Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Article
- Die Eisenbahnlinie Haifa-Beirut wird nicht gebaut [Nachricht]
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 535 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
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535 gänzlich aufgegeben wurde. Daß durch die Konkurrenz des Schiffs- und Autoverkehrs <lie Rentabilität der Bahn in Zweifel steht, ist sicher richtig, doch wird nach dem Bau des Hafens von Haifa und der Oelleitung, das Fehlen der Bahnstrecke nach Beirut liinderlich sein. Will vielleicht die französische Regierung in Syrien der Entwicklung Haifas, die teilweise auf Kosten jener von Beirut vor sich gehen wird, Hindernisse :in den Weg legen? — Die Red.) Errichtung einer Luftfahrstation bei Jerusalem« Die palästinensische Regierung beginnt gegenwärtig nördlich von Jerusalem bei Kalendie eine Luftfahrstation sowie ein Aerodrom. zu errichten. Neue Telegraphenlinie Akko—Ras-el-Nakura, Mit der Legung einer solchen wurde soeben begonnen. Erweiterung des Toufistenprogramms der Hamburg—Amerika-Linie. Die Hamburg—Amerika-Linie, die in diesem Jahre zwei Touristenschiffe, »Ozeana« und »St. Louis« nach Palästina senden wird, hat in ihr Programm neu Besuche von Tel- Aviv und der jüdischen Kolonien aufgenommen. Bevölkerung. Zahl der Juden in Tel-Aviv und Jaffa. Nach 'einer statistischen Aufnahme von August-September war diese: davon bis davon über männl. weibh insges. 18 Jahre 18 Jahre Tel-Aviv 18.072 18.502 36.574 12.397 24.177 Jaffa 3.535_3.472_7.007_3.042_3.965 21.607 21.974 43.581 15.439 28.142 Nach der Herkunft: Aschkenasisch Sefardisch Jemeniten Verschieden Tel-Aviv 30.681 3.921 2.001 271 Jaffa 3.539_ 2.335_1.133 — 34.220 6.256 3.134 271 Die Zahl der Katholiken in Palästina« Der katholische Patriarch veröffentlichte Daten über die Zahl der Katholiken im Lande, aus denen hervorgeht, daß in Palästina 31.000 Katholiken leben, in Transjordanien 7347. (Da in Palästina gegenwärtig zirka '80.000 Christen leben, so beträgt der Prozentsatz der Katholiken davon rund 40 Prozent. — Die Red.) Wanderung. Juli: 193 Einwanderer (davon 137 Juden), 147 Auswanderer. August: 355 Einwanderer (davon 257 Juden), 317 Auswanderer (davon 219 ^Juden). 600 neue Zertifikate ausgegeben. Wie die Zionistische Palästina-Exekutive meldet, hat sie von der Palästina-Regierung 600 neue Zertifikate erhalten. Hiervon sind 300 für männliche bis 35 Jahre und 100 für weibliche Chaluzim, die in Pflanzungen beschäftigt werden sollen, bestimmt. 200 weitere für Industrie und Handwerk, davon 150 industrielle Arbeiter bis zu 35 Jahren und 35 Fachhandwerker bis zu 45 Jahren. Nicht inbegriffen in diese 600 neuen Zertifikate sind die 200, die von der Palästina-Regierung für die Einwanderung von russischen Zionisten, die in Rußland wegen ihres Zionismus mit Gefängnis bestraft wurden, zur Verfügung gestellt worden sind. Die neuen Zertifikate gelten für die Zeit vom 1. Oktober 1928 bis 31. März 1929. Die männlichen Zertifikatinhaber haben das Recht, ihre Familien miteinwandern zu lassen. Der Sekretär des zionistischen Einwanderungsamtes Barlas ist nach Europa gereist, um persönlich die Verteilung der Zertifikate vorzunehmen. Pressestimmen, Zur Erteilung der 600 statt der angeforderten 1000 Zertifikate schreibt H. Frumkin, der Leiter der Arbeitsabteilung der Histadruth, welcher die Berechnungen der Arbeitsstellen vorgenommen hatte (siehe auch Nr. 8/10 Memorandum Einwanderungsmöglichkeiten) im »Dawar« vom 24. Oktober. Er übt kräftige Kritik an der Regierung, weil sie an Stelle der von der Exekutive beantragten 1000 Einreisezertifikate nur 600 bestätigte.' Die Handlungsweise der Regierung stelle sich als ein grausamer und durch nichts zu rechtfertigender Eingriff in die organische Entwicklung des Jischuw am Beginn der fünften Alijan dar. Der Verfasser weist in längeren Ausführungen die Argumente der Regierung gegen die Erhöhung respektive die Wiederaufnahme der Immigration im alten Umfange zurück. Gewiß habe die Krise gezeigt, daß die Einwanderung nicht willkürlich und ohne Rücksicht auf die Aufnahmefähigkeit des Landes erfolgen dürfe. Aber die Regierung selbst sei in hohem Maße an der Krise