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Palästina · 1929-01-01 · Heft 1 (Januar 1929) · p. Seite 53

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 1 (Januar 1929)
Article
Die Tätigkeit der APC in bezug auf Industriekredite
Date
1929-01-01
Page
Seite 53 (sequence 3)
Language
German
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Frage: Welche Aufgabe bleibt unter solchen Umständen noch übrig für die in Amerika neugegründete Industriebank? Antwort: Das weiß ich nicht. Die Mittel, die die Industrie beim jetzigen Stande noch erfordert, werden von den maßgebenden Vertretern der Industrie auf weniger als £ 50.000 geschätzt. Ein solcher Betrag steht denjenigen Institutionen, die sich heute der Kreditgewährung widmen, ohne weiteres zur Verfügung. Frage: Aber ist es nicht eine Tatsache, daß in der Industrie noch immer die Meinung herrscht, daß sie nicht genügend mit Kredit versorgt wird und daß die Banken die Bedeutung des Industriekredits nicht anerkennen? Antwort : Ja. Das wird sich niemals ganz vermeiden lassen. Die ganze Industrie ist nur wenige Jahre alt. Die Versuche der ersten fünf Jahre nach dem Kriege waren nur wenig seriös, haben aber die Banken, wie man nur allzu schnell vergißt, viel Geld gekostet. Wenn die Organisierung des Kredits wenige Jahre, nachdem die Industrie etabliert ist, erfolgt, so mußte, im natürlichen Laufe der Dinge, eine kurze Periode der Unzufriedenheit vorangehen. Schon jetzt aber weiß jeder, daß die Klagen über Kreditmangel viel weniger laut sind als vor zwei Jahren, und man kann ruhig annehmen, daß man sie in noch einem Jahre in der Industrie fast ebensowenig hören wird wie heute im Handel. Jeder ernste Kaufmann wird heute zugeben, daß es für den Handel keine Kreditnot gibt, im Gegenteil. Die Industrie ist jetzt auf dem gleichen Wege. ARBEIT. Die Konflikte in Petach Tikwah. Nachdem bei Beginn der Orangenpflücke ein erträglicher Zustand bezüglich der jüdischen Arbeit herrschte, ist kürzlich ein neuer Konflikt ausgebrochen. Die Arbeitgeber haben ein eigenes Arbeitsvermittlungsbureau eröffnet, indes bisher bloß das der Arbeiter bestand, welch letzteres im Gegensatz zu ersterem auch die Löhne fixierte, und zwar mit 17*/2 Piaster — RM. 3.50 pro Tag. Auch wurden im ganzen kaum 100 Arbeitslose neu eingestellt. Es kam am 16. Dezember zu Unruhen, wobei Polizei einschritt. Tags darauf war Gouverneur Campbell in der Kolonie. Das von ihm vorgeschlagene Schiedsgericht wurde von den Pflanzern abgelehnt, von den Arbeitern akzeptiert. So bleibt die Lage ungeklärt. — Das Gericht verurteilte zwei Demonstranten zu sechs Monaten, einen zu fünf Tagen Gefängnis. Der Umfang der von der Arbeiterschaft in eigener Regie durchgeführten öffentlichen Arbeiten. Der „Dawar" veröffentlicht eine Übersicht über die öffentlichen und Bauarbeiten, die durch die Unternehmungsbureaus (Misradim kablaniim) der Arbeiterschaft bisher zur Ausführung gelangten. Der Gesamtbetrag dieser Arbeiten betrug bei allen Stellen bis Ende September 1928 £ 55.410, davon entfielen auf die Bureaus in Zeitpunkt der Betrag Gründung £ Tel-Aviv.........August 1927 24.825 Jerusalem........August 1927 18.950 Haifa..........Mai 1928 7.810 Petach Tikwah......Mai 1928 3.825 Die Arbeitgeber waren die Regierung, die Zionistische Exekutive, die Stadtverwaltung von Tel-Aviv und der Keren Kajemeth. Von der Gesamtsumme von £ 55.410 entfallen auf Aufträge der Regierung £ 30.975, der Exekutive £ 13.760 und andere öffentliche Stellen £ 10.675. Der monatliche Umfang der Arbeiten betrug in Tel-Aviv £ 1770, in Jerusalem £ 1350, in Haifa £ 1560 und in Petach Tikwah £ 850.

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