Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Früchtekontrolle [Nachricht]
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 439 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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439 welche \mreif, überreif, beschädigt oder mit Krankheit behaftet sind. Aber auch diese Anweisung v/urde eingeschränkt, und es ist nur noch von verdorbenen Früchten die Rede. Rokach schlägt daher eine Aenderung des heute praktisch wertlosen Gesetzes vor. Dieses sollte die Marke »Jaffa-Orange« schützen und auf die Schamutisorte beschränken, ferner die Größe, Zahl, Packung etc. vorschreiben» Instruktoren sollten geschult werden und jede Kiste eine Schutzmarke erhalten. — Eine Versammlung von Orangenproduzenten und rHändlern (Juden und Araber), die am 15. August unter Vorsitz des Distriktsgouverneurs stattfand, machte die Forderungen Rokachs zu ihren eigenen. Es wurde eine Kommission zur Ausarbeitung detaillierter Vorschläge gewählt. Das Landwirtschaftsdepartement hat in der Serie seiner Flugschriften (Leaflets) einen Bericht über den Früchteinspektionsdienst veröffentlicht. Derselbe bringt detaillierte Daten über die Zahl der inspizierten Kisten, die vorgefundenen Mängel, die Verhältnisse am Transport, Probeverschiffungen usw. Verkehr. Touristen. Im März 10.144 und Rückkehrende 2.259 „ April 11.531 „ „ 2.376 „ Mai 4.654 „ „ 1.833 Regulärer Schiffsverkehr zwischen Italien und Palästina« Der »Lloyd Triestino« wird von Mitte September mittels seiner beiden Dampfer »Giannicolo« und »Bucovina« einen regulären Schiffsverkehr mit Palästina durchführen. Die Dampfer werden alle zwei Wochen folgende Route befahren: Triest, Brindisi, Jaffa, Haifa, Beirut, Alexandria, Beirut, Haifa, Jaffa, Brindisi, Triest. Eine Ueberfahrt Triest;—Jaffa in der dritten Klasse wird 5 Pfund kosten. Der Hafen von Haifa wird, wie im englischen Unterhaus offiziell mitgeteilt wurde, an einen Privatunternehmer durch Offertausschreibung vergeben werden. Der Hafen wird eine Fläche von 85 ha haben, d. s. ZVi mal so viel als der Hafen von Beirut. Die eine Mole wird in der Gegend der jüdischen Vorstadt Bath Galim ausgehen und nordöstlich laufen, 2 km lang, eine zweite in der Gegend des Zollgebäudes wird' km, die Außenmole 2 km lang sein. Der Hafen wird 10 m Tiefe -haben, um auch den größten Schiffen die Einfahrt zu ermöglichen. Neueren Nachrichten zufolge wird der detaillierte Plan dieser Tage fertiggestellt. Es interessieren sich für den Bau sechs britische Firmen. Die Vergebung soll vom Colonial Office aus erfolgen. Die Palästina-Regierung stellt aus den Anleihegeldern bekanntlich 110.000 Pfund für den Hafenbau zur Verfügung. Die Pipeline von Mosul nach Haifa« Arabischen Blättern zufolge soll die Legung bereits fix beschlossen sein. In Haifa sind 15 Ingenieure zur Ausarbeitung der Pläne eingetroffen. Ueber die geplante Linienführung verlautet (nach »Tägl. Berichte über die Petroleumindustrie«, Nr. 179 vom 31./VII. 1928) folgendes: Ausgangspunkt Samara am Tigris, da etwa gleich weit entfernt von Chanequin (Khanaqin Oil Cy)' und Tuz Churmatly (Turkish Petroleum Cy), von da nach Anah am Euphrat, dann dem Lauf des Wadi Hauran folgend nach Rutbah Wells, Qasr Asrak und Dshebel Hauran nördlich von Aman nach Haifa. Diese Strecke ist kürzlich von Captain A. H, E. L. Holt, Ingenieur der Irak-Eisenbahn, mit anderen Engländern bereist und geprüft worden. Es ist derselbe Holt, der seinerzeit bei der Erkundung und Einrichtung der direkten Kraftwagenverbindung Bagdad-Damaskus durch die Wüste hervorragend beteiligt war. Wie verlautet, ist Holt jetzt beauftragt worden, in Syrien gemeinsam mit französischen Beamten die Variante der Linienführung durch Syrien zu bereisen, technisch zu prüfen and dann darüber zu berichten. Auf eine Anfrage an die englische Regierung im Unterhaus lehnte diese noch immer die Abgabe einer offiziellen Erklärung über die Pipeline ab. Inzwischen fand im August eine geheime Konferenz der führenden Petroleumgesellschaften der Welt in England statt. In dieser soll angeblich beschlossen worden sein, von der Ausbeutung neuer Petroleumquellen, darunter auch jener von Mosul, vorläufig abzusehen. In Widerspruch hiezu wird gemeldet, daß am 25. August deutsche Ingenieure bereits in Bagdad eingetroffen sind, um im Auftrag der Turkish Petroleum Co Probebohrungen vorzunehmen. Die Shellgesellschaft hat einen Bauplatz für Errichtung einer Raffinerie für das nach Haifa zu leitende Oel bereits um 12.000 Pfund erworben. Auch der H. C. von Irak, Dobbs, äußerte sich, daß die Konzessionsurkunde es ausschließe, daß die Bohrungen verzögert werden. Der Bau der Bagdad—Haifa-Eisenbahn, Der Minister des Irak Tufic Sowdi erklärte Pressevertretern gegenüber, daß der Irak am Plane der Erbauung der Eisenbahn Bagdad—Haifa, die dem Lande einen Ausgang zum Mittelländischen Meere verschaffen werde, sehr interessiert sei. Die Pläne seien bereits von der britischen Regierung und