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Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 449

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
Die Arbeit der Zionistischen Organisation [Nachricht]
Date
1928-08-01
Page
Seite 449 (sequence 3)
Language
German
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"449 9. Die Ton der Zionistischen Palästina-Exekutive aus den Mitteln des Keren Hajessod in der Landwirtschaft investierten Summen: Per 30. September 1921..............Pfund 101.466 Per 30. September 1925..............Pfund 475.508 Per 30. September 1927 ..............Pfund 761.420 10. Die vom Keren Kaiemeth in Palästina investierten Beträge: Per 30. September 1921..............Pfund 378.294 Per 30. September 1925 ..............Pfund 935>980 Per 30. September 1927 ..............Pfund 1,256.059 Die landwirtschaftliche Versuchsstation der Zionistischen Exekutive in Djebatta, Am 15. Mai veranstaltete das Keren Hajessodbüro in der neuen Abteilung der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Djebatta auf dem Boden der neuen Kolonisation im Emek Jesreel eine Journalistenzusammenkunft, an der Vertreter der palästinensischen wie auch der ausländischen Presse teilnahmen. Die Aussprache beschränkte sich auf die Arbeit der neuen Abteilung in Djebatta. Die chemische, die pathologische, enthomologische, botanische und Fruchtabteilung des Versuchsinstitutes befinden sich in Tel-Aviv. Vor kurzem erwarb der KKL in Nes Ziona und Rechoboth für Zwecke der Versuchsstation gegen 1500 Dunam und es ist zu hoffen, daß die Station zu Beginn des kommenden Jahres die nötigen Gebäude wird errichten können, um sämtliche Abteilungen, die sich zurzeit noch in Tel-Aviv befinden, dorthin zu überführen. Die Milchwirtschaft der Versuchsstation ist bereits aus Ben Schemen nach Rechoboth verlegt worden. Dort ist auch die Abteilung für Hühnerzucht in größerem Maßstab wieder aufgenommen worden, die sich früher in Ben Schemen befunden hatte. Besonders auch die Abteilung für Pflanzungen wird dort in größerem Umfange betrieben werden. Der Direktor des Keren Hajessod, Dr. Hantke, begrüßte die Gäste und erwähnte die 5000-Pfund-Spende von Baron Louis Rothschild in Wien, dank derer die Versuchsstation in Djebatta in kurzer Zeit errichtet und installiert werden konnte. Der Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung der Versuchsstation, W i 1 k a n s k y, referierte über die landwirtschaftlichen Probleme der Kolonisation, erörterte die spezielle Bedeutung der Abteilung in Djebatta und berichtete über ihre bisherige Tätigkeit. Die Abteilung Djebatta beschäftigt sich nur mit landwirtschaftlichen Problemen, die die Kolonisation im Emek angehen. Die Erde ist für den Boden des Emek typisch, der zum überwiegenden Teile unbewässert ist. Die Wirtschaften existieren hauptsächlich von unbewässerten Kulturen und den damit zusammenhängenden Wirtschaftszweigen, während die bewässerten Kulturen nur einen verhältnismäßig sehr geringen Platz einnehmen. Die Bodenfläche des Emek umfaßt mehr als eine halbe Million Dunam, von denen nahezu 300.000 in unserem Besitz sind. Die Natur des Bodens bedingt gemischte Wirtschaft, die hauptsächlich aus Getreidebau, Milchwirtschaft und Hühnerzucht zusammengesetzt ist, und nur zum kleineren Teil Pflanzungen, die speziell für schwere Böden geeignet sind. Das Alpha und Omega der Probleme ist der Uebergang von der primitiven zur verbesserten Landwirtschaft. Die in Frage stehenden Gebiete bringen pro Dunam 50 bis 60 Kilogramm Weizen ein und gemäß dem üblichen Fruchtwechsel — halb Weizen, halb Kohl — kann eine Fläche von 100 Dunam brutto 60 Pfund abwerfen. Unsere gemischte Wirtschaft brachte in den Gründungsjahren gegen 120 Pfund ein. Das entspricht in der Regel auch der Milch- und Eiereinnahme. Die Ausgaben beliefen sich auf 70 Pfund, so daß der Reingewinn gegen 50 Pfund pro Jahr betrug. Mit einer solchen Summe kann eine arbeitende Familie nicht existieren. Auf diese Weise kann kein dicht besiedelter Jischuw aufgebaut, keine wirtschaftliche Basis für eine gesund fundierte Nation geschaffen werden. Wir können unsere Landarbeiter niemals auf den Standard des Fellachen herabdrücken, müssen sie vielmehr auf die Stufe des amerikanischen Farmers oder dänischen Bauern hochbringen. Eine solche Entwicklung aber in Zahlen ausgedrückt, würde eine Einnahme von mindestens 120 Pf. netto (exklusive der Lebensmittel, die der Boden hervorbringt) anstelle der obengenannten Bruttosumme bedingen. Auf dieses Ziel arbeitet die Versuchsstation in ihren Forschungen und Versuchen hin. Sie ist so bemüht, eine Erhöhung der Erträgnisse der Wirtschaften zu ermöglichen. Nach Erörterung der Vorbereitungsfragen stellte Wilkansky fest, daß man auf keinem Boden Menschen seßhaft machen dürfte, der nicht mindestens 100 kg Weizen pro Dunam trage. Das Hauptproblem bei uns, da.es keinen Stalldung in größerem Ausmaße gibt, ist, die Aequivalente zu finden, in denen man der Erde die Kräfte zuführen kann, die sie nach hunderten von Jahren des Raubbaues benötigt. Ebenso müssen Mittel gefunden werden zur Bekämpfung des Unkrautes und zum Schutz der edlen Pflanzen. Wilkansky erwähnte weiter die Faktoren, die die Größe des Ertrages bestimmen, sowie die Mittel die die Versuchsstation ergreift, um die Erträgnisse zu steigern und zu verbessern. Der Ertrag von Erde, Milchvieh und

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