Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Article
- Der Hafenbau in Haifa [Nachricht]
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 534 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 3× ep/1047930
- Beirut 2× ep/1047833
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534 mitteilte, wird der Bau, statt wie angenommen, 1 Million Pfund, 1% Millionen Pfund kosten. Aus diesem Grund ist der Zuschlag an eine der offerierenden Firmen noch nicht erfolgt, weil die Regierung die zusätzlichen 250.000 Pfund sich aus anderen Quellen verschaffen will — Nach dem „Jarmuk" soll eine arabische Gesellschaft zur Ausführung von Bauaufträgen anläßlich des Hafembaues gegründet worden sein. Die Pipeline. Nach den Erklärungen des Präsidenten der Beiruter Handelskammer machte die französische Regierung alle Anstrengungen, daß die Oelleitung von Mossul nicht in Haifa, sondern in Beirut ende. Andererseits behauptet die arabische Zeitung „AI Carmel", daß bereits ein endgültiger Beschluß vorliegt, die Mündung der Petroleumröhren nach Haifa zu legen. Die Regierung, so meldet die Zeitung weiter, hat bereits den Boden für die Anlage der Oeltanks zur Verfügung gestellt. Dieses Areal liegt zwischen dem Kishon-Fluß und dem Vadi Salamed Tel Abuhawan und ist einen Kilometer lang und einen halben Kilometer breit. Ferner hat die türkische Petroleum Company 1000 Dunam Boden in der Nähe des Haifaer Hafens für die Anlage eines Reservoirs und einer Destillation käuflich erworben. Sie beabsichtigt ihre Büros von Beirut nach Haifa zu verlegen und auf dem gekauften Terrain Lager- und Raffinerieanlagen um 100.000 Pfund zu bauen. Auch die amerikanische Vacuum Oil Company, die Shell Oil Company und andere Petroleumgesellschaften haben sich bereits den nötigen Boden gesichert. Die Zeitung knüpft an diese Mitteilungen eine Betrachtung und kommt zu dem Schlüsse, daß Haifa den russischen Oelhafen Batum am Schwarzen Meer an Bedeutung als Oelverlädungshafen noch übertreffen wird. — (Die Shell-Gesellschaft hat bereits mit dem Bau von Lagerhäusern begonnen, wobei sie bisher nur Araber beschäftigt.) — Desgleichen melden die „Täglichen Berichte über Petroleumindustrie", Nr. 266, vom 10. November folgendes: „Die Erdölleitung Mosul-Haifa ist, zufolge Zeitungsnachrichten, nunmehr beschlossene Tatsache. Die Ingenieurkommission, die seit Februar 1928 mit der Vermessung der Verlegungslinie beschäftigt und dabei von 250 Arbeitern begleitet war, hat ihre Tätigkeit vorläufig abgeschlossen und ist dieser Tage auf Urlaub nach Europa gereist. Es steht jedoch bereits fest, daß die neue Pipeline in Asien über die Syrische Wüste, El Asrak, Nord-Transjordanien und Beisan führen und die Arbeiten hiezu in Kürze in El Asrak wieder aufgenommen werden, wo der Bau einer großen Zwischenstation geplant ist. Die Verlegung der Leitung soll später, gleichzeitig von Mossul und von Haifa aus beginnen. Es wird demgemäß nicht mehr allzulange dauern, daß Haifa durch Rohrleitungen mit dem Erdölzentrum, das 1450 Kilometer von dem Hafen entfernt ist, direkt in Verbindung tritt. Große Tankanlagen werden es ermöglichen, daß von Haifa aus die Tankschiffe ihren Ausgang nehmen, denen dadurch der große Umweg um die ganze arabische Halbinsel herum erspart bleibt." Die Verlegung des Eisenbahnknotenpunktes nach Tel - Aviv, Infolge des Beschlusses der Regierung, diese vorläufig zu vertagen, haben die Stadträte von Jaffa und Tel-Aviv, die Handelskammern, Schiffahrtsgesellschaften etc. ein ausführliches Memorandum an den Oberkommissär gerichtet, worin sie auch den Bau einer Bahnverbindung von Tel-Aviv nach Jaffa fordern, umsomehr dessen Hafen verbessert werden soll. Auch die Beschleunigung und Erweiterung des Hafenprogrammes wird darin urgiert. Die Strecke Zemach—Chamma (al Hanimeh). Die palästinensische Regierung teilt offiziell mit, daß am 15. November die Bahnstrecke zwischen Zemach und Chamma an der Grenze vom Syrien und Palästina in einer Ausdehnung von 8/4 Kilometer an die syrische Eisenbahnverwaltung übergeben worden ist. Die Abtretung erfolgt auf Grund des Abkommens zwischen der englischen und französischen Regierung im Jahre 1923 über die Grenze von Syrien und Palästina. Ein Betrag von Pfund 12.000.— wird als Entschädigung für die Baukosten einer neuen Eisenbahnbrücke über den Jarmuk an die palästinensische Regierung ausgezahlt werden. Die Station Zemach wird gemeinsam von der palästinensischen und syrischen Eisenbahnverrwaltung benützt werden. — (Diese Linie führt nur 2 Kilometer durch palästinensisches Gebiet und dann entlang der Grenze Syrien—Transjordanien. Sie stand schon seit Kriegsende unter französischer Verwaltung.) Die Eisenbahnlinie Haifa—Beirut wird nicht gebaut. Die Beiruter Presse veröffentlicht eine Nachricht, nach der die Regierung des Libanon den Bau der Eisenbahnlinie Tripolis—Ras-el-Nakura endgültig aufgegeben habe. Nach der Auffassung' der Regierung sei diese Bahnlinie für die Republik des Libanon nicht notwendig und ihre Einnahmen würden auch nicht hinreichen, die Baukosten der Bahn zu verzinsen. M. Pensot, der französische High Commissioner für Syrien und den Libanon, habe diesen Beschluß bestätigt, so daß die ganze Frage definitiv von der Tagesordnung abgesetzt wurde. (Trotz dieser Nachricht wird man noch abwarten müssen, ob wirklich dieses Projekt