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Palästina · 1929-01-01 · Heft 1 (Januar 1929) · p. Seite 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 1 (Januar 1929)
Article
Die Organisation der Einwanderung [Nachricht]
Date
1929-01-01
Page
Seite 47 (sequence 2)
Language
German
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zungen. Selbstarbeit des Siedlers sei Voraussetzung für alle Typen. Dann müßten geeignete Personen aus Palästina in die Länder der Diaspora gehen und dort ohne Lärm und Reklame Gruppen aus geeigneten Personen organisieren. Die erste Periode in der Geschichte dieser Gruppen habe in der Hauptsache in der landwirtschaftlichen Vorbereitung der Söhne und Töchter der interessierten Familien zu bestehen, die am besten in Palästina, sonst im Galuth stattfinden müsse. Gleichzeitig müsse der Boden gekauft werden. In der zweiten Epoche sollten die vorher ausgebildeten Söhne und Töchter auf den Boden gehen, dort die notwendigen Vorbereitungsarbeiten durchführen, Gebäude errichten, Inventar anschaffen, so daß in der dritten Periode, wenn die ganze Familie auf den Boden gehe, sie dort schon etwas vorfinde. Der Verfasser rechnet damit, daß man im Jahre 10 bis 15 Gruppen, jede aus 100 bis 200 Familien bestehend, organisieren könne. Der Verfasser weist dann darauf hin, daß sein Vorschlag sich wesentlich von früheren Versuchen zur Organisierung von Mittelstandskolonien unterscheide, denn bei den Achusoth habe es sich um Familien gehandelt, die gar nicht übersiedeln wollten, während die Arbeit der Kahillijath Zion und des Moschek in praxi auf bloßem Bodenverkauf hinausgekommen wäre. — Bezüglich der Chaluzim verlangt der Verfasser, daß eine Auslese der palästinensischen Arbeiter — keine Politiker — in die Diaspora gehen und dort eine Erneuerung des Ghaluzgedankens herbeiführen sollen. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. „Schemen" fördert die Pflanzung von Flachs und Sonnenblumen. Die größte ölfabrik „Schemen" in Haifa gibt bekannt, daß sie im voraus den Landwirten ihre Produktion an Flachs und Sonnenblumen abzukaufen bereit ist und ihnen die nötigen Samen sowie Kunstdünger zur Verfügung stellt. Die Zionistische Exekutive und die Pica sind bereit, Fachleute zum Anbau in die Kolonien zu delegieren. Die neue Kolonie Ir.-Schalom (Friedensstadt) bei Herzlia. Die Zahl der in Ir-Schalom ansässigen Familien beträgt heute 40. Die vorherrschende Wirtschaftsform ist die kleine gemischte Wirtschaft. Eine Fläche von 400 Dunam ist in Parzellen von je 5 bis 10 Dunam für die Anlage einer Orangerie vorbereitet. Ebenso sind große Baumschulen für Orangenpflanzungen errichtet worden. Der Vaadvon Ir-Schalom läßt zurzeit ein Gemeindehaus errichten, das auch eine Versammlungshalle enthalten soll. Die Übersiedlung der Kolonie „Tel Josef" nach Kumi. Diese, wodurch die Kolonie auf gesundem Terrain definitiv angesiedelt wurde, ist am 14. Dezember vollendet worden. Die Entwicklung der Landwirtschaftlichen Schule in Mikveh Israel. Nach dem „Dawar" ist der Andrang bei der Landwirtschaftlichen Schule in Mikveh Israel auch dieses Jahr wieder sehr stark gewesen. Die Zahl der Gesuche übersteigt die Aufnahmefähigkeit der Schule um das Doppelte. Die Zahl der Neuaufnahmen in diesem Jahre beträgt 60, darunter 15 aus dem Auslande und 4 Araber aus Schomron. Insgesamt hat die Schule gegenwärtig etwa 170 Schüler. Außer den Schülern arbeiten in der Farm 70 Arbeiter, deren Zahl während der Ferienzeit auf 100 steigt, da sie dann einen Teil der von den Schülern geleisteten Arbeit übernehmen müssen. In den Orangengärten der Anstalt, die jetzt 180 Dunam umfassen, arbeiten allein 35 Arbeiter. Die Leitung der Schule läßt jetzt einen Park und einen botanischen Garten von zirka 120 Dunam pflanzen. Ebenso ist der Bau mehrerer großer Ställe beabsichtigt, nachdem es der Schule nach vier Jahren gelungen

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