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Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 472

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
[Rezension] / ad. bm.
Date
1928-08-01
Page
Seite 472 (sequence 2)
Language
German
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472 die, daß die Zionisten, die in Palästina ein jüdisches Nationalheim errichten, dies im Sinne haben. Derartige böse Entgleisungen sollten wohl in dem Buch eines ernsten Gelehrten nicht vorkommen. ad* bm. Die Neuformung Europas. Von Prof. Ch. Eckert. Verlag Glöckner, Leipzig. — (Da der geehrte Verfasser ein sehr aktives Mitglied des deutschen Pro-Palästina- Komitees ist, geben wir gerne der uns von einem Mitarbeiter eingesendeten Rezension Raum, obzwar das Thema nicht direkt mit Palästina zusammenhängt. — Die Red.) Als erstes Heft des dritten Bandes der Kölner Verträge (veranstaltet von der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln, Wintersemester 1927/28) erschien bei G. A. Glöckner, Leipzig, »Die Neuformung Europas« von Christian Eckert, Universitätsprofessor in Köln. In dem sehr lesenswerten Schriftchen wird das Zentralproblem der europäischen Staatsfinanzen der Gegenwart behandelt. Die * durch den Krieg hervorgerufene internationale Verschuldung bedeutet für alle am Weltkrieg beteiligten Länder, mit Ausnahme von Amerika, eine drückende Belastung der Staatsbudgets und stellt namentlich der Innen- und Außenpolitik Deutschlands, das den Hauptteil der Reparationslasten zu tragen hat, eine Aufgabe, um deren reibungslose Lösung die klügsten Köpfe der deutschen Wirtschaft sich bemühen. Der Verfasser skizziert kurz die Vorgeschichte der gegenwärtigen Verschuldung Europas und führt in die komplizierten Fragen des Reparations- und Transferproblems ein. Für jemand, der sich schnell und klar unterrichten will, ist die Eckertsche Darstellung eine ausgezeichnete Orientierung. Von besonderem Interesse sind die Schlußfolgerungen des Verfassers. Er verlangt, daß die Staaten die schmerzlichen Lehren des Krieges nicht nur nicht vergessen, sondern auch für die künftige Regelung der Probleme der internationalen Finanzwirtschaft uiid der internationalen Beziehungen überhaupt gut auswerten. Für Deutschland insbesondere wird gefordert, daß es mit europäischem Denken an die aus dem Kriegsausgang erwachsenen Finanzproblen;e herantritt und den ganzen Fragenkreis als einen Teil der gesamt europäischen Verschuldung gegenüber dem Großgläubiger Europas, der Union, begreift, denn auch die Finanzverpflichtungen der deutschen Finanzgläubiger an die Vereinigten Staaten sind riesengroß. Erst eine solche Haltung, ein Verständnis für die internationale Situation gibt Deutschland die Gewähr, daß sich die Ansichten der ehemaligen Siegerstaaten, wie es schon in vielen Punkten geschehen ist, sich weiter entscheidend wandeln, daß die getroffenen Bestimmungen, wo sie ungerecht und unmöglich sind, an ihrer Unlogik zugrundegehen. A. B—e. Geschäftliche Mitteilungen. Billigster Beförderungsweg nach Palästina. Für Personenfahrten sowie für die Beförderung von Waren nach Palästina stellt sich als billigster Weg von Mitteleuropa die Donauroute dar. Die Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft befördert Personen und Expreßgüter zu mäßigen Preisen mit ihren direkten Expreßdampfern von Wien nach Giurgiu (Bahnanschluß nach Konstanza, von dort direkte Dampferverbindung nach Haifa). Fahrplanmäßiger Güterverkehr von allen Donaustationen ab Regensburg bis Galatz, wo Umschlag auf Seedampfer erfolgt. Auskünfte bei der Direktion der Ersten Donau-Dampfschiffährts-Gesellschaft, Wien, III., Hintere Zollamtsstraße 1, Tel. U 13-5-35, Telegrammadresse: Donauschiff, Wien. * sj: * Direkte Linie Triest—Jaffa—Haifa und retour. Wie uns aus Triest gemeldet wird, hat der L 1 o y d Tri estin o eine namhafte Verbesserung seiner letztens neugeschaffenen Palästina-Linie durchgeführt. Es wurden die vorzüglichen, mit allem Komfort versehenen Salonschiffe »A d r i a« und »C a r n a r o« in diese Linie eingestellt. Es sei besonders hervorgehoben, daß die Kabinen und Salons sowohl der I. als auch der II. Klasse vollkommen mittschiffs und außenseitig gelegen sind und alle Annehmlichkeiten bieten, die von einem modernen Dampfer vorausgesetzt werden. Die neueingebauten Kabinen III. Klasse sind meistens 2-4-6-bettig, gut ventiliert und mit allen hygienischen Einrichtungen versehen. Die sehr niedrig gehaltenen Fahrpreise werden gewiß bald dazu beitragen, daß die beiden Schiffe in unseren Kreisen sehr populär werden. Diese Nachricht hat freudigen Widerhall unter der palästinensischen Bevölkerung gefunden und tatsächlich war die erste Reise etwa 10 Tage vor der Abfahrt vollgebucht.

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