Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. Seite 545

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Article
Die Arbeit in den privaten Kolonien [Nachricht]
Date
1928-11-01
Page
Seite 545 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2379786-2379867-2379873--08137-2388050
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

545 durchgeführt Sic baut eine Straße \rori Rabiah nach Benjäminah (2 Kilometer). Nur in Chedera hat Arbeitslosigkeit geherrscht, weil noch eine Anzahl arabische Arbeiter beschäftigt werden, und zwar sogar bei nationalen Unternehmungen, wie in Bojaren der APC. und* Agudath Netaim, wo 50 Prozent der Arbeiter Araber sind. Ergebnis der Arbeiterzählung in Chedera, Eine vor kurzem seitens der Organisation der palästinensischen Arbeiter vorgenommene Arbeiterzählung in Chedera hatte folgendes Ergebnis: Die Siedlung umfaßt insgesamt 498 Arbeiter, die 889 Familienangehörige repräsentieren. Von den Arbeitern sind 408 männlichen und 90 weiblichen Geschlechtes. 70 Prozent von ihnen gehören der Histadfuth an. Eine Arbeitersiedlung in Chedera« — Verbilligung. der Baukosten. Der „Haarez1* berichtet über die Gründung eines Arbeiterviertels bei Chedera, die einen bemerkenswerten Versuch darstellt, die Baukosten in Palästina zu vermindern. Die von der Palestine Economic Corporation (Brandeis - Flexner - Gruppe) gegründete Leih- und Baukooperative ließ durch den Arbeiterrat von Chedera 40 Arbeiterhäuser eines neuen Typus erbauen, wobei die Baukosten pro Haus sich auf nur Pfund 55.— stellen. Jede.} Haus besteht aus Zimmer, Küche und Terrasse. Die Pläne stammen vom Leiter der Gesellschaft, Mohl, der sich seit langem um Verbilligung der Baukosten in Palästina bemüht. Jede Familie erhält ein Haus mit 2.5 Dunam Boden, Stall, Geflügel und eine Kuh für insgesamt Pfund 130.—, wovon der Siedler Pfund 25.— in bar und den Rest in 12 Monatsraten abzuzahlen hat. Die Ansiedler werden während der Saison Arbeiten bei den Kolonisten in Chedera ausführen und während der stillen Monate in ihrer eigenen Wirtschaft tätig sein. Fünf Familien befinden sich bereits an Ort und Stelle, während 20 weitere, alles Angehörige des Mittelstandes, in Tel-Aviv, kürzlich neu ausgewählt wurden. Es ist dies ein Versuch, einen neuen Häuslertypus zu schaffen, der dazu beitragen könnte, nicht nur das Problem der Ansiedlungskosten, sondern auch das der jüdischen Arbeit in den Pflanzungskolonien zu, lösen. Eine Arbeitersiedlung der Palestine Electric Company, Die Palestine Electric Company erwarb in Newe Schaanan 10 Grundstücke im Umfange von 20 Dunam und beabsichtigt, darauf _20 Arbeiterfamilien anzusiedeln. Die Kosten der Arbeitslosenunterstützung. Nach dem Bericht der Arbeiterorganisation betrugen in Tel-Aviv die Kosten der Sijua in den zwei Jahren 1926 und 1927 in Tel-Aviv rund 66.600 Pfund. Hiezu trugen u. a. bei Arbeiterinstitutionen 3500, die Tel-Aviver Arbeiter 5505 Pfund, die Zionistische Exekutive 57.000 Pfund. Kulturelles Leben. Das neue Schulgesetz. Wir haben darüber in Nr. 8/10, S. 461, berichtet. Zionistische Exekutive und Waad Leumi haben bereits im September ihre Stellungnahme dazu in einem Memorandum an die Regierung überreicht, Die wichtigsten Vorschläge darin waren: 1. Die hebräischen Schulen, der Zionistischen Organisation sollen ausdrücklich als öffentliche Schulen anerkannt werden. 2. Die Machtvollkommenheit des Direktors des Regierungs-Departments für Erziehung sollen in dem von der Verordnung umschriebenen Umfang auf den Direktor des zionistischen Eiziehungs-Departements delegiert werden, abgesehen von gewissen Fällen, in denen die Regierung ausschließlich zu bestimmen haben soll, 3. Um die Integrität des Systems der hebräischen Schulen sicherzustellen, sollen eine JReihe zusätzlicher Schutzbestimmungen in den Teil der Entwürfe eingefügt werden, die die Zusammensetzung und Befugnisse der lokalen Schulkomitees und Unterkomitees behandeln. Unter anderem soll dafür Sorge getragen werden, daß die Zionistische Organisation in diesem Komitee vertreten ist. 4. Es soll Vorsorge getroffen werden, daß der durch die Ortsschulbehörde von arabischen Steuerzahlern eingezogene Betrag der Ortsschulsteuer für arabische Schulen ausgegeben wird und entsprechend der von Juden geleistete Steuerbetrag für hebräische Schulen. 5. Die „Jewish Community Regulations" sehen die Einhebung einer jüdischen ..Schulsteuer durch den Waad Leumi vor. Es wird vorgeschlagen, daß die neue Verordnung eine Bestimmung enthält, wonach in einer Gesamtsteuer, die durch die Ortsschulbehörde erhobene Schulsteuer, insofern als sie von jüdischen Steuerzahlern zu entrichten, ist, und die Schulsteuer, die auf Grund der „Jewish Community Regulations" auferlegt, werden mag, eingehoben werden kann. — Das Memorandum macht noch eine Reihe von anderen detaillierten Verbesserungsvorschlägen, aber die oben aufgezählten sind die wesentlicheren.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.