Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Eine junge jüdische Industrie in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 455 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
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455 einer Investierung von 36.325 Pfund, während die Nesherfabrik allein 320 Arbeiter beschäftigt. Von den Druckereien sind 41 kleinere Unternehmungen mit einem Kapital von 33.000 Pfund und 226 Arbeitern und 9 größere mit 59.000 Pfund und 205 Arbeitern. 12 Buchbindereien beschäftigen 52 Arbeiter und 9 Kartonnagefabriken 188 Arbeiter. Diese produzierten 1927 Ware für 11.700 Pfund. Von den 137 Kolonialwaren-Unternehmungen sind 128 kleine (Bäckereien, Konditoreien, Konfekt, Fruchtsaft usw.) mit 570 Arbeitern und 15 größere mit 11.000 Pfund und 4 große mit einem Kapital von 340.000 Pfund (Shemen mit 125.000 Pfund, die Salzwerke in Atlith mit 150.000 Pfund und die Grands Moulins und die Mazzothfabrik in Haifa mit 160.000 Pfund Kapital). Die Shemenfabrik hat eine Jahresproduktion von gegen 200.000 Pfund. Exportiert wurden hievon im letzten Jahre 48.500 Pfund. Die Salzwerke produzieren 6000 Tonnen jährlich. Die Bisquitindustrie hat ihren Sitz hauptsächlich in Jerusalem, während die Konfektindustrie in 2 größeren Fabriken in Tel-Aviv konzentriert ist. Die Zigarettenindustrie ist hauptsächlich in nichtjüdischen Händen. Die Juden haben nur eine einzige Fabrik, die täglich 400.000 Zigaretten produziert. Insgesamt zählt man in Palästina 15 Zigarettenfabriken mit 820 Arbeitern. Ueber die anderen industriellen Unternehmungen der Araber liegen keine genauen Angaben vor. In erster Reihe kommt die Seifenindustrie in Betracht, die gegen 50 kleinere Unternehmungen in Nablus zählt. In den deutschen Kolonien gibt es auch einige Alkoholfabriken. Die Industrie in Tel-Aviv. Einer Mitteilung des Industriellenverbandes entnehmen wir folgende Daten: Statistik der Hauptindustrien von Tel-Aviv und Umgebung: Branche Zahl der Unter¬ Arbeiter investiert Pfund Wert der Jahresnehmungen produktion .....11 149 119.800 59.200 .....35 532 108.200 122.940 ..... 5 77 16.800 12.020 ..... 7 126 113.250 104.700 .....14 198 29.750 26.950 .....14 129 26.250 61.200 ..... 5 206 4.800 18.800 Schokolade, Zucker u. Nahrung * »mittel . 16 268 29.800 53.300 .....10 142 30000 43.200 .....20 166 23.350 61.300 137 2.093 502.080 563.790 Es kommen daher auf eine Unternehmung durchschnittlich 15 Arbeiter, 3670 Pfund Kapital und 4115 Pfund Jahreserzeugnis. Wir möchten zu dieser Statistik bemerken, daß das Verhältnis von Anlagekapital zur Erzeugung von 1 : 1.1 kein günstiges ist, ebenso kommt auf einen Arbeiter durchschnittlich bloß eine Erzeugung von ca. 9 Pfund. Es ist eben vor allem die relative Kleinheit der Betriebe, welche sie noch nicht zur vollen Rationalität kommen läßt. Das Druckwesen. Derzeit gibt es in Palästina gegen 70 Druckereien, einzelne in Haifa, Safed und Petach-Tikwah, die meisten in Jerusalem und hauptsächlich in Tel- Aviv. Einige sind als größere Unternehmungen zu bezeichnen, so z. B. ,,Itin Schoschani", -.Hapoel Hazair" und ,,Haarez", die Bücher herstellen, welche der ausländischen Produktion in nichts nachstehen. Um die Qualität sehr besorgt sind die Druckereien „Amanuth" und „Achduth", Die Druckereien des „Haarez" und des „Doar Hajom" vermögen dank ihrer modernen Maschinen noch die allerletzten Tagesneuigkeiten in die betreffende Nummer zu bringen. Auch die Druckereien ,,Azriel" in Jerusalem' und „Haschachar" und ,,Strod" in Tel-Aviv besitzen moderne, große Maschinen. An bedeutenden Lithcxgraphie-Anstalten sind anzuführen: „Berson & Kaufmann" in Tel-Aviv und ,,Graphika" und „Monoson" in Jerusalem. Von Zinkographien sei die von Pikowsky erwähnt. Wenn wir auch die verschiedenen Buchbindereien dazuzählen, dann kann man die Zahl der in diesem Industriezweig Beschäftigten mit 1000 annehmen- An und für sich sind jetzt die palästinensischen Druckereien bereits in der Lage; mit dem Auslände eine Konkurrenz aufzunehmen. Trotzdem haben sie. was den Bücherdruok betrifft, noch keine genügenden Aufträge. Sie erhalten sich hauptsächlich vom Merkantildruck. Von Wichtigkeit wäre eine richtige Organisierung aller Druckereibesitzer im Lande, die aber bisher trotz aller Versuche sich nicht hat durchführen lassen. Die Tabakverarbeitung. Das „Commercial Bulletin" Nr. 1 vom August enthält genaue Daten über die Tabakproduktion. Es gab Fabriken für