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Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 454

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
Die Petroleumfrage [Nachricht]
Date
1928-08-01
Page
Seite 454 (sequence 2)
Language
German
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454 das Vorkommen von Erdöl in Palästina möglich sei. .Die einzige Tiefbohrung wurde schon vor dem (Kriege von der Standard Oil Cy. ausgeführt, und zwar bei Kurnub in der idumäischen Wüste, nächst des Schnittpunktes von 31° N und 35° 0, doch ist über das Ergebnis nichts bekannt geworden. Eine geologische Oberflächenaufnahme würde manche Fragen aufklären. Eine endgültige Feststellung kann nur durch Tiefbohrungen erfolgen. Die junge jüdische Industrie in Palästina« Laut einem Artikel von A. Goldwater in „Mischar Wetaassia" wurden seit 1920 in Palästina 560 neue industrielle Unternehmungen mit einem Kapital von fast zwei Millionen Pfund gegründet. Davon sind heute 513 tätig mit 4726 Arbeitern und einem Wert von 1.5 Millionen Pfund (exkl. des Elektrizitätswerkes von Rutenberg mit einem Grundkapital von 1 Million Pfund und selbstverständlich der Weinkellereien, die Baron Rothschild 1885 gegründet hat und in die 225.000 Pfund investiert sind). An erster Stelle steht 'die Industrie von Kolonialwaren mit 137 [26%) Unternehmungen und 1077 (24%) Arbeitern, in die 572.475 Pfund (38%) investiert wurden. Zahlenmäßig kommen an zweiter Stelle die Druckereien, mit 71 Unternehmungen (14%), die aber nur 671 (14%) Arbeiter beschäftigen und in die nur 108.950 Pfund (8%) investiert sind. 64 Textilindustrieuntern ehmunJgen mit einer Investition von 120.975 Pfund beschäftigen 660 d&rbeiter und 59 Möbelfabriken mit 78,250 Pfund (5%) 605 Arbeiter (13%). In 48 Unternehmungen der Metallindustrie, die 434 Arbeiter beschäftigen, sind 66.600 Pfund investiert und in 43 Baumaterialien-Unternehmuingen mit 678 Arbeitern 382.225 Pfund (26%). In 36 Unternehmungen der Lederindustrie mit 57.150 Pfund sind 220 Arbeiter beschäftigt und in 31 Unternehmungen der chemischen Industrie mit 82.800 Pfund 243 Arbeiter. In 1 Taibu!:fabrik mit 40 Anbeitern sind 7000 Pfund investiert und in 23 verschiedenen anderen industriellen Unternehmungen mit 98 Arbeitern 25.125 Pfund. Zahlenmäßig besteht der größte Teil dieser Fabriken aus Kleinunternehmungen, nur in dreien sind mehr als je 50.000 Pfund investiert. Insgesamt sind in diesen drei Großunternehmungen, die alle ihren Sitz in Haifa haben und die 478 Arbeiter beschäftigen, 590.000 Pfund investiert. In 3 Unternehmungen — 2 davon sind in Tel-Aviv — sind je 20.000 bis 50.000 Pfund investiert, insgesamt 110.000 Pfund, diese beschäftigen 137 Arbeiter. In 59 Unternehmungen (31 in Tel-Aviv, 14 in Jerusalem. 5 in Haifa usw.) sind je 30O0 bis 20.000 Pfund investiert und insgesamt 421.000 Pfund. Hier sind 1432 Arbeiter beschäftigt. Dagegen zählt man 448 Unternehmungen (87%), davon 229 in Tel-Aviv, 117 in Jerusalem, 44 in Haifa usw., in die höchstens je 3000 Pfund investiert sind, oder insgesamt 380.450 Pfund mit 2679 Anbeitern, darunter sind 136, in die nur 200 bis 500 Pfund investiert sind mit 488 Arbeitern. Die Hälfte davon hat nicht mal elektrische Motoren und könnten eigentlich schon zur Hausindustrie gezählt werden. Bis auf die letztgenannten haben alle anderen elektrische Antriebskraft, u. zw. 6162 PS. Auf Tel-Aviv entfallen 262 Unternehmungen mit 2330 Arbeitern, auf Jerusalem 131 mit 1161 Arbeitern, auf Haifa 52 mit 774 Arbeitern und auf die anderen Orte 68 mit 461 Arbeitern. Von den 64 Textilunternehmumgen sind 50 Spinnereien und Buntwebereien, während 14, meist kleinere, sich mit der Herstellung von Wäsche und Kleidern befassen. In 55 davon wurden nur 32.320 Pfund investiert, aber sie beschäftigen 364 Arbeiter, während in den übrigen 9 82.650 Pfund investiert wurden, hier sind 296 Arbeiter beschäftigt. 6 von diesen größeren Fabriken haben 1927 Waren für 72.650 Pfund produziert, davon die Strumpffabrik Lodzia allein für 25.000 Pfund. Von den 36 Unternehmungen der Lederindustrie sind 5 Gerbereien und 31 Hersteller von Schuhen und anderer Lederwaren. Die Gerbereiindustrie ist noch lange nicht genügend entwickelt, so hat eine Gerberei, die eine wöchentliche Kapazität von 1000 Pfund hat, im ganzen Jahre nur für 10.000 Pfund produziert, davon gingen 90% nach Syrien. Auch die Schuhfabriken haben noch keinen sicheren Markt erobert. Die Möbel Industrie befaßt sich hauptsächlich mit Bautischlerei. Infolge Rückganges der Baubewegung ist deren Produktion bedeutend geringer geworden. Von den 59 Bauunternehmungen dieser Branche sind 37 — darunter die 4 größeren Fabriken — in Tel-Aviv, 9 in Haifa. 7 in Jerusalem und 6 in den Kolonien. Die chemische Industrie umfaßt Zündhölzer, Kerzen. Kunstdünger, Farben, Alkohol, Parfiümerien und Toiletteseifen. Zündholzfabriken gibt es 2, eine große in Akko mit einem Kapital von 20.000 Pfund und einer Tagesproduktion von 100.000 Schachteln, (90 Arbeitern) und eine kleinere in Tel-Aviv. Auch die Produktion des Kunstdüngers ist in 2 Unternehmungen konzentriert, die jährlich 4000 Tonnen (3000 Pfund) produzieren. Farbenfabriken wurden 4 gezählt, Parfümeriefabriken 5 und Alkoholfabriken 5, darunter 3 größere. Von den Baumaterialien-Unternehmungen ist die größte die Zementfaibrik Nesher in Haifa mit einer Jahresproduktion von 78.000 t, in die 300.000 Pfund investiert sind. Weitere 7 Unternehmungen der Baumaterialienbranche können als größere bezeichnet werden. Diese beschäftigen 350 Arbeiter, bei

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