Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Der Bau des Hafens in Haifa [Nachricht]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 3)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
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kein Wert beizumessen, da man demnächst schon mit der Arbeit beginnen werde. — Eine Bekanntmachung in der „Official Gazette" verfügt, daß eine Reihe von Grundstücken zwischen Atlith, dem Berge Carmel und Haifa als Lagerplätze für die Gewinnung von Rohmaterialien für den Bau des Hafens von Haifa betrachtet werden und infolgedessen dem Artikel 3 des Enteignungsgesetzes unterliegen. Die Lage des Hafens. "Wir haben in Nr. 11/12, S. 543, die Ansicht des Städtebauarchitekten Richard Kaufmann mitgeteilt, daß die Anlage des Hafens, so wie jetzt projektiert, für die weitere bauliche Entwicklung der Stadt nicht günstig sei und daß es besser wäre, den Hafen an anderer Stelle zu bauen, und zwar an der südöstlichen Ecke der Bucht. Auf dem hier abgedruckten Klischee, das wir der Redaktion von „Palestine and Near East" verdanken, ist dies näher ersichtlich gemacht, ebenso andere Details. Die Pipeline. In „The Palestine Weekly" vom 14. Dezember wird eine Berechnung angestellt, was von der Petroleumleitung — ihre Länge wird 900 englische Meilen sein — für die Entwicklung des Schiffsverkehres zu erwarten ist. Zunächst wird die Suez-Gesellschaft eine Verminderung ihrer Einnahmen erfahren. In den ersten sechs Monaten 1928 gingen 2,157.000 t ölschiffraum nach Suez, fast ein Siebentel aller Tonnage. Hierfür wurden insgesamt zirka 500 000 £ an Taxen eingenommen. Das wäre für das ganze Jahr nicht weniger als 1,000.000 £ (zirka ein Siebentel bis ein Sechstel des Totaleinkommens). Bei Eröffnung der Pipeline werden die Schiffe, die von England nach dem Persischen Golf fahren, ihre Vorräte in Haifa ergänzen, und nicht mehr in Suez. Das Blatt berechnet, daß dann Haifa einen Schiffsverkehr von 8,000.0001, das ist ein Viertel der gesamten, den Suezkanal durchfahrenden Menge, haben werde! (Bisher hatte Palästina selbst einen Schiffsverkehr Segelschiffe eingerechnet — von 1,600.0001. Anläßlich solcher Perspektiven begreift man, daß die französische Regierung alle Anstrengungen gemacht hat, um als Endpunkt der Leitung einen syrischen Hafen zu erlangen. Die Red.) WANDERUNG. Neue Bestimmungen. Wie die „ITA" meldet, hat die Regierung die Beschränkungen für die Einwanderung von Verwandten der Einwohner aufgehoben. September 1928. Einwanderer 282 (darunter 176 Juden), Auswanderer 234 (darunter 133 Juden). Oktober 1928. Einwanderer 279 (darunter 205 Juden, 62 Christen und 12 Moslem), Auswanderer 323 (darunter 196 Juden). Die Organisation der Einwanderung. Wir haben in Nr. 8/10 das Memorandum der Histadruth (Arbeiterorganisation) über die Einwanderungsmöglichkeiten gebracht. Über dasselbe Thema schreibt Zwi Liebermann im „Hapoel Hazair" vom 29. November. Die vierte Aljah sei gescheitert an der Spekulation und an der Konzentrierung der Neueinwanderer in den Städten. Die Angehörigen des Mittelstandes kamen ohne Plan, kritiklos jedem neuen Vorschlage gegenüberstehend, so daß schließlich der Einwanderer, wenn er einen Teil seines Geldes aufgegessen hatte, sich gezwungen glaubte, das erste beste Angebot zu akzeptieren und dabei häufig auf ein Tätigkeitsfeld geriet, das für ihn besonders wenig geeignet sei. Man müsse deshalb systematisch vorgehen: Man müsse zuerst konkrete Ansiedlungspläne aufstellen, und zwar für drei Wirtschaftstypen: gemischte Wirtschaft nach Art unserer Emekwirtschaften, gemischte intensive Wirtschaft mit Pflanzungen, intensive Kleinwirtschaft auf der Grundlage der Pflan-