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Palästina · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. Seite 539

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Article
Ausgabe der ersten Kuschane (Landbesitzurkunden) in Petach Tikwah [Nachricht]
Date
1928-11-01
Page
Seite 539 (sequence 1)
Language
German
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539 Ausgabe der ersten Kuschane (Landbesitzurkunden) in Petach Tikwah, In der Kolonie Petach Tikwah wurden jetzt in feierlicher Weise die ersten Kuschane an die Grundstückbesitzer erteilt. Die Katastrierung des Grundbesitzes wurde, obwohl die Kolonie bereits über 40 Jahre besteht, erst jetzt durchgeführt und von der Regierung bestätigt. Eine Gerichtsverhandlung um die Böden bei Cäsarea. Vor dem Bodengericht in Haifa fand eine Verhandlung gegen die Beduinen statt, denen die Palästina-Regierung die Böden bei Cäsarea im Ausmaße von 32.000 Dunam für 50 Jahre überlassen hat. Der Vertreter der Regierung erhob den Einwand, daß von den Arabern bisher höchstens 830 Dunam bearbeitet worden wären. Das Gericht beschloß, durch eine Kommission an Ort und Stelle eine Untersuchung durchzuführen. Spekulative Bodenkäufe der Araber- Maschkif weist im „Haarez" vom 11. Oktober darauf hin, daß in der arabischen Presse neuerdings viel über die Frage des Bodenkaufs an Juden geschrieben werde. Man erwecke den Eindruck, als ob die Juden den Arabern das Land stehlen. Die Araber wüßten aber sehr wohl, daß die Juden größtenteils solchen Boden kaufen, der entweder gar nicht oder in ganz ungenügender Weise von den Arabern bearbeitet worden sei. Völlig übersehen aber werde im allgemeinen die Tatsache, daß bei einem sehr großen Teil der im Lande getätigten Bodenkäufe Araber ebenso als Käufer wie als Verkäufer auftreten. Eine ziemlich genaue Berechnung ergäbe, daß die Araber in der Nachkriegszeit für 3 Millionen) Pfund Boden gekauft hätten. Diese Bbdenkäufe seien nur zu spekulativen Zwecken gemacht worden und der größte Teil der Böden sei dann an die Juden weiterverkauft worden. Die Propaganda, die jetzt gegen jüdische Bodenkäufe entfaltet werde, gehe von dem arabischen Spekulantentum aus, das nicht damit einverstanden sei', daß in vielen Fällen Araber ihren Boden direkt an Juden verkauft hätten, ohne arabische Vermittler in Anspruch zu nehmen. Der Vorschlag, arabische Bodenkaufsgesellschaften zu gründen, meine in Wahrheit die Gründung von Spekulationsgesellschaften. Beginn des Baues der landwirtschaftlichen Regierungsschule für Juden« Am 10. Oktober wurde in der Nähe von Kfar Tabor mit den ersten Vorarbeiten für die Erbauung _der landwirtschaftlichen Schule für Juden, die seitens der Regierurig aus den Mitteln des Legates von Herrn Kadoorie errichtet wird, begonnen. Ein Versuch, einiger in der Nähe zeltender arabischer Beduinen, die Arbeiten zu stören, wurde im Keime erstickt. Baron Rothschild errichtet neue Kolonien. Die Organisation Baron Edmond de Rothschilds, die PICA (Palestine Colonisation Association) beginnt in Palästina neue Kolonien zu errichten, in der Nähe von Chedera wird von ihr eine neue Siedlung für eine Anzahl Familien von Rabia angelegt, für welche mehrere tausend Pfund bewilligt sind. Letzthin spendete Baron Rothschild 22.000 Pfund zur Errichtung von Synagogen in seinen Kolonien. Ferner hat Baron Rothschild den der PICA nahestehenden jüdischen Kolonisten große Kapitalien für die Anlage neuer großer Plantagen und Weingärten im Umfange von 1000 Dunam, sowie zum Bau von Bewässerungsanlagen im Kreditwege zur Verfügung gestellt. Entwicklung der Kolonie Raanana. Wie der „Haolam* meldet, erwarb die Kolonie Raanana im Norden von Jaffa weitere 4000 Dunam Boden zum Zwecke der Anlage neuer Pflanzungen. Der Kauf erfolgte durch die amerikanische Gesellschaft Achusa A, die beabsichtigt, die Kolonie zu einer der größten in Palästina zu machen. Neubauten in Sichron Jakob. Die PICA übertrug in diesen Tagen einem privaten Unternehmer den Bau von 15 neuen Häusern in Sichron Jakob. Die Häuser sind für Arbeiter, die bereits einige Jahre bei der PICA tätig sind, darunter einige jemenitische, bestimmt. Eine arabische Landwirtschaftsgesellschaft wurde mit einem Grundkapital von 38.000 Pfund gegründet. Die Kolonie Bnei Brak feierte kürzlich den vierjährigen Bestand. Sie liegt 6 km von Tel-Aviv entfernt, besteht aus 200 Familien (800 Seelen), 165 Häusern und 31 Baracken, 48 Ställen, 115 Kühen. 800 Dunam sind bepflanzt. Es besteht auch dort eine Textilfabrik mit 25 Arbeitern. NahalaL Am 8. Elol (24. August) feierte diese Siedlung ihren 7jährigen Bestand. Sie ist wichtig geworden als vorbildlicher Moschaw, der nach den Angaben der Arbeiteragronomen Elieser, Joffe eingerichtet wurde. Die bauliche Anlage der Kolonie stammt bekanntlich von Arch, Richard Kaufmann. Bearbeitet wurden 1927/28 6414 Dunam, der Ertrag per Dunam war an Weizen 135 bis maximal 210 kg (gegen 46 kg im ersten

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