Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Verhandlungen des Waad Leumi mit der Agudas-Initiative der Agudas Jisroel [Nachricht]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Verhandlungen des Waad Leumi mit der Agudas-Initiative der Agudas Jisroel. In Jerusalem fand eine gemeinsame Sitzung zwischen Vertretern des Waad Leumi und der Agudas Jisroel statt, in der über die Möglichkeit eines einheitlichen Vorgehens zur Wahrnehmung der politischen Interessen der palästinensischen Judenheit nach außen hin beraten wurde. Den Anstoß zu diesem Schritte gaben die bekannten Vorfälle an der Tempelmauer. Es wurde dem Vernehmen nach bereits in einer Reihe von Punkten eine Verständigung erzielt. — (Die Agudas, Weltvereinigung antizionistischer Orthodoxer, war es, die die Agitation in Palästina für Austritte aus der Einheitsgemeinde „Knesseth Israel" geführt hat. Dies ist ihr nur in kleinem Maße gelungen; bisher betragen die Austritte zirka 10%. Aber dennoch wird dadurch die Einheitsfront der Juden durchbrochen. Nun mußte die Agudas angesichts der Klagemaueraffäre selbst einsehen, daß eine solche notwendig ist und den Waad Leumi [Exekutive der Knesseth Israel] um die Schaffung einer solchen Einheitsfront nach außen ersuchen. Auch der neue Oberkommissär sagte in einer Unterredung, die er mit dem Waad Leumi am 31. Dezember hatte, daß es wünschenswert sei, daß die Juden Palästinas eine organisierte Einheit bilden. — Die Red.) Berichtigung. In Nr. 11/12 1927, Seite 28, unter „Der Sachverhalt" soll es richtig statt „Palestine and Near East" heißen „Near East and India", welches Organ das offiziöse Blatt des Kolonialamtes ist und in London erscheint. Wie ersichtlich, ist ein bedeutendes Einfuhrplus gegenüber 1927 zu verzeichnen, das wieder hauptsächlich wegen der schlechten Ernte Lebensmittel und Olivenöl betrifft (ferner Wollgewebe, Sohlenleder, Textilien, Motorfahrzeuge, Gummi). An Weizen allein ist um £ 25.739 mehr eingeführt worden als im September 1927. In der Ausfuhr ist eine Abnahme von über 22% zu konstatieren, hauptsächlich in den Positionen der Nahrungsmitteln (Minderausfuhr an Weizen £ 11.871, Durrah £ 6189, Wassermelonen £ 5090 usw.), ferner Tabak, Olivenöl, Waschseife (wegen der schlechten Olivenernte) usw. Das Passivum betrug im September 1927: £ 343.680; 1928: £ 506.575. Zollerhöhungen für Zement, Schokolade, Kakao, Seife, Spirituosen und einige andere Produkte wurden mit Geltung vom 24. Dezember eingeführt. Wir kommen darauf noch zurück. Ein neues Zollamt. Ein neues Zollhaus wurde in Khan Yunis eröffnet. Die neue Friichteexportordnung. „Commercial Bulletin" vom 1. Dezember veröffentlicht die neuen Vorschriften, die von der Administration — wohl als Resultat der von uns gemeldeten Enquete über den Fruchtinspektionsdienst — erlassen worden sind. Die wesentlichen Bestimmungen sind: Die Früchte sollen nur über die Häfen Haifa und Jaffa sowie per Bahn via Kantara exportiert werden. 48 Stunden vor Versand sind die Früchte zur Inspektion anzumelden. Alle zu exportierenden Früchte sollen von guter Qualität sein, in gesunder Beschaffenheit, voll entwickelt, frei von Krankheiten, Wunden und Schnitten, der Stengel muß abgeschnitten sein. Zitrusfrüchte müssen in Gewebe oder Papier gehüllt, ferner in neuen und reinen Kisten AUSSENHANDEL. September (ohne Münzen und Geld, in pal. £): 1928 1927 445.606 101.926 6.192 9.223 Einfuhr........ 584.724 Ausfuhr........ 78.149 Transit........ 14.311 Reexport........ 13.030