Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 444

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
Die Orangenpflanzungen : die Fläche der Pflanzungen [Nachricht]
Date
1928-08-01
Page
Seite 444 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379867-2379872--07650-2387463
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

444 Gesamtfläche Davon jüdisch Ende 1922 ....... 32.000 10.000 Anfang 1924....... 34.000 12.000 Ende 1926 ....... 42.000 17.000 Jänner 1928....... 60.000 23.200 Schätzung für Ende 1928 ....... 70.000 30.000 In den fünf Kolonien Chedera, Ness Zionah, Petach Tikwah, Rechoboth, Rischon le Zion haben sich in 2 Jahren die Orangengärten mehr als verdoppelt, sie stiegen von 3397 auf 7876 Dunam. Das Zentrum der jüdischen Orangenpflanzungen ist Petach Tikwah mit 8367 Dunam, darunter 6074 Dunam alte, bereits fruchttragende Gärten. Mit dem Einsetzen der neuen Pflanzungen dürfte jedoch das Zentrum in die Gegend von Rechoboth und Ness Zionah verlegt werden. So wurden von August 1926 bis Jänner 1928 in Petach Tikwah nur 546 Dunam neu angepflanzt, in Rischon le Zion 661 und in Chedera 778, während in Ness Zionah die Anbaufläche um 1217 und in Rechoboth um 1265 gestiegen ist. Außer einigen Kwuzoth, deren Wirtschaft auch Orangenpflanzungen einschließt (Daganiah A 34, Daganiah B 50, Ein Charod 37, Gan Schmuel 65 und Kinereth 12 Dunam), gab es in Palästina 764 Bojarenbesitzer. Während jedoch von den alten fruchttragenden Pflanzungen 9828 Dunam 263 Besitzern gehörten, gehören von den neuen 14.664 Dunam bereits 688 Besitzern. Größe, Wert, Verschuldung. Die Durchschnittsgröße der fruchttragenden jüdischen Gärten ist 42% Dunam (ca. 10 Acres), der nichtfruchttragenden weniger als 22. Es besteht in Palästina ein Bestreben, eine Kolonisation auf 10—15 Dunam durchzuführen, wozu man keine Mietarbeit braucht, indes eine kleine Familie davon leben kann. Von den alten Bojaren zählte man nur 36 mit weniger als je 10 Dunam (insgesamt 169 Dunam, 25 mit 10—20 Dunam, und von den neuen 188. Zwischen 20 und 40 Dunam zählen von den alten Bojaren 89 und von den neuen 189, von 40—60 Dunam 41 alte und 52 neue, von 60—100 Dunam 29 alte und 26 neue, und über 100 Dunam 16 alte und 19 neue. 244 oder 35% der jungen Pflanzungen haben sogar weniger als 10 Dunam. (Ihre Fläche ist allerdings nur 9)4% der gesamten.)* Vor dem Krieg war der Wert eines Dunams fruchttragender Orangen 50—75 Pfund. Heute kann man keinen unter 150 kaufen, ja es werden Preise bis 200 gezahlt. Die Kosten, ein Dunam fruchtbringend zu machen, sind je nach den Umständen 70—100 Pfund, wovon in den ersten zwei Jahren 55—60% investiert wurden. Nach diesen Ziffern schätzt Viteies, daß der Wert der jetzigen Pflanzungen insgesamt 1,856.635 Pfund beträgt. Bezüglich der Verschuldung konnten natürlich nicht alle Ziffern gesammelt werden. Viteies nimmt nach Erhebung zahlreicher Daten an, daß die Verschuldung durchschnittlich bei fruchttragenden 25—30 und bei den neuen Gärten 16—20 Pfund per Dunam beträgt. Die Totalverschuldung schätzt er daher auf % Million Pfund, d. s, 24% des oben genannten Gesamtwertes. Erträge. Nach den verschiedensten fachlichen Schätzungen nimmt Viteies einen durchschnittlichen Ertrag an exportfähigen Kisten an: Bei jüdischen Gärten 100, bei arabischen 70, das sind 10.000 X 100 + 20.000 X 70 — 2.4 Millionen Kisten, was ungefähr auch dem tatsächlichen Export 1926/27 gleichkommt (2.2 Millionen). Bei dem Durchschnitt von 100 Kisten für jüdische Gärten ist zu erwähnen, daß zahlreiche Daten über weit höhere Beträge, bis 187 Kisten, vorliegen. Export. Es wurden exportiert: Prn^nt rW Frntp Gesamternte inklusive der Saison Kisten ^cMtJri im Land verkauften aussortgescnatzij tierten Früchte geschätzt 1913/14....... 1,553.861 — _ 1920/21 ....... 930.769 70 — 1921/22....... 1,234.252 70 — 1922/23 ....... 1,565.531 70 2,236.473 1923/24 ....... 1,599.348 70 2,284.785 1924/25 ....... 2,141.727 80 2,677.159 1925/26 ....... 1,511.280 80 1,889.100 1926/27 ....... 2,213.983 80 2,767.475 Auf die »Pardessgesellschaft« sind in der Saison 1926/27 321.796 Kisten oder 14.5% (ein Siebentel) des ganzen Exportes entfallen. In den Jahren 1934/36 werden die jüdischen Orangenpflanzungen allein gegen 2 Millionen Kisten produzieren.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.