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Palästina · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. Seite 523

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Article
Ein Bericht der Palästina-Regierung für das II. Quartal 1928 [Nachricht]
Date
1928-11-01
Page
Seite 523 (sequence 3)
Language
German
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523 Beratende Kommission« Die Regierung versucht, Fachkommissionen zur Beratung der wirtschaftlichen Fragen zu bilden. Es ist ein Ausschuß für Handel und Industrie, -einer für Hafen- und ein dritter für Eisenbahnfragen zusammengestellt worden. Konsulate« Herr Paul Knabenschne, bisher Konsul in Beirut, wurde zum amerikanischen Generalkonsul an Stelle des Herrn Heizer ernannt. Die Palästina-Regierung gegen die Zwangs-Sabbatruhe. Aus Jerusalem wird berichtet: Die Palästina-Regierung hat ihren Beschluß kundgegeben, die vom Stadtrat von Tel-Aviv erlassene Verordnung über strenge Arbeitsruhe an den Sabbattagen nicht gelten zu lassen. Zur Begründung gibt die Regierung an, daß die Einführung eines Zwangs-Sabbatruhe-Gesetzes Komplikationen zur Folge haben und in der öffentlichen Verwaltung Schwierigkeiten hervorrufen würde. — Siehe über die Frage unsere Mitteilung und Aeußerung in letzter Nummer, S. 433. Der erste jüdische Offizier im Grenzkorps« Sergeant Kaspi von der paiästinen- -sisch-transjordanischen Grenzschutzmacht hat den Offiziersrang erhalten. Er. ist der erste jüdische Offizier dieser Truppe. Als das Korps 1926 begründet wurde, wurden aus der damals aufgelösten palästinensischen Gendarmerie nur 70 Juden mit übernommen, von denen ein einziger Offiziersrang hatte. Die Zurücksetzung des jüdischen Elementes in dieser Truppe hat bekanntlich zu erregten Protesten der palästinensischen Judenheit und des Waad Leumi Anlaß gegeben. Die Tote-Meer-Konzession. Im englischen Unterhause fragte Colonel Howard- Bury, ob in den letzten Monaten eine Aenderung in der Angelegenheit der Toten- Meer-Konzession eingetreten ist. Minister Amery erwiderte, man hoffe bezüglich der Bewerbung um die Konzession, über die in der Hauptsache vor einiger Zeit verfügt worden ist, bald zu einem endgültigen Beschluß gelangen. Die Aussichten der Konzession sind spekulative, einen bestimmten Wert kann man ihr heute nicht beimessen. Howard-Bury wies auf die gegenwärtig hohen Pottasche-Preise hin, die den Wert der Xonzession als hoch erscheinen lassen. Jewish Agency. Die Sitzung der Mandatskommission« Die Tagung. Vom 26. Oktober bis 15. November fanden Sitzungen der 14. Tagung unter Vorsitz von Marquis Teodoli statt. Die Stellungnahme der {britischen Regierung. Die auf die Eingabe der Zionistischen Organisation erfolgten Bemerkungen der englischen Regierung datieren vom 5. Juni. Betreffs der Ansiedlung von Juden auf Staatsländereien heißt es darin, daß die Palästina-Regierung sich der Verpflichtungen aus Artikel 6 des Mandats bewußt ist und sich bemüht, wie dies auch im Schreiben der Zionistischen Organisation anerkannt wird, eine (befriedigende Regelung hinsichtlich der Beisan-Böden zu treffen. Wie sich die Mandatskommission wohl noch aus ihrer letztjährigen Prüfung einer Petition hinsichtlich der Barrat Cäsarea-Böden erinnern wird, betrachten die Bewohner Palästinas aus der Vorkriegszeit jede Amtshandlung der Palästina-Regierung in Angelegenheiten des Bodenbesitzes noch immer mit großem Mißtrauen. Es ist daher Sache der Palästina- Regierung, ihre Verpflichtungen aus Artikel 6 des Mandats mit der Vorsicht zu erfüllen, die offenbar im Interesse des Friedens und der Ordnung im (Lande erforderlich ist, ohne welche die jüdische nationale Heimstätte auf gesicherten Grundlagen nicht aufgebaut werden kann. Was die Beisan-Böden betrifft, so sind die Umstände, unter denen die be- -stehende Vereinbarung getroffen wurde, auf Seite 41 und 42 des Berichtes des High Commissioner über die Verwaltung Palästinas für die Jahre 1920/25 dargelegt; von letzterem Bericht sind der Kommission eine Reihe von Exemplaren zugesandt worden. Die •aus dieser Vereinbarung hervorgehenden Ansprüche werden von einer besonderen Kommission geprüft; auf Seite 61 des Verwaltungsberichtes für Palästina und Trans Jordanien für das Jahr 1927 werden statistische Ziffern aufgeführt, die den beträchtlichen Fortschritt, den die Kommission gemacht hat, aufzeigen. Außerdem ist die Möglichkeit erwogen worden, Einzelpersonen und Körperschaften, die sich mit landwirtschaftlicher Erschließungsarbeit befassen, in den Stand zu setzen, Böden von den Nutznießern aus der Beisan-Vereinbarung unter gleichen Bedingungen, unter denen letztere den Boden besitzen, zu erwerben. Diese Frage ist noch Gegenstand der Erwägung, und obzwar die Regierung Seiner Majestät sich der hoffnungsvollen Erwartung hingibt,, daß eine befriedigende Regelung gefunden werden wird, möchte sie darauf hinweisen, daß die Angelegenheit mit Vorsicht behandelt werden muß, um den Rückfall der gegenwärtigen

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