Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1929)
- Article
- Der erste Bericht des Währungskomitees
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2379786-2379874-2379876-2388206--08280-2388421- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
nur bis pal. £ 2,160.000 erhöht. Dagegen hat man für nicht weniger als pal. £ 750.000 Silber- und Scheidemünzen anfertigen lassen, während sich bloß viel weniger als ein Drittel davon als erforderlich herausstellte. Wir halten also Vorrat für eine Bevölkerung, die zwei- oder dreimal so groß oder so reich als die jetzige sein könnte, und da das viele Silber leider zwecklos herumliegt, so ist der Ausfall, der durch eine vernünftigere Schätzung hätte vermieden werden können, nicht so ganz unbedeutend. Wenn man selbst mit einer reichlichen Reserve rechnet, so betragen immerhin die unnötig gemachten Anfertigungskosten wenigstens £ 15.000 bis 20.000 und das unnötig festgelegte Silberquantum wenigstens £ 80.000 bis 100.000, zusammen rund £ 100.000, wodurch dem palästinensischen Staatsschatz eine jährliche Einnahme von etwa £ 5000 entgeht. Die Abrechnungen, die das Komitee vorlegt, sind ein wenig kompliziert, ergeben aber für denjenigen, der sich etwas Mühe gibt, ein vollkommen klares Bild der Situation. Sie werden im übrigen in Zukunft viel einfacher sein, da die verschiedenen Komplikationen, die sich aus der Einführung der Währung ergeben haben, in Wegfall kommen. Wir lernen aus diesen Anrechnungen, daß uns der Aufbau unseres neuen Staatsdienstes etwa £ 46.000 gekostet hat, und zwar wie folgt: Anfertigung der Noten..... £ 5.426.12.8 Anfertigung der Münzen.....£ 224.091.13.2 Marktwert des in den Münzen enthaltenen Silbers.......£ 188.959.—.— £ 35.132.13.2 Fracht, Versicherungen usw. ... £ 5.336.13.— Totale Anschaffungskosten .... £ 45.895.18.10 Daß das Komitee nicht die Absicht hat, uns teure Verwaltungsspesen aufzubürden, geht aus dem durchaus bescheidenen Betrag hervor, der für Gehälter, Drucksachen und dergleichen in Anrechnung gebracht wird. Davon hat das Komitee in der Berichtsperiode von elf Monaten die geringe Summe von £ 1518.19.11 ausgegeben. Dieser Posten enthält für Gehälter £ 879.11.1 und für Miete überhaupt nichts, da das Komitee bei den Crown Agents for the Colonies in deren Palast an der Themse, im Schatten des Parlamentsgebäudes, umsonst wohnt. Die Wertpapiere, Schatzwechsel und Bankdepositen haben in den wenigen Monaten bis zum 31. März 1928 eine Zinseneinnahme von £ 4574.11.4 gebracht, aus anderen Quellen wurden £ 350.5.6 eingenommen und die Neubewertung der Anlagen am Berichtsdatum ergibt einen angenehmen Kursgewinn von £ 5196.1.7. Dagegen kosteten die