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Palästina · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. Seite 548

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Article
Die Schulen der Agudas Jisroel [Nachricht]
Date
1928-11-01
Page
Seite 548 (sequence 2)
Language
German
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548 In den meisten Schulen ist die Unterrichtssprache hebräisch, so in den Bne Zion- Schulen, in der Schule in Tel-Aviv; neuerdings wurde auch begonnen, allmählich in den Mädchenschulen das Hebräische einzuführen. Die jüdische Arbeiterbibliothek« In dem halben Jahre von Oktober 1927 bis April 1928 erhielt die Zentralbibliothek der Kulturkommission {Kulturabteilung der Arbeiterorganisation in Palästina) 1200 neue Bände; von ihnen wurden 977 (51.9 Prozent) mit den Mitteln des Budgets der Kulturkommission gekauft und 925 (48.7 Prozent) kamen aus anderen Quellen (Sammlungen, Geschenke vom Lande und Auslande usw.). Die gekauften Bücher sind alle hebräisch; von den geschenkten sind 41 Prozent hebräisch, 10 Prozent jüdisch, 28 Prozent deutsch, 12 Prozent russisch, 9 Prozent englisch, polnisch usw. In der oben erwähnten Zeit hat die Zentralbibliothek an ihre Kreisbiblio-;iheken und an einzelnen Genossen zu wissenschaftlichen Zwecken 2678 Bände verteilt, davon 50 Prozent in hebräischer Sprache. Die Kreisbibliotheken haben an die einzelnen Stellen 3792 Bände abgegeben und 2067 Bände zurückerhalten. In derselben Zeit wurden vier neue Lokalstellen eröffnet. Das Nationalhaus in Jerusalem« Wir haben über die Preiskonkurrenz in letzter Nummer, Seite 465, berichtet. Baurat Dr. Alexander Baerwald, einer der hervorragendsten Architekten Palästinas und Professor am Technikum schreibt über diese Konkurrenz in der „Jüdischen Rundschau", Nr. 76/77. Wir entnehmen dem Artikel die folgenden Ausführungen: Das Preisgericht hat jedenfalls die fünf klarsten und großzügigsten Projekte als die besten erkannt. Es sind nach der Reihenfolge der Bewertung die Arbeiten der Herren Architekten Ratner, Krakauer, Kuzinski, Kaufman und des Ingenieurs Hecker. Die gestellte Aufgabe war außerordentlich interessant und schwierig. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, das an sich kleine, nur zweistöckige Verwaltungsgebäude, 'der zionistischen Institutionen architektonisch so bedeutend zu gestalten, daß es nicht durch spätere vierstöckige Bebauung der ganzen Straße zur Bedeutungslosigkeit herabgedrückt würde. Während alle Bewerber mit mehr oder weniger Geschick ihre Gebäudetrakte an die Straßenfronten oder parallel oder auch schräg zu den Straßenfronten legten, wobei an der Straßenkreuzung oder an den Straßenfronten Plätze geschaffen wurden; während andere durch turmartige Höherführung einiger Gebäudeteile versuchten, sich der späteren Erdrückung zu entziehen, hat Dipl.-Ing. Eugene Ratner in der klaren Einsicht, daß alle diese Mittel unzulänglich sind, die Baulichkeiten rings um einen sich breit nach den Straßen öffnenden Ehrenhof gelegt, der sie dem Höhen-Wettbewerb mit der Nachbarschaft entzieht, sie dem Straßenstaub und Straßenlärm entrückt und ihnen mit einem Schlage die Besonderheit und Vornehmheit eines öffentlichen Gebäudes ersten Ranges verleiht. Ratner hat das Gelände mit virtuoser Freiheit aufgeteilt und seinen Baukörper in souveräner Weise gestaltet, die von keinem der anderen Projekte auch nur annähernd erreicht ist. Die Erteilung des ersten Preises an Ratner ist um so höher zu bewerten, weil sein Projekt bei aller Sachlichkeit und Modernität doch aus dem Geiste der Romantik und der innerlichen Verbundenheit mit Palästina geboren ist, also sich nicht völlig mit den programmatischen Prinzipien der Preisrichter deckt, sondern über sie den Sieg davongetragen hat. Die Konferenz der Architekten-, und Ingenieur-Vereinigung. Diese fand heuer in Haifa am 14. Oktober statt unter Anwesenheit von 35 Delegierten. Bei der Wahl des Vorstandes wurde Architekt Chaikin zum Obmann gewählt. Der Sitz der Gesellschaft wird fortan Jerusalem sein. Herzl - Wolfsohn - Museum. Dieses wurde von Berlin nach Palästina überführt und wird in den Räumen der Hebräischen Nationalbibliothek Aufstellung finden, AUSGRABUNGEN. Deutsche Forschungen am Garizim. Wie „Times" aus Jerusalem melden, hat der deutsche Gelehrte Dr. Welter, der im Auftrag des deutschen archäologischen Instituts in Balata und am Berge Gerizim Ausgrabungen unternimmt, die Stadtmauern, ein Tor und den Tempel des Baal Berith freigelegt, der bereits in der Bibel im Buche der Richter erwähnt wird. Unter den freigelegten Befestigungen der alten Stadt wurden noch Spuren einer früheren Absiedlung' gefunden, deren Alter auf ungefähr 1800 v, Chr. zurückgeht. Ausgrabungen in Schiloh. Eine Gruppe von dänischen Gelehrten erhielt von der palästinensischen Regierung die Erlaubnis, in dem aus der Bibel bekannten Schiloh, vier Stunden von Nablus, Ausgrabungen zu veranstalten. Die Ausgrabungen sollen fünf Jahre dauern und Pfund 10.000.— erfordern.

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