Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Jahr 1927 [Nachricht]
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 441 (sequence 2)
- Language
- German
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441 April 1928 . 187 Einwanderer 240 Auswanderer Mai .... 287 „ (davon 223 Juden) 312 „ (davon 264 Juden) Juni .... 216 „ (davon 145 Juden) 213 „ (davon 206 Juden) Erschwerung der Einwanderung russischer Chaluzim nach Palästina. Die Palästina- Regierung verlangt jetzt bei aus Rußland stammenden Einwanderern einen Vermerk im Paß, daß ihnen die Rückreise nach Rußland gestattet ist. Dieser Umstand bedeutet eine große Erschwerung für. die Palästina-Einwanderung aus Rußland. Die nichtjüdische Wanderung. Auch bei der nichtjüdischen Bevölkerung Palästinas ist eine verhältnismäßig recht starke Aus Wanderungsbewegung zu verzeichnen, wie folgende Tabelle zeigt: Jahr Nichtjüd. Einwanderer Nichtjüd. Auswanderer ÜbTberUdfe ETnwanTrer^ 1925 ...... 840 1.949 1.109 1926 ...... 829 2.064 1.235 1927 ...... 882 1.907 1.025 Befreiung von der Einwanderungstaxe, Durch einen Erlaß wurden einige Klassen von Einwanderern von der Zahlung der Taxe befreit. Darunter fallen Frauen und unmündige Kinder der bei der Regierung angestellten Personen, Angehörige des Dienstpersonales des Oberkommissärs, Religionsfunktionäre, Familien oder Dienstpersonal von Konsuln, Waisen, die vom Relief Committe gesandt werden, wissenschaftliche Mitglieder archäologischer Expeditionen. Die Ansiedlungserlaubnis für Touristen. In der letzten Zeit haben palästinensischjüdische Zeitungen scharfe Angriffe auf Mr. Hyamson, den Einwanderungskommissär, gerichtet, weil er einigen Touristen die Niederlassungserlaubnis verweigerte, obzwar sie genügend Mittel besaßen. Anläßlich dieser Mißgriffe konstatiert die Zionistische Exekutive, daß im Laufe eines halben Jahres, vom November 1927 bis April 1928, 870 Touristen, davon 559 Juden, die Erlaubnis zur ständigen Niederlassung in Palästina erhalten haben. Ein Teil dieser Fälle dürfte Personen betreffen, die nicht erst 3 Monate vor Gewährung der Erlaubnis in das Land gekommen sind, sondern bereits eine gewisse Zeit »illegal« in Palästina geweilt hatten. Der Wert der Ziffern ist dadurch beeinträchtigt, daß zur Zeit nicht die 'Gesamtzahl der Niederlassungsgesuche von Touristen bekannt ist, ebenso auch nicht die Gesamtzahl der Fälle, in denen ein solches Gesuch abschlägig beschieden worden ist. Es ist aber festzustellen, daß die Exekutive in der Zeit vom November 1927 bis April 1928 nur mit 11 solchen Fällen abschlägiger Erledigung von Zulassungsgesuchen befaßt worden ist. Von diesen 11 Fällen ist eine größere Zahl mittlerweile durch das Eingreifen der Exekutive im positiven Sinne entschieden worden. Im einzelnen setzt sich die Ziffer von 870 Touristen, die in der Zeit von November 1927 bis April 1928 Niederlassungserlaubnis in Palästina erhielten, folgendermaßen zusammen: 1927 Juden Nichtjuden Insgesamt November............ 94 62 156 Dezember ............ 47 59 106 1928 Jänner............. 87 37 124 Februar............. 120 44 164 März.............. 148 67 215 April............. . . 63 42 105 559 311 870 Landwirtschaft und Kolonisation. Die Folgen der Dürre. Die Haltung der Regierung, Chefsekretär Luke versprach die Einsammlung des Zehenten in den von der Dürre betroffenen Gegenden zu verschieben und den Landwirten als Darlehen Saatgut zu geben. Die Schäden in den jüdischen Siedlungen. Wir geben endstehend die Berechnungen, die bisher der zionistischen Versuchsstation und dem Merkaz Chaklai der Arbeiterschaft zugegangen sind. Nach diesen wird der Ertrag der diesjährigen- Ernte in Merchaviah-Kwuzah und Moschaw, Balfuriah, Kfar Gideon, Zrifin, Tel-Adaschim 35—40% weniger als in einem normalen Jahre betragen. In Ginegar, Givat (Kwuzah Pinsk), Sarid (Achvah) wird der Verlust nur 15—20% betragen.