Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Die neue Früchteexportordnung [Nachricht]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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verpackt sein. Die Früchte alier Lagen in der Kiste sollen gleiche Größe haben. Keine Kiste darf Schamuti- und Baladiorangen zusammen enthalten. Gegen die Entscheidung des Inspektors, daß die Frucht zum Export ungeeignet ist, steht die Berufung aii einen Beirat offen. Dessen Mitglieder werden teils von der Regierung ernannt, teile von den Exporteuren gewählt. Beginn des Orangenexports. Die ersten Orangensendungen, die die arabischen Exporteure vornahmen, brachten sehr niedrige Preise. Die Früchte, die durch die Gesellschaft „Pardess" verschickt wurden, waren vor ihrem Versand künstlich zum Reifen gebracht worden und erzielten Preise, die über dem Durchschnitt lagen. Die arabischen Händler werden in diesem Jahre weniger Orangen aufkaufen als. im vorigen Jahre, da sie seinerzeit durch große Aufkäufe Verluste erlitten. Ein gewisses Quantum soll in diesem Jahre durch die Kooperative der Landwirtschaftlichen Organisation von Petach Tikwah verschickt werden. Die Früchte gehen jetzt zum großen Teil nach Deutschland. In England sind die Preise gut, man erzielt bis 22 Shilling pro Kiste. Exportvorzugstarife für Orangen. Die Leitung der palästinensischen Bahnen hat mit Wirkung vom 17. Dezember 1928 ab Vorzugstarife für die Beförderung von Orangen nach Port Said eingeführt. Die Fracht bis Port Said beträgt pro Kiste ab jeder palästinensischen Station 30 Mills (bei einer Minimalberechnung von 250 Kisten). Exporteure, die mehr als 20.000 Kisten in der Saison verschicken, erhalten eine weitere Ermäßigung von 10%. Die Dauer des Transports nach Port Said von allen palästinensischen Stationen aus beträgt weniger als 24 Stunden. VERKEHR. Tarifkrieg auf der Linie Jaffa—Jerusalem. Dieser ist schon soweit gediehen, daß einige Autobuslinien ankündigen, daß sie den Fahrpreis auf 55 Müs, das sind Mk. 1.10 (zirka zwei öst. Schilling) ermäßigt haben. (Diese Verlustpreise können natürlich auf die Dauer nicht aufrechterhalten werden.) Die Bahn hat hierauf ab 1. Jänner den Fahrpreis für tour auf 80 Müs (Mk. 1.60), tour-retour auf 150 Müs Mk. 3.—) ermäßigt. Touristen. August 4403 und 2742 Rückkehrende. Touristenverkehr. Der Palestine Lloyd wurde von der Stadt Tel-Aviv offiziell als Stelle zur Organisierung des Touristenverkehrs in Tei-Aviv anerkannt. Mehr als 2000 Touristen sind bereits für einen Besuch Tel-Avivs vorgemerkt und man erwartet darüber hinaus noch eine weit größere Anzahl von Besuchern. Im allgemeinen dürfte der Touristenverkehr 1929 geringer sein als 1928. Für das Frühjahr sind bisher 12.000 Touristen angemeldet. The Palestine Lloyd. Dieses bekannte jüdische Reise- und Touristenbureau wird vom 1. Jänner 1929 an seinen Namen in „Palestine and Egyptian Lloyd" umändern und hat das Programm seiner Tourneen in Palästina und Ägypten wesentlich erweitert. Der Bau des Hafens in Haifa. Nach einem Bulletin der arabischen Handelskammer in Haifa wird die gegenwärtige Mole um 180 m nach der Seeseite hin verlängert werden. Im Hafen selbst sind nach dem Plan drei Anlagestellen für Schiffe vorgesehen: eine für große Touristenschiffe und je eine für mittlere und kleine Schiffe. Das Bauprogramm besteht aus vier Teilen: 1. Errichtung eines Kais von l1/* km Länge und 20 m Breite; 2. Bau einer Reihe von Lagerhäusern; 3. Bau von vier Bahngeleisen; 4. Bau einer Anzahl Straßen von 20 m Breite im Haf engebiet. — Die arabische Zeitung