgegeben. öen Juden gegenüber nimmt das Blatt seit der Umwandlung keine ausgesprochene Stellung ein, sondern begnügt sich mit gelegentlichen Hinweisen, wobei mitunter auch die „guten Leistungen" der Zionisten hervorgehoben werden. Die Herausgabe des Blattes -erfolgt deshalb in Palästina, weil die Presse der „Wafd-Partei" in Ägypten stark unter der Zensur zu leiden hat. Neue Wochenschriften in Palästina. Die in Jerusalem erscheinende Wochenschrift „Palestine Weekly" wird künftig als illustrierte Wochenschrift erscheinen und eine Sonderbeilage für Tagesnachrichten enthalten. Eine illustrierte hebräische Ausgabe der Zeitung soll künftig zweimal wöchentlich erscheinen. — Im Verlag des „Solei" wird ferner demnächst eine illustrierte Wochenschrift für Humor und Satire erscheinen. Die Regierung mißtraut „Doar Hajom". Der Verlag der Jerusalemer hebräischen Tageszeitung „Doar Hajom" wurde von der Regierung aufgefordert, eine Summe von £ 100 als Garantie gemäß dem noch geltenden ottomanischen Gesetz zu hinterlegen. Diese Maßnahme der Regierung, die sich ausschließlich gegen „Doar Hajom" richtet, hat im Lande großes Aufsehen erregt; man bringt sie in Zusammenhang mit der neuen politischen Richtung der Zeitung „Doar Hajom", die durch die Übernahme der Redaktion durch Wladimir Jabotinsky bedingt ist. (Jabotinsky, der Organisator der jüdischen Legionen im Weltkrieg, ist bei den Pogromen in Jaffa 1921 wegen Führung des bewaffneten Widerstandes der Juden verurteilt gewesen, wurde aber begnadigt. Er erhielt nur schwer die Erlaubnis zur Rückkehr nach Palästina, gegen welche die arabischen Zeitungen heftig protestierten. In der zionistischen Bewegung ist Jabotinsky, der Schöpfer und Führer der sogenannten revisionistischen Richtung, die ein schärferes Auftreten gegenüber der Mandatarmacht verlangt. Gegenwärtig sympathisiert er mit der Idee von Col. Wedgwood, daß das jüdische Palästina englisches Dominion werden soll. — Die Red.) Eine Zeitschrift für die hebräische Sprache. Die hebräische Sprachkommission veröffentlicht seit ihrer Reorganisation eine Vierteljahrsschrift, die den verschiedenen Problemen der hebräischen Sprache gewidmet ist. Bisher erschienen zwei Hefte und ein drittes wird in kurzer Zeit erscheinen. Zu den Mitarbeitern der Zeitschrift gehören Prof. Klausner, Dr. Segal, Dr. Zifroni, Prof. Kraus, Dr. Masia, David Yellin, Professor Kaminka, Gh. N. Bialik und andere. Die Kommission hat auch den ersten Teil des hebräischen Wörterbuches herausgegeben, das durch die Herren Schifris und Grünfeld unter Mitarbeit von Ch. N. Bialik und Joseph Tischler bearbeitet wird. SANITÄT. Reduzierung des Krankenhauses in Tel-Aviv. Wegen Ersparungsmaßnahmen bei Hassadah (wir haben über die Kürzung des Budgets wiederholt berichtet) wurde die Zahl der Betten im Spital von Tel-Aviv um 20 verkleinert.