Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Article
- Nahalal [Nachricht]
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 540 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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540 Jahre). Den. Haupteinnahmszweig bildet die Milchwirtschaft. Ertrag 5684: 38.602 Liter, 5688: 336.150 Liter —. eine Verzehnfachung in 4 Jahren. Auch die Einnahmen aus der Hühnerzucht (21.000 Stück Geflügel) und Traubenzucht (5000 Weinstöcke), sind in raschem Steigen begriffen. Die Einnahmen waren 5684 : 879, 5687: 5635 und 5688: 6736 Pfund. Die Zahl der Seelen ist derzeit 488. Der Waad (Vorstand) von Nahalal hat beschlossen, eine Abschätzung des Wertes der Wirtschaften vorzunehmen und hat zu diesem Zweck eine Kommission eingesetzt. Die Abschätzung wird auch zeigen, in welchem Verhältnis nationales Kapital (Kereh Hajessod und Keren Kajemeth) und Privatkapital in den einzelnen Wirtschaften investiert ist. Der Arbeit der Kommission kommt im Hinblick auf die Kreditwünsche der Siedler von Nahalal Bedeutung zu. Das Ende der Kolonie Ruchama. In der ersten Woche des Oktober hat die Gruppe Haschachar, die bisher in Ruchama arbeitete, nach Ablauf ihres Vertrages mit der APC die Kolonie verlassen. Die Böden der Kolonie werden von der APC an einen Privatmann verpachtet, und es ist nach dem „Dawar" kein Zweifel, daß er die Bearbeitung des Bodens durch arabische Arbeiter vornehmen lassen wird. Auch die letzte noch in Ruchama verbliebene jüdische Familie des Kaufmanns, der 8 Jahre dort ansässig war, wird die Kolonie in Kürze verlassen, sodaß man von einem Untergang dieser Kolonie sprechen'kann. Der Leiter des Agrikulturdepartments der Regierung über die Orangenpflanzungen. Wir haben in letzter Nummer, S. 433, über die neue Broschüre von Harry Viteies über Orangenpflanzungen berichtet. Wir tragen nach, daß der Leiter des RegierungsdeparCments für landwirtschaftliche Kolonisation, Sawer, ein Vorwort zu dieser Arbeit geschrieben hat. Er weist darin vor allem auf die große Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges hin. Der Orangenexport im Jahre 1927 mache 43% des Wertes des Gesamtexportes aus. Die Milderung der Krise erfolgte hauptsächlich durch die während der letzten zwei Jahre erfolgte Vergrößerung der Pflanzungsanbaufläche, die 1923 24.000 Dunam, 1927 45.000 Dunam, 1928 60,000 Dunam betrug und 1929 70.000 Dunam erreichen dürfte. Da die Ausgaben bis zur Fruchttragung gegen Pfund 70 bis 100 pro Dunam betragen, dürften in diesem Wirtschaftszweig gegen 6 Millionen Pfund investiert sein. Nach Annahme von Prof. Powell gäbe es in Palästina noch 225.000 Dunam, die sich "für Orangenpflanzungen eignen. Sawer schildert weiter die große Bedeutung des Orangenbaues für die Beschaffung von Arbeitsmöglichkeiten und Verstärkung der Alijah. Die Anpflanzung von 30.000 Dunam gibt während der Zeit des Wachstums 1500 ständigen Arbeitern Beschäftigung und 3000 ständigen Arbeitern von der Zeit der Fruchttragung an. Außerdem sind bei den Pflückarbeiten durch vier Monate gegen 7000 Saisonarbeiter beschäftigt, außer den bei der Sortierung, dem Transport und der Verladung beschäftigten Arbeitskräften. Es wird angenommen, daß pro Dunam jährlich 12' Pfund für Löhne gezahlt werden, somit betrage die Summe des Arbeitslohnes bei einer Anbaufläche von 60,000 Dunam Pfund 720.000 im Jahre. Vorbereitung für die Orangensaison, Am 22. Oktober fand in Jaffa in der arabischen Handelskammer eine Zusammenkunft der Orangenexporteure statt, an der sich auch die Vertreter der jüdischen Handelskammer beteiligten, um eine Kommission zur Förderung des Orangenhandels einzusetzen. In die Kommission wurden eine Reihe von arabischen und jüdischen Exporteuren gewählt. Ihre Aufgabe wird sein, die technische Abwicklung der Orangenversendung zu überwachen und zu organisieren, die Früchte auf den Schiffen auf ihre Qualität zu prüfen und neue Märkte für die palästinensischen Orangen zu erschließen. Maschkif behandelt im ,,Haarez" vom 11. Oktober Fragen der Landwirtschaft. Die neu beginnende Orangensaison müsse mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden. Die geringe Regenmenge, die große Hitze des Frühjahres hätten eine geringere Ernte als im Vorjahre bewirkt, und, was die europäischen Märkte anlange, so sei in diesem Jahre auf dem englischen Markt damit zu rechnen, daß die ausgezeichnete spanische Orangenernte der palästinensischen schwere Konkurrenz machen werde. Das könne nicht ohne Einfluß auf die Preise bleiben. Neue Pflanzungen. Unter dem Namen „Anglo Palestine Citrus Company Lid." wurde in London eine neue Pflanzungsgesellschaft für Palästina mit einem Kapital von Pfund 60.000 gegründet. Zu den Gründern gehört auch einer der Mitgründer der Zementfabrik ,;Nesher" in Haifa. Die Leitung der Gesellschaft in Palästina übernimmt der bekannte Landwirt und Schriftsteller Moses SmilianskL Die Statuten der Gesellschaft enthalten auch eine Bestimmung über die ausschließliche Verwendung jüdischer Arbeiter, Bei den Vorbereitungsarbeiten für die Aufnahme der Tätigkeit der Gesellschaft, die in Kürze in der Nähe von Rischon le Zion Grundstücke erwerben will, sind bereits jetzt 30 bis 40 Arbeiter tätig. Die Gesellschaft hat bereits 900 Dunam in der