Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Die körperliche Entwicklung der jüdischen Jugendlichen in Palästina
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 4)
- Language
- German
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Dr. Benjamini untersuchte auch die Atmung. Die Tabellen zeigen, daß, mit Ausnahme der Jüngsten, die noch keine Unterweisung darin erhielten, alle Kinder das Optimum weit übertreffen. Ebenso maß er den Koeffizienten, der sich aus dem Vergleich des Umfanges des Thorax und der Größe ergab. Auch diesbezüglich übersteigen die mitgeteilten Ziffern weit die von Dr. Robert als Minimum angegebene Zahl und erreichten bei 17 Jahren (von wo aus der Koeffizient lebenslänglich gleich bleibt) nahezu das Maximum. Auch andere Untersuchungen, z. B. nach der Mayelschen Formel, ergeben immer dasselbe Resultat, daß die Jugend Palästinas stark, robust und widerstandsfähig ist. Rundschau Politik: Rund um Palästina. Von Dr. Hans Kohn, Jerusalem. I. SYRIEN. Syrien durchlebt jetzt wieder einen jener Schwebezustände der Erwartung, wie er für die ganzen letzten acht Jahre charakteristisch war. Der französische Hochkommissär P o n s o t ist in Frankreich, wo er mit dem Ministerium die syrischen Angelegenheiten berät. Herr Ponsot kann darauf hinweisen, daß er auf dem Wege einer friedlichen Durchsetzung des französischen Mandates in Syrien und einer Verwirklichung seiner Prinzipien größere tatsächliche Erfolge erzielt hat als alle seine Vorgänger. Unter ihm ist das System der Mandatverwaltung und sein Geist zum Bessern geändert worden. Auch Ponsots Vorgänger, de Jouvenel, hat dies versucht. Aber er hat den Verwaltungsapparat unverändert gelassen und war während seines Aufenthaltes in Syrien nicht stark genug, um gegenüber diesem Apparate seine Ansichten durchsetzen zu können. Unter den wechselnden französischen Hochkommissären, die Syrien seit 1919 gesehen hat, haben eigentlich der permanente Generalsekretär des Hochkommissariats, Robert de C a i x, und in noch höherem Grade Oberst C a t r o u x, während dieser ganzen Zeit der französischen Mandatverwaltung in Syrien den Stempel aufgedrückt. Es war ihr Gedanke, die Küstenzone vom übrigen Syrien loszutrennen und dort eine christlich-französische Position gegenüber der arabischen Nationalbewegung und ursprünglich auch gegenüber den britischen Kolonialbestrebungen zu gründen. Sie waren es, die Syrien in eine Anzahl kleinerer Staaten zerlegen wollten, in denen stets ein bestimmtes religiöses Element der Bevölkerung vorherrschen sollte. Selbst mit der Schaffung des Staates Syrien nach Zusammenlegung der Staaten von Damaskus und Aleppo wurden alle nichtsunnitischen Teile von Syrien losgetrennt, so daß die arabische Nationalbewegung in Syrien unwillkürlich mit der mohammedanischen zusammenfallen sollte. Die alten religiösen Trennungen, die die geschichtliche Entwicklung in der letzten Zeit verhältnismäßig schnell zu überbrücken neigte, sollten aufrechterhalten bleiben. An Stelle eines arabischen Nationalbewußtseins sollte ein partikuläres libanesisches, syrisches, alauitisches Staatsbewußtsein treten. Als de Jouvenel Syrien verlassen hatte, vermochte er sich dem Einfluß dieses in seiner Art großzügigen, aber den "Wünschen der Landesbevölkerung und aller geschichtlichen Entwicklung zuwiderlaufenden Planes